Die Rückreise in die Schweiz nahmen wir in 2 Teams in Angriff. Während Christian und Jonas den langen Land- und Seeweg nahmen, flogen Susanne und Loris mit Propeller- und Düsenflugzeug in die Schweiz. Gestartet wurde gleichzeitig. Nachdem Susanne und Loris von Monika und Noah zum Flugplatz von Jyväskylä gefahren und sie endgültig Abschied genommen hatten, ging für Loris das Abenteuer los. Wie immer war er fasziniert vom Flugzeug, v.a. von den Propellern, die sich so schnell drehten.
Susannes Hoffnung, die finnische Seenplatte (nach über 3 Jahren und unzähligen Flügen) doch noch einmal bei schönem Wetter von oben bewundern zu können, schienen sich angesichts der dicken grauen Nebeldecke in Luft aufzulösen.
Nachdem das Flugzeug aber abgehoben und Susanne die letzten Abschiedstränen getrocknet hatte, gab es dann doch noch den einen oder anderen Lichtblick.
Inzwischen war es schon nach 14:30 Uhr, aber Loris hielt durch und verschob seinen Mittagsschlaf auf später.
Sehr viel später! Auch während des ca. 2-stündigen Aufenthalts am Flughafen von Helsinki hatte er besseres zu tun: Mama beim letzten Souvenir Kaufen begleiten und gaaaaanz viel spielen in dem von Reima gesponserten Spielzimmer. Wenn dabei noch unzählige Flugzeuge in nächster Nähe starten, Tanklaster vorbeifahren, Pi-Pa's herumkurven - was will man mehr! Dann aber, im Flugzeug von Helsinki nach Zürich fielen die Augen doch noch zu, kaum hatten wir abgehoben, und blieben auch bis kurz vor der Landung in Zürich geschlossen. Einen so entspannten Flug hatte Susanne schon länger nicht mehr.
Ja, und so nahm dieses letzte Abenteuer für Loris und Susanne ein Ende. Die Schweiz hat uns wieder! (Was ja im Fall von Loris nicht ganz korrekt ist, hat er doch sein ganzes Leben in Finnland verbracht und die Schweiz nur in den Ferien gesehen...)
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Samstag, 3. September 2011
Samstag, 13. August 2011
Kerimäki & Savonlinna
Unser letzter grösserer Ausflug in Finnland führt uns ins Saimaa-Gebiet. Der Saimaa, der aus mehreren grossen Teilseen besteht, ist mit über 4000 km2 (einem Zehntel der Schweiz) der grösste See von Finnland. In 5 Tagen wollten wir um ihn, und auch durch ihn (mit Hilfe von Brücken) fahren und ein allerletztes Mal den wilden finnischen Osten geniessen.
Die Reise führte uns zuerst nach Kerimäki, einem kleinen Ort 20 km nordöstlich von Savonlinna. Das Hotel, in dem wir übernachteten, lag auf einer kleinen idyllischen Halbinsel. Nach dem Abendessen, der Sauna und einem Besuch im Hotelbad machten wir noch einen kleinen Spaziergang.
Der Samstag sollte ein langer Tag werden. Zuerst erkundeten wir wieder die Umgebung des Hotels, das auch ein Kriegsmuseum beinhaltet, und bei dem überall Kriegsgeräte wie dieser Panzer aus dem 2. Weltkrieg herumstehen.
Dann streiften wir durch die Wälder beim Hotel...
und pflückten Beeren. Innerhalb von etwa 200 m fanden wir dabei Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren und Steinbeeren, und stopften unsere Mäuler voll.
Danach fuhren wir ins Dorf von Kerimäki. Dort steht die grösste Holzkirche der Welt, und die wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aber warum braucht ein Dorf mit 5000 Einwohner eine Kirche mit Platz für 4000 Gläubige? Gerüchten zufolge wurde die Kirche zu gross gebaut, weil die Pläne in Fuss gezeichnet, die Kirche im Jahre 1848 aber in Metern gebaut wurde. Allerdings stimmt diese Geschichte wohl nicht, wohl eher handelt es sich um eine Fehleinschätzung, wie gross der Anteil der Kirchenbesucher in der Bevölkerung sein werde. Weil die Kirche trotz 8 grossen Holzöfen im Winter unmöglich aufzuwärmen ist, stellte die Gemeinde im Jahre 1953 gleich daneben noch eine kleinere Winterkapelle (auf dem Bild unten nicht zu sehen) auf.
Für ein paar Euro konnte man auch den separaten Glockenturm der Kirche besteigen, oder besser gesagt erklettern. Dort genossen wir nicht nur die schöne Aussicht auf die Seenlandschaft, sondern hatten auch unseren Spass in den diversen Stockwerken des Turms. Hier bringt die Lehrerin unseren Söhnen gerade das Rechnen bei.
Und für alle, die die Kirche langweilig fanden, gab es gleich nebenan noch die Feuerwehrstation mit diesem schönen alten Ford-Feuerwehrauto.
Den Rest des Tages verbrachten wir in Savonlinna. Eigentlich hat das kleine Städtchen ausser der prächtigen Burg nicht viel zu bieten, aber ein Abendspaziergang entlang der Seenpromenade gehört unserer Meinung nach zu den Highlights eines Finnlandbesuchs. Hier herrscht diese friedliche Hafen-Stimmung, hier dreht sich eigentlich alles ums Wasser.
Unterwegs kann man Wasserflugzeuge bewundern, ....
an bester Lage etwas trinken gehen...
und die Abendsonne und den herrlichen Ausblick auf den See und die Boote geniessen.
Als Abschluss des kleinen Spaziergangs trifft man auf eine der schönsten Burgen der Welt, die Olavinlinna, erbaut im Jahre 1475 auf einer Felseninsel im See.
Inzwischen waren wir schon so lange unterwegs, dass wir auch Jonas zu Loris in den Wagen setzten, denn seine Beine machten langsam schlapp.
Zum Abschluss des Abends gönnten wir uns noch ein gutes Abendessen fast direkt am See, und fuhren dann zurück nach Kerimäki zum Hotel. Schlafen war angesagt, denn morgen soll es weiter Richtung Süden gehen.
Freitag, 17. Juni 2011
S'Grossmami Jeanne isch glandet!
Inzwischen kennen wir die Region um die Stadt in- und auswendig, und so wissen wir auch, wo man am besten die landenden Flugzeuge beobachten kann. Und weil nur etwa alle 3 Stunden ein grösseres Flugzeug landet, weiss man auch, um welchen Flug es sich jeweils handelt. Heute gingen wir Christian's Mutter Jeanne, die für 10 Tage zu uns die Ferien kommt, am Flughafen abholen. Da konnten wir es nicht lassen, diesen Film von der Landung des Flugzeugs mit ihr zu filmen.
Mittwoch, 2. März 2011
Doping
Heute war der letzte Tag von Barbara und Valentin in Jyväskylä. Morgen werden sie nach Helsinki reisen und dort das Flugzeug Richtung Schweiz nehmen. Leider hatte sich an der unglücklichen Situation nichts geändert, Valentin ging es zwar nicht mehr so schlecht wie Anfangs Woche, hatte aber immer noch Fieber. Christian blieb am Morgen bei ihm und der Rest der Truppe machte sich auf zu einem Spaziergang am tief verschneiten Tuomiojärvi.
Ganz nahe beim kleinen Strand, wo wir im Sommer häufig baden gehen, gibt es einen ziemlich rasanten Schlittelhang.
Auf dem Heimweg war eigentlich noch ein Besuch des "Möwen-Spielplatzes" geplant gewesen, aber von dem war wegen des vielen Schnees nicht mehr viel zu sehen, die Möwen-Skulpturen konnten kaum noch atmen.
Schon die ganze Woche hatte Valentin den Wunsch gehabt, das Flugzeug-Museum in Tikkakoski (20 km nördlich von Jyväskylä) zu besuchen. Leider ging das wegen des Fiebers nicht. Weil heute aber der letzte Ferientag war, beschloss Barbara, ihn mit einem fiebersenkenden Mittel zu dopen, damit er trotzdem noch etwas unternehmen konnte. Und so genossen die Zeit im fast menschenleeren Museum.
Kräftemässig war das Ganze für Valentin auch kein Problem, schliesslich gab es da diesen tollen Kinderwagen in Form eines Pilotensessels.
Endlich konnte Jonas seine grossen Cousin und Freund, denn er schon lange anhimmelt, ...
... noch ein wenig geniessen.
Auf die Frage, ob sehr frustriert sei wegen seiner Grippe, die er leider genau in den Finnland-Ferien ertragen musste, meinte Valentin, das Wichtigste sei gewesen, dass er seinen Götti besuchen konnte. Und so erlebten wir das auch. Auch wenn wegen des Fiebers nicht viel drin lag in dieser Woche, genossen wir unseren Besuch in der sonst einsamen Winterzeit vollen Zügen. Gute Heimreise!
Montag, 31. Januar 2011
Rückkehr
So schnell geht das, schon sind unsere 3 Wochen in der Schweiz zu Ende. Natürlich viel zu wenig Zeit, um alle unsere Freunde zu besuchen und mit allen zu reden. Um 11 Uhr starteten wir überpünktlich in Zürich und sagten den Bergen Adieu. Es sollte unser bisher bester Flug werden, Loris schlief schon bald darauf ein und erwachte erst nach der Landung in Helsinki wieder.
Der zweite Flug nach Jyväskylä startete ein wenig verspätet, weil kurzfristig ein Ersatzpilot gefunden werden musste.
Dieser brachte uns aber sicher nach Zentralfinnland...
und bereits 4.5 Stunden nach unserem Abflug in Zürich war unsere Flugreise zu Ende.
Der härteste Teil sollte aber noch kommen, denn auf unserem Auto (das 23 Tage am Flughafen parkiert war) lag nicht wie letztes Mal wunderbarer Pulverschnee, sondern etwa 40 cm kompakter, schwerer und mit Eis am Auto angeklebter Schnee.
Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis Christian, nur mit einem grossen Schaber bewaffnet, den Peugeot sauber gekriegt hatte. 20 Minuten später waren wir zu hause, und die Jungs fingen sofort und ohne Worte an, mit all ihren Spielzeugen zu spielen.
Samstag, 8. Januar 2011
Winterferien
Heute ist es soweit, wir fliegen für 3 Wochen in die Schweiz in die Winterferien. Dort wollen wir arbeiten, eine Woche in den Bergen verbringen und, wenn noch Zeit bleibt, Freunde und Familie treffen. Nach dem Mittagessen bestiegen wir das erste Flugzeug Richtung Süden.
Dies brachte uns in 35 Minuten nach Helsinki.
Hier mussten wir über eine Stunde auf den Anschluss warten, kein Problem bei diesem Spielzimmer mit dieser tollen Aussicht.
Der zweite Flug war sehr anstrengend. Loris befindet sich, im Gegensatz zu Jonas, in einem schwierigen Alter zum Fliegen. Aber wir überstanden alles unbeschadet und durften in Zürich unsere Liebsten in die Arme nehmen. Endlich Ferien!
Sonntag, 31. Oktober 2010
Ilmailumuseo
Wegen unseres Putztages war Susanne mit ihrer Arbeit in Verzug geraten. Daher musste sie heute nachsitzen. Und weil das Wetter schon so richtig auf November eingestellt war, machten sich die Männer auf zum Flugzeugmuseum (Ilmailumuseo) in Tikkakoski, gleich neben dem Flughafen. Jonas war ja schon einmal da gewesen, Loris und Christian hingegen nicht.
Das Museum ist eindrücklich und zeigt fast nur Flugzeuge und Helikopter, die von der finnischen Armee in der Vergangenheit benutzt wurden.
Gewöhnungsbedürftig waren hingegegen die vielen Hackenkreuze an den Flugzeugen. Diese haben allerdings nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun, die blaue Swastika war früher das Zeichen der finnischen Luftwaffe. 1945 wurde es dann in einen blauen Kreis abgeändert, damit es sich deutlicher vom Symbol der Deutschen unterscheidet.
Die Geschichte interessierte unsere Jungs aber nicht, umso mehr aber die Flugzeuge.
Jonas verbrachte viel Zeit...
in den Cockpits.
Und manchmal gesellte sich auch Loris dazu.
Ausser uns hielt sich fast niemand im Museum auf, und so konnten wir auch den tollen zum Kinderwagen umgebauten Pilotensessel intensiv benützen.
Die 2 Jungs zeigten eine ausserordentliche Ausdauer und verbrachten 2 Stunden bei den Flugzeugen. Dann machten wir uns aber langsam auf den Heimweg.
Dienstag, 27. April 2010
Wir fliegen
Heute klappte es dann mit unserer Reise über Helsinki nach Jyväskylä, der Vulkan hatte sich gnädig gezeigt. Mit 69 kg Gepäck machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Zürich. Der Abschied war zwar nicht einfach, aber trotzdem freuten wir uns auf unser Zuhause und unseren Alltag. Einmal mehr hatten wir eine wunderschöne Zeit in der Schweiz und am Comersee gehabt, auch wenn wir nicht alle Freunde besuchen konnten, die wir eigentlich wollten.

Die beiden Flüge verliefen völlig problemlos, es gab diesmal keine Verzögerungen und unsere 2 Jungs zeigten sich von ihrer besten Seite, insbesondere Jonas, der das Ganze mit einer stoischen Ruhe und viel Geduld über sich ergehen liess.

Weil der der Himmel über Helsinki für einmal nur teilweise bewölkt war, konnten wir die Schären von oben bewundern.

Und das erste Mal überhaupt sahen wir auch Jyväskylä von oben, bis jetzt waren wir immer bei Dunkelheit oder Nebel gestartet oder gelandet. Wie man sehen kann, ist der Schnee weg, die Seen allerdings sind noch teilweise zugefroren, wie das Beispiel des Päijänne (unten) zeigt. Der Jyväsjärvi hingegen (unter der Flügelspitze), unser Stadtsee, ist zum grössten Teil frei von Eis. Wir wohnen übrigens ziemlich genau unter letzten "Rundung" der Flügelspitze.

Auch am kleinen Flughafen von Jyväskylä war Jonas noch immer ganz aus dem Häuschen vor lauter Flughäfen, Flugzeugen und Gepäckwägelchen. Auch Loris war vergnügt, anscheinend schien er zu spüren, dass das Ganze nun vorbei war, für ihn sind die 3.5 Stunden still sitzen sicher am mühsamsten.

Unser Auto stand immer noch auf dem Parkplatz des Flughafens, so fuhren wir zu unserer Wohnung, die nach einer Viertelstunde schon wieder einem Schlachtfeld glich...
Die beiden Flüge verliefen völlig problemlos, es gab diesmal keine Verzögerungen und unsere 2 Jungs zeigten sich von ihrer besten Seite, insbesondere Jonas, der das Ganze mit einer stoischen Ruhe und viel Geduld über sich ergehen liess.

Weil der der Himmel über Helsinki für einmal nur teilweise bewölkt war, konnten wir die Schären von oben bewundern.

Und das erste Mal überhaupt sahen wir auch Jyväskylä von oben, bis jetzt waren wir immer bei Dunkelheit oder Nebel gestartet oder gelandet. Wie man sehen kann, ist der Schnee weg, die Seen allerdings sind noch teilweise zugefroren, wie das Beispiel des Päijänne (unten) zeigt. Der Jyväsjärvi hingegen (unter der Flügelspitze), unser Stadtsee, ist zum grössten Teil frei von Eis. Wir wohnen übrigens ziemlich genau unter letzten "Rundung" der Flügelspitze.

Auch am kleinen Flughafen von Jyväskylä war Jonas noch immer ganz aus dem Häuschen vor lauter Flughäfen, Flugzeugen und Gepäckwägelchen. Auch Loris war vergnügt, anscheinend schien er zu spüren, dass das Ganze nun vorbei war, für ihn sind die 3.5 Stunden still sitzen sicher am mühsamsten.
Unser Auto stand immer noch auf dem Parkplatz des Flughafens, so fuhren wir zu unserer Wohnung, die nach einer Viertelstunde schon wieder einem Schlachtfeld glich...
Montag, 29. März 2010
Über den Wolken
Zum 4. Mal seit unserer Auswanderung nach Finnland geht es für ein paar Wochen für Arbeit und Ferien in die Schweiz und nach Italien.

Dies bedeutet, dass wir die Jungs für ein paar Stunden...

über den Wolken beschäftigen müssen.

Keine einfache Aufgabe, aber irgendwie geht auch so die Zeit vorbei. Jonas ist sowieso ein Profi, was das Fliegen anbelangt, aber für Loris ist es natürlich mühsam, für ein paar Stunden ruhig auf dem Schoss der Eltern sitzen zu bleiben.

Wir überstanden es aber sehr gut und kamen müde aber glücklich in Zürich an, wo wir von unseren Liebsten begrüsst wurden.

Am 22. April fliegen wir zurück nach Finnland, der Blog macht bis dann Pause.
Dies bedeutet, dass wir die Jungs für ein paar Stunden...
über den Wolken beschäftigen müssen.
Keine einfache Aufgabe, aber irgendwie geht auch so die Zeit vorbei. Jonas ist sowieso ein Profi, was das Fliegen anbelangt, aber für Loris ist es natürlich mühsam, für ein paar Stunden ruhig auf dem Schoss der Eltern sitzen zu bleiben.
Wir überstanden es aber sehr gut und kamen müde aber glücklich in Zürich an, wo wir von unseren Liebsten begrüsst wurden.
Am 22. April fliegen wir zurück nach Finnland, der Blog macht bis dann Pause.
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