Endlich ist es soweit, die Bedingungen sind perfekt fürs Eisfischen. Die Seen noch gefroren und sicher begehbar. Die Sonne scheint und die Temperaturen sind angenehm. So nahmen
Anssi und Christian den Mittwochnachmittag frei und machten sich auf zum
Lepävesi im Osten von
Jyväskylä.

Viel Ausrüstung braucht man dazu nicht: warme Kleider, einen Eisbohrer, einen
Klappstuhl, eine Angel, ein Bier und viel Zeit. Wurm dran an den Hacken und los geht’s.

Christian hatte ja schon gehofft, dass sie den einen oder anderen Fisch fangen werden, doch bevor er sich setzen konnte, hatten bei
Anssi schon mehrere
Egli (oben) und Rotaugen (unten) angebissen. Und es dauerte auch nicht lange, bis auch der Eisfischneuling aus der Schweiz jubeln konnte. So fingen wir in diesen 3 Stunden sicher über 50 Fische, allerdings nur kleinere Exemplare. Da man diese Dinger nicht essen kann, fing Christian an, sie wieder in die Freiheit zu entlassen, was
Anssi sichtlich missfiel, denn am Ende des Tages will der Finne seinen Fang betrachten können. Am Schluss fing er dann aber auch noch damit an.

Es war ein erholsamer und friedlicher Nachmittag. Allerdings musste Christian wieder einmal erkennen, dass das Fischen nicht wirklich sein Ding ist, auch wenn er sich beruflich zu einem
grossen Teil mit diesen Tieren befasst. Über Sinn und Unsinn des
Fischens kann man lange diskutieren, daher lassen wir das Thema.