Samstag, 28. Mai 2011

2 Porträts

Am Samstag waren wir dann bei der Familie Ludwig, unseren finnisch-bernerischen Freunden, eingeladen. Es gab eine ausgezeichnete Sheperd's Pie und den Champions League Final zum Dessert. Gilu Ludwig, arbeitsloser Biologe, ist gerade daran, sein Hobby zum Beruf zu machen, und hat die folgenden 2 Porträts gemacht.


***

Freitag, 27. Mai 2011

Farewell

Nach 3 Jahren ist endgültig Schluss! Den letzten Arbeitstag an der Universität Jyväskylä verbrachte Christian in einem gemütlichen Statistikkurs, danach ging es fast direkt in die Stadt für einen Abschiedsabend mit guten Arbeitskollegen/innen. Es sollte ein langer Abend werden. Hier einige Eindrücke (Fotos von Gilbert Ludwig):


Mit Mikael und Lauri.


Und es gab auch Geschenke, nein, kein neues iPhone, aber einen Schnaps, einen Holzbecher und ein echtes, handgemachtes finnisches Messer!


Als Christian gegen 4 Uhr nachts die 300 m Heimweg vom Stadtzentrum zur Wohnung spazierte, glich die Innenstadt einem Irrenhaus. Ein Nackter rannte schreiend herum, eine Frau erbrach beim Stadtbrunnen, zwei Betrunkene erleichterten sich bei der Türe des Immobilienhändlers, und die Sanität kümmerte sich um eine Alkoholleiche. Kurz gesagt, in der Stadt hielten sich nur noch Leute auf, die es nicht mehr nach Hause schafften. Finnland halt...

Donnerstag, 26. Mai 2011

Finnische Verkehrszeichen

Der grosse Unterschied zwischen den schweizerischen und finnischen Verkehrszeichen ist die Hintergrundfarbe, hierzulande kommt alles in gelb daher. Grund dafür ist der schneereiche Winter.


Der Klassiker unter den Schildern ist natürlich der weltbekannte Elch, und der (also der auf dem Schild) ist hier in Zentralfinnland überall anzutreffen. Schon oft haben wir uns gefragt, ob es nicht billiger gekommen wäre, wenn man die Strassenabschnitte OHNE Kollisionsgefahr mit Elchen angekündigt hätte...


Beim untenstehenden Verkehrsschild empfiehlt es sich, den Fuss vom Gas zu nehmen, denn die Fähre könnte sich ja auf der anderen Seeseite aufhalten, oder (wie meistens) gar nicht mehr in Betrieb sein.


Für uns speziell (aber anscheinend nicht exklusiv für Finnland) ist das untenstehende Zeichen. Drei Jahre lang hatten wir uns gefragt, was es denn bedeuten soll. Kein Witz, aber hier ist das Parken an geraden Tagen nicht erlaubt!


Extrem praktisch sind hingegen die Richtungsanzeigen bei den Kreuzungen. Hier wird immer die Distanz bis zur Ortschaft angegeben.

Dienstag, 24. Mai 2011

Fahrt durch den verregneten Frühling

Nachtrag: Inzwischen ist es zur Tradition geworden, die immer gleiche Strecke im Niemandsland zwischen Ähtäri und Jyväskylä zu filmen. Hier also die Frühlingsversion mit Regen:
 
 

Bereits früher hatten wir eine Sommer- und Winterfahrt publiziert.

Montag, 23. Mai 2011

Ähtäri-Zoo

Der letzte Tag unseres Kurzurlaubs führte uns wieder einmal in den Zoo von Ähtäri. Zuvor musste aber natürlich noch ein letztes Mal das Mönkijä (Squad), welches vor dem Hotel für Touren wirbt, bestiegen werden.


Danach ging's los.


 Einen Standortplan hätten wir eigentlich nicht benötigt, inzwischen wissen wir genau, welches Tier wo zu finden ist. Es gab aber doch wieder viel zu sehen und zu entdecken, so z.B. diesen Schneeleoparden, welcher wohl gerade sein Frühstück verspeiste.


Oder all die kleinen Tierjungen, wie diesen Frischling hier. Frühling!


Irgendwann einmal begannen dann auch unsere Mägen an zu knurren. Hier der Chefkoch inmitten unzähliger Kindergartenkinder und ihrer Betreuerinnen.

 

Gestärkt ging es dann weiter zu einem der Highlights des Zoos: den Bären. Wir fragten uns angesichts dieses Exemplars einmal mehr, wer hier eigentlich wen beobachtet.


Das Wetter war zwar nicht mehr ganz so herrlich wie in den letzten Tagen, zum Glück fing es aber erst ganz zum Schluss so richtig an zu regnen. Aber auf die finnische Regenbekleidung ist ja zum Glück Verlass.

 
Und zum Abschluss noch das obligate (und wohl letzte) Ähtäri-Foto:

Samstag, 21. Mai 2011

Vaasa - Kristinestad - Ähtäri

Am Samstag besuchten wir am Morgen das Erlebnisbad Tropiclandia. Die meisten Aussenbäder und -rutschbahnen waren zwar noch zu, aber unsere zwei Jungs waren mit dem, was sie hatten, vollauf zufrieden. Das schönste am Ganzen ist die Lage des Bades; direkt am Meer mit entsprechender Aussicht.


Jonas wagte sich mit seinem Papa sogar noch auf die gaaaanz lange Rutschbahn und das Wellenbad musste natürlich auch ausprobiert werden. Und zum Abschluss ging's natürlich noch in die Sauna. So viel Baden macht hungrig ...


Zeit also, sich am Pizzabuffet zu bedienen. Nach einer Mittagspause im Hotel ging's dann auf Stadttour. Hier die Lutherische Kirche ...


und weitere schöne Gebäude, mal aus Stein...



mal - typisch finnisch - aus Holz.


Natürlich stiessen wir auch noch auf einen tollen Spielplatz, wo unsere Buben sich so richtig austoben konnten, bevor sie dann im Restaurant wieder etwas stillsitzen mussten.

Am nächsten Morgen mussten wir dann bereits wieder unsere Koffer resp. Taschen packen. Jonas und neuerdings auch Loris finden das jeweils ganz toll ...


Glücklicherweise war unser verlängertes Wochenende aber noch nicht ganz zu Ende. Wir wollten zuerst noch nach Kristinestad (finnisch: Kristiinankaupunki) und dann für eine Nacht nach Ähtäri. Das idyllische Städtchen Kristinestad (über 50% der Einwohner sind schwedischsprachig) liegt ca. 100 km südlich von Vaasa und wurde von grösseren Bränden verschont, weshalb bis heute bedeutende Teile der Altstadt mit Holzgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten sind.


Lunch gab's im einzigen offenen Restaurant Café Alma. Das Essen war ganz o.k., wirklich toll aber war die Inneneinrichtung ...


Anschliessend sahen wir uns das Städtchen an. Nicht nur die Häuser ...



nein, auch das zur Grossen Freude unserer Buben vorbeifahrende Feuerwehrauto erschien uns irgendwie historisch.



Der Turm der Ulrika-Eleonora-Kirche aus dem Jahr 1700 neigt sich übrigens gegen Westen, um den Stürmen vom Meer her standhalten zu können.


Loris hat in Kristinestad übrigens noch einen neuen Freund gefunden. Er liebt Hunde ja wirklich über alles und ohne seinen Stoffhund "Jada" geht er ohnehin nirgends hin (wobei "Jada" im Päiväkoti "koira", also Hund heisst und Loris ganz allgemein alle Hunde "Jada" nennt).


Anschliessend ging's weiter nach Ähtäri. Zu unserer grossen Enttäuschung war das wirklich gute Hotelrestaurant zu und so landeten wir eben im ABC-Tankstellenrestaurant - finnische Provinz pur! Etwas Gutes hatte das Ganze aber noch; endlich wurden unsere Autoscheiben mal wieder geputzt.


Dann war auch schon wieder Schlafenszeit. Einzig Christian machte sich noch auf einen kleinen Abend-Foto-Spaziergang (Bild: 22:33 Uhr).

Freitag, 20. Mai 2011

Vaasa und Kvarken

Am Donnerstag morgen machten wir uns auf Richtung Westen. Wir hatten zwar ursprünglich geplant, nach Tallinn/Estland zu fahren, doch wurde uns unsere Spontaneität zum Verhängnis: alle annehm- und bezahlbaren Hotels waren bereits ausgebucht, weshalb wir kurzfristig unsere Reisepläne änderten und drei Nächte in einem Hotel in Vaasa reservierten. Auf der Hinfahrt regnete es zwar noch leicht, bereits vor unserer Ankunft aber lösten sich die Wolken auf und die nächsten Tage sollten strahlend schön werden (nicht umsonst rühmt sich Vaasa, die sonnigste Stadt Finnlands zu sein).

Die Stadt ist sehr schön am Bottnischen Meerbusen gelegen. Einige Gebäude haben sogar den Grossbrand von 1852 überlebt und ganz allgemein finden sich - für finnische Verhältnisse - noch viele schöne ältere (Holz-)Häuser in der Stadt. Dazu aber mehr an anderer Stelle.


Für uns ungewohnt war die Präsenz des Schwedischen; 25% der Einwohner sind schwedischsprachig. Nachdem wir v.a. zu Beginn unseres Finnlandaufenthalts eigentlich eigentlich immer froh waren, z.B. auf Lebensmitteln auch noch schwedische Angaben lesen zu können, mussten wir nun feststellen, dass uns all die schwedischen Namen insbesondere in der Kvarken-Region (siehe weiter unten) verwirrten. Wir konnten uns die Ortschaften überhaupt nicht merken und waren froh, z.T. auch noch die finnischen Namen zu finden.

Nachdem wir unser Zimmer im Hotel bezogen und die Spielecke eingeweiht hatten, machten wir uns zu einem kleinen "Zvieri" am Strand auf.


Die Buben wurden in Gummistiefel gesteckt und dann ging's los mit buddeln, graben und herumrennen. Nach einem kleinen Spaziergang machten wir uns dann auf Richtung Zentrum, wo wir ein gemütliches Abendessen hatten; Spielecke sei Dank.

Am Freitag wollten wir dann die nahegelegenen Schäreninseln der Kvarken (finnisch: Merenkurkku) besuchen. Der finnische Teil des Kvarken mit seinen Moränenfeldern wurde 2006 in das  UNESCO-Welterbe aufgenommen. Die Kriterien für die Aufnahme waren die schnelle Erderhebung in diesem Gebiet (jährlich nimmt die Landfläche um etwa einen Quadratkilometer zu) und die seltenen waschbrettartigen Moränen.


Um auf die Inseln zu kommen, mussten wir die Brücke nach Replot überqueren, mit ihren 1045 Metern die längste Finnlands. Die Aussicht war herrlich.


Anschliessend hatten wir uns aber erst mal um ein Picknick zu kümmern, anstonsten würde der Tag wohl ziemlich ungemütlich. Nachdem dies geschafft war, fuhren wir nach Norden nach Svedjehamn auf der Insel Björköby. Als erstes fiel Loris in eine Pfütze und musste total neu eingekleidet werden. Dann wurde unser Picknick verzehrt und schliesslich konnten wir uns dann doch noch im hübschen Fischerhafen umsehen...



Sogar dieses Saunahäuschen passte ins Bild:



Ziel war der nahegelegene Aussichtsturm, von welchem man eine phantastische Aussicht hatte.



Die Kvarken sind auch bekannt für ihre artenreiche Vogelwelt. Hier zwei Singschwäne...


ein Austernfischer (?) ...



und ein hübscher anderer Wasservogel (der für die Vogelbestimmung zuständige Biologe weilt gerade im Ausland, weshalb die genaue Bezeichnung erst in ein paar Tagen folgen kann).

Später fuhren wir noch mehr oder weniger zielgerichtet auf den Schäreninseln umher. Während Loris seinen Mittagsschlaf hielt, schaute sich der Rest der Familie die grossen Fischerboote in Klobbskat auf der Insel Brändövik an ...


oder liess sich bei der Suche nach dem perfekten Foto von aufgebrachten Seeschwalben attackieren.



Nachdem auch Loris wieder erwacht war, gab's noch ein Glacé für alle und anschliessend ein Essen im Mexikaner in Vaasa. Dann war für die Buben auch schon wieder Schlafenszeit, schliesslich steht morgen wieder viel auf dem Programm.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Frühlingsfest

Und schon wieder ein "letztes Mal": Heute fand das alljährliche Frühlingsfest (Kevätjuhla) im Päiväkoti von Jonas und Loris statt. Im Vergleich zu den letzten Jahren war das Programm zwar nicht so vielfältig, die Kinder schien es aber überhaupt nicht zu stören. Es gab einige Parcours zu absolvieren und ansonsten wurde eben gespielt wie immer ...




Zur obligaten Makkara (Wurst) kamen wir natürlich auch noch, und inzwischen scheinen wir uns wirklich ganz gut integriert zu haben in Finnland. Während wir in den letzten Jahren jeweils noch Brot mitgenommen hatten (eine Wurst ohne Brot geht doch irgendwie gar nicht...), liessen wir dies heute bleiben und eigentlich schmeckt es ja auch so ganz gut. Hier übrigens Jonas mit seinen zwei guten Freundinnen Vanessa und Enna.


 Das Mäkki-Matti Päiväkoti werden unsere zwei Buben wohl noch ziemlich vermissen. Beide fühlen sich dort inzwischen sehr wohl und freuen sich jeweils am Morgen, dorthin zu ihren "Gspähnlis" und Betreuerinnen zu gehen. Und letztere sind auch wirklich top. Unglaublich motiviert, geduldig und ganz allgemein wird den Kindern sehr viel Freiraum gelassen (wobei natürlich auch Grenzen gesetzt werden, ansonsten herrschte wohl das nackte Chaos!). Spielen steht an erster Stelle und zwei Mal pro Tag geht es nach Draussen, egal ob bei + 30 oder - 20 Grad.


Aber zurück zur Kevätjuhla: Nach den Makkaras wurde noch etwas gesungen und dann war das Ganze auch schon wieder vorbei. Für uns hiess es ab nach Hause und Koffer packen, schliesslich wollen wir morgen ja Richtung Westen für ein verlängertes Wochenende.

Samstag, 14. Mai 2011

Velotour zum Zweiten

Heute wurden wieder einmal unsere Velos hervorgeholt und dann ging's los Richtung Jyväsjärvi.


 Jonas konnte problemlos mithalten ...



vermutlich lockte das versprochen Glacé!


Am Hafen wurden dann natürlich noch die Schiffe bestaunt, die aus ihrem Winterquartier hervorgeholt und bereit für ihren ersten Einsatz sind. Der Sommer steht vor der Tür! Jonas stellte erleichtert fest, dass auf seinem Lieblingssschiff Suomen Suvi, welches jeweils die Strecke Jyväskylä - Laukaa - Suolahti zurücklegt, die Glacétruhe bereits installiert ist.


Dann war noch Zeit, um sich etwas auszutoben, bevor Loris wieder Platz im Kindersitz nehmen musste und Jonas kräftig in die Pedalen zu treten hatte, schliesslich waren beim Rückweg doch noch einige Höhenmeter zurückzulegen.



Ein schöner, eigentlich völlig unspektakulärer Ausflug.