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Samstag, 25. Juni 2011

Kuriositäten und Eigenheiten in Finnland

Ein Gastbeitrag von Jeanne Rellstab

Ich durfte nochmals zehn Tage in Finnland bei den Fischstäblis verbringen und das haben wir ganz besonders genutzt. Der Zeitpunkt der Reise war speziell gewählt, nämlich die längsten Tage im Norden!

Eine lange Reise stand uns bevor: 300 km in Richtung Osten, nach Koli in Nordkarelien, an den Pielinensee. Dort erlebte ich einige Spezialitäten von Finnland. Hier einige Beispiele:


Hügel und Felsen und von dort eine fantastische Aussicht auf den See.


  
Nacktbaden im eiskalten See und Spielen im Sand, aber nur für die Junioren!


Die Fähre von Insel zu Insel (übrigens gratis!)


Das Juhannusfeuer für das Mittsommernachtsfest. Inhalt: Abfallholz, zwei alte Pneus, ein altes halbiertes Boot. Wohl ein ziemlich stinkendes Feuer!


Auf der Rückreise konnte ich endlich den hohen Turm in Kuopio besteigen, der das letzte Mal - vor zwei Jahren - geschlossen gewesen war. Hier sah man neben der wundervollen Aussicht auf Wälder, Seen und die Stadt Kuopio auch direkt auf die sehr hohen Sprungschanzen hinunter.


Juhannus, der am am 24. Juni stattfand - übrigens immer am Freitag nach dem längsten Tag - verbrachten wir mit Mika, Monika und Noah in ihrem Mökki am See. Auf einer Fahrt mit dem Motorboot über den See erblickten wir eine besondere Rarität: Zwei Fischer auf einem Floss (eigentlich der Steg), das mit einem Aussenbordmotor versehen war.


In der Nacht erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, sassen neben einem Juhannusfeuer (diesmal aus richtigem Feuerholz und kleiner) auf dem äussersten Felsen nahe der Hütte, und aus meinem Bett konnte ich nachher die ganze Nacht den Stand der Sonne kontrollieren. Es wurde natürlich nie dunkel und das Abendrot ging direkt ins Morgenrot über!


Leider erblickten wir auf unserer ganzen Reise keinen einzigen Elch! Aber im Zoo leben jetzt auch Rentiere und die konnten wir von ganz nah bewundern!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Finnische Verkehrszeichen

Der grosse Unterschied zwischen den schweizerischen und finnischen Verkehrszeichen ist die Hintergrundfarbe, hierzulande kommt alles in gelb daher. Grund dafür ist der schneereiche Winter.


Der Klassiker unter den Schildern ist natürlich der weltbekannte Elch, und der (also der auf dem Schild) ist hier in Zentralfinnland überall anzutreffen. Schon oft haben wir uns gefragt, ob es nicht billiger gekommen wäre, wenn man die Strassenabschnitte OHNE Kollisionsgefahr mit Elchen angekündigt hätte...


Beim untenstehenden Verkehrsschild empfiehlt es sich, den Fuss vom Gas zu nehmen, denn die Fähre könnte sich ja auf der anderen Seeseite aufhalten, oder (wie meistens) gar nicht mehr in Betrieb sein.


Für uns speziell (aber anscheinend nicht exklusiv für Finnland) ist das untenstehende Zeichen. Drei Jahre lang hatten wir uns gefragt, was es denn bedeuten soll. Kein Witz, aber hier ist das Parken an geraden Tagen nicht erlaubt!


Extrem praktisch sind hingegen die Richtungsanzeigen bei den Kreuzungen. Hier wird immer die Distanz bis zur Ortschaft angegeben.

Sonntag, 1. Mai 2011

Oldtimers

Der Vappu, der 1. Mai, hat hierzulande als Tag der Arbeit nur eine geringe Bedeutung. Zwar finden in Helsinki einige Veranstaltungen der Gewerkschaften statt, aber eigentlich ist es der Tag der jetzigen und ehemaligen Studenten. Traditionellerweise macht man in Jyväskylä ein Picknick am Hausberg Harju, dazu wird (auch am Tag davor) tüchtig gebechert. Die ehemaligen Studenten tragen ihre weissen Mützen, die sie bei der Matur bekommen haben, und besuchen die Innenstadt für Konzerte und ein paar Leckerbissen. Aus temperaturtechnischen Gründen verzichteten wir auf das Picknick im Freien und luden dafür unsere Freunde MMNs (MikaMonikaNoah) zum Brunch ein. Währenddem die Eltern schlemmten, amüsierten sich die Kinder bestens (ausser sie stritten sich gerade).



Die Tradition will es auch, dass am 1. Mai in Jyväskylä hunderte von Oldtimern ihre Runden drehen.


Das durften wir natürlich nicht verpassen.


Hier...


einige...


Beispiele...


Der Wind blies so kalt aus dem Norden, dass Christian Jonas immer wieder auf eine Aufwärmrunde schicken musste.


Zum Abschluss gönnten wir uns in der Innenstadt noch eine echte und leckere deutsche Bratwurst. Endlich mal etwas Abwechslung zu den (meist guten) finnischen Spezilaitäten, die sonst hier bei Festivitäten angeboten werden.

Sonntag, 17. April 2011

Palmusunnnuntai

Der Palmsonntag (Palmusunnuntai), der Beginn der Osterwoche, bringt in Finnland einen besonderen Brauch: Die Kinder verkleiden sich als Hexen oder Kobolde, und gehen von Haus zu Haus. Dort sagen sie ein Sprüchlein auf und verteilen Palmkätzchenzweige, die farbig geschmückt sind. Zur Belohnung erhalten sie Süssigkeiten. Dieses Jahr, im Gegensatz zu vorher, hatten wir vorgesorgt und Süssigkeiten gekauft. Und siehe da, wir wurden sie sogar los.


In Finnland gibt es jedes Jahr über 15 Fahnentage. Diese sind oft nicht gleichzeitig Feiertage und berühmten Dichtern oder Politikern gewidmet. Von Sonnenaufgang bis -untergang ist dann überall die Nationalflagge gehisst. Der Palmsonntag gehört nicht zu diesen Tagen, aber trotzdem war heute Fahnentag, denn es fanden die nationalen Wahlen statt. Der Hauswart von unserem Nachbarhaus war wie immer der letzte, der es aus dem Bett schaffte...


An diesem prächtigen Sonntag wollten wir natürlich so viel Zeit wie möglich im Freien verbringen. Jonas drängte darauf, zuerst eine Runde Velofahren zu gehen. Diese Bitte konnten wir ihm nicht abschlagen.

Die Fortschritte sind unübersehbar. Hier eine kleine Demonstration.


Dann aber wurde das Fahrzeug gewechselt und es ging mit der ganzen Familie auf eine(n) Spaziergang(fahrt).



Ziel war der nahe gelegene Tuomiojärvi.


Der war trotz den frühlingshaften Temperaturen noch richtig zugefroren.


So packten halt Loris und Jonas die schweren Arbeitsgeräte aus...


und machten sich daran, dem Frühling ein wenig nachzuhelfen.


Auch wenn wir mitten im Frühling stehen und sowohl die bereits langen Tage wie auch die intensive Sonne geniessen, wird es noch ein paar Wochen dauern, bis das Eis auf den Seen ganz geschmolzen ist. Die Eisdecken in diesen Breitengeraden werden im Winter extrem dick, ausserdem bleibt wegen dem Eis die Wassertemperatur nahe am Gefrierpunkt, sodass die Sonne die ganze Arbeit alleine machen muss.

Donnerstag, 17. März 2011

Evakuierung

Kleiner Schock heute bei Christian an der Universität. Der Mattilanniemi-Campus, nur 200 m von Christian's Büro entfernt, musste am Nachmittag wegen der Gefahr eines Amoklaufs evakuiert werden. Anscheinend hatte jemand (nicht anonym) der Polizei gemeldet, dass eine Person mit einer Waffe unterwegs sei. Die Polizei durchsuchte die Gebäude stundenlang, konnte aber nichts finden und gab am Ende Nachmittags Entwarnung. Fehlalarm, zum Glück.

 

Keskisuomalainen, Zeitung von Zentralfinnland.

Das man hierzulande so schnell und intensiv auf nur den kleinsten Hinweis eines Amokslauf reagiert, hat seine Gründe. Ähnlich wie die USA und Deutschland wurde nämlich Finnland in den letzten Jahren von Amokläufen nicht verschont. Im November 2007 richtete ein Gymnasium-Schüler in der Nähe von Helsinki 8 Mitschüler und sich selbst. Im September 2008 tötete ein Schüler einer Fachhochschule im Westen Finnlands 10 Schüler mit einer Schusswaffe und beging dann Selbstmord. Am Silvester 2009 erschoss ein Mann wiederum in der Nähe von Helsinki zuerst zuhause seine Freundin, dann wahllos 4 Leute im Einkaufszentrum, in dem sie normalerweise arbeitete, und brachte sich schliesslich selbst um. Letztlich, im Sommer 2010, beendete ein Mann bei einer McDonalds-Filiale einen Streit mit 3 Unbekannten, indem er sie mit einer Schusswaffe tötete und danach mit seiner schwangeren Frau zu flüchten versuchte. Der Täter war 7 Monate vorher frühzeitig aus einer "lebenslangen" Haftstrafe wegen Mordes entlassen worden.

Über die Gründe dieser Häufung von so schweren Gewaltdelikten wurde in Finnland viel diskutiert, und natürlich kam auch die sehr liberale Gesetzgebung bezüglich Waffenbesitz stark unter die Räder. Immerhin steht Finnland, nach den USA und Jemen, beim privaten Waffenbesitz auf Rang 3 der Welt (die Schweiz folgt auf Rang 4). Grund dafür sind die vielen Jäger in der Bevölkerung. Und die haben eine so starke Lobby, dass sich wohl nichts ändern wird. Ob es etwas nützen würde, steht sowieso in den Sternen...

Montag, 6. Dezember 2010

Suomen itsenäisyyspäivä

Wer denkt, dass am finnischen Nationalfeiertag (Suomen itsenäisyyspäivä) viel los ist, der täuscht sich. Die Flaggen werden gehisst, in Helsinki findet eine Militärparade statt, und am Abend zündet jeder 2 Kerzen an und stellt sie ans Fenster, ein alter Brauch als Protest gegen die russische Unterdrückung. Denn am 6. Dezember 1917 nützte Finnland die Wirrungen des 1. Weltkrieges aus, erklärte sich unabhängig und entzog sich dadurch der jahrelangen Unterdrückung durch den grossen Bruder aus dem Osten. 

Das grösste Happening ist aber der Empfang der Staatspräsidentin, der jedes Jahr im Fernsehen gezeigt wird und den jeder Finne schaut. Fast 2000 Prominente (?) aus dem ganzen Land und aus allen Sparten sind eingeladen, und am Tag danach wird unter Familien und Freunden (und in der Presse) diskutiert, wer jetzt am besten und am schrecklichsten gekleidet war...

Das interessiert uns nicht wirklich, und so beschlossen wir, heute Schlitteln zu gehen. Zuerst mussten wir wie immer das Auto vom Schnee befreien, ...

 

aber kurz darauf war schon Action angesagt.


Loris, noch nicht ganz fit nach einer erneuten schweren Grippe, hielt es aber nicht lange aus und ging schon früh mit Christian ins nahe gelegene Kaffee.


Am Schlittelhügel trafen wir (nicht zufällig) Tobi und seine finnisch-italienische Familie. Tobi geht mit Jonas ins Päiväkoti (und sein Bruder Joona mit Loris) und ist inzwischen Jonas bester Freund geworden. Die beiden spielen dabei so wild, dass sie ab und zu getrennt werden müssen...


Nach dem Schlitteln fuhren wir noch alle zusammen zum Hesburger, der finnischen Variante von MacDonalds (nur besser) und genossen wieder einmal einen Hamburger und Pommes-Frites. Auch hier zeigte sich, dass die beiden Jungs einfach toll harmonieren.


Dabei erfuhren wir aber auch, dass Tobi und seine Familie für unbestimmte Zeit nach Italien ziehen werden und wir sie lange nicht mehr sehen würden. Schade, wir waren alle gerade richtige Freunde geworden. Und wie wir es Jonas beibringen werden, wissen wir auch noch nicht...

Mittwoch, 8. September 2010

Sisu

Sisu ist ein grosses finnisches Wort und nur schwer übersetzbar. Es steht für den Durchhaltewillen, den man früher brauchte, um im Winter in diesen Breitengraden zu überleben. Für den Kampfgeist der finnischen Eishockeynationalmannschaft, wenn sie wieder einmal versucht, die Schweden zu besiegen (und es wieder nicht schafft). Für die Unnachgiebigkeit in aussichtslosen Situationen, mit der die zahlenmässig unterlegen finnische Armee den Russen im Winterkrieg 1939/1940 trotzte. Für Kraft, Beharrlichkeit und Ausdauer. Dabei geht es nicht darum, was die anderen von einem denken, nein es geht darum, dass man diese fast unmöglichen Dinge für sich schafft.

Daneben ist Sisu ein beliebter Vorname für Knaben und...


eine einheimische Lastwagenmarke. Die Motoren stammen zwar inzwischen von Renault, aber die Lastwagen selber werden immer noch in Finnland hergestellt und v.a. im Norden von Europa verkauft. Hier sind sie allgegenwärtig und gefallen uns mit ihrem ewig altmodischem Design.

Freitag, 3. September 2010

Jopo

Im Land von Nokia und dem allgegenwärtigen Internet wundert man sich, warum die Menschen meist mit altmodischen Velos unterwegs sind. Das berühmteste Model heisst Jopo, und wurde erstmals 1965 produziert. Jopo steht für Jokaisen Polkupyörä und heisst übersetzt "Jedermann's Fahrrad". Im Jahre 1974 wurde die Produktion wieder eingestellt, dann aber 2000 wieder aufgenommen, mit unverändertem Design.


Inzwischen hat das Fahrrad Kultstatus erreicht und ist überall zu sehen. Die Finnen sind ja bekannt dafür, fast nur einheimische Produkte zu kaufen, und dies ist eines der auffälligsten Beispiele dafür.

Freitag, 30. Juli 2010

Tollkühne Männer in ihren rasenden Kisten

Es ist Ende Juli und daher in Jyväskylä - Rallyzeit. In und um unseren Wohnort herum findet eines der 13 Rally WM-Rennen statt. Es ist der einzige grosse internationale Anlass in Zentralfinnland und lockte jährlich zehntausende von Besuchern an.

Dies ist unser dritter Sommer hier. Im ersten Jahr sagten wir, dass wir sicher nie ans Rally gehen würden. Im zweiten Jahr war unsere Neugierde bereits so gross, dass wir 2 Mal den Service Park besuchten. Und im dritten Jahr? Der Zufall wollte es, dass heuer eine der Wettkampfstrecken nur unweit von Konnevesi lag und dass die dort gelegene Forschungsstation (und die ganze Region) nach einem starken Unwetter für 2 Tage keinen Strom hatte. So fuhr der temporär arbeitslos gewordene Christian ans Rally. An der Special Stage (so werden die einzelnen Rennabschnitte genannt) Sirkkamäki wollte er sich das Ganze mal genauer anschauen. Ob es wohl wirklich so langweilig ist, wie man es sich vorstellt?

Er machte sich also auf den Weg durch den Wald, um an einer geeigneten Stelle diese tollkühnen Männern in ihren rasenden Kisten zu beobachten.


Nach einer langen Stunde Warten ging es los, der Franzose und WM-Führende Sébastien Loeb brauste um die Ecke. Zu schnell für die Kamera.


Für diese sehr kurze Rennstrecke (6.45 km) benötigte der schnellste Fahrer 3 Minunten und 4 Sekunden. Dies bedeutet fast 130 km/h im Schnitt - der blanke Wahnsinn.


Der typische Rallybesucher ist männlich und sitzt auf einem selbst mitgeschleppten Klappstuhl. Er ist unsportlich, trinkt Bier und raucht eine Zigarette nach der anderen. Mückenspray benützt er partout nicht und lässt sich lieber von den Stechmücken und den besonders fiesen Kriebelmücken fressen. Er hat ein Radio dabei und hört das Rally Radio, wie alle anderen. Die ganz angefressenen Besucher schleppen Partygrill und Würste mit, andere bauen kleine Zelte auf, für den Fall, dass es regnen könnte. Kommt dann ein Auto daher geschossen, hebt er nur ein kurz den Kopf. Es sei denn, es war ein finnischer Rallyfahrer, dann klatschen ganz verhalten.


Gibt es aber einen Unfall, dann rennen und schreien alle los und wollen als erste am Ort des Geschehens sein. Glücklicherweise war dies aber bei unserer Kurve nur einmal der Fall, der Rest der Teilnehmer raste ohne Probleme durch den Wald.


Trotz den interessanten Möglichkeiten der Sozial- und Verhaltensstudien war es Christian dann irgendwann zu langweilig und zu blöd, und er machte sich auf den Weg zurück zum Parkplatz. Dabei kam er noch am Start vorbei und verblieb noch eine Weile. Hier war es ganz spannend, man sah die Autos ein wenig länger, es hatte viele Familien mit Kindern, weniger Mücken und mehr Himmel.


Das war er also gewesen, sein erster und sicher auch letzter richtiger Rallybesuch. Gewonnen hat übrigens überraschend der Finne Jari-Matti Latvalla. Der letztjährige Sieger, Mikko Hirvonen, musste bereits in der 4. Etappe aufgeben. Wer wissen will, warum, der schaue sich doch diesen kurzen Film an.

Freitag, 9. Juli 2010

Hard to digest, but good for you

Geklauter Gastbeitrag von Roman Schatz, aus seinem Buch "From Finland with love"


Russia has Siberia. The Unites States have Alaska. Europe has Finland.

When you first arrive, Finland looks like a normal, pretty, expensive little country. Well, the light and the colours are different, at least in summer. In winter there isn’t really any light. But something else is different here too. It takes you a little while to really notice what – it’s the people.

They don’t look in your eyes. They never greet strangers. They hate small talk. They never interrupt you; it’s as if they’re not listening. Say something nice about their clothes and they’ll tell you how cheap those rags really were. Smile at a passer-by and they’ll think you’re a religious fanatic, on drugs, gay, about to sell them an oriental carpet – or all of the above. You don’t believe me? See for yourself: go to a department store and spend some time in the elevator. Smile, look right into people’s faces and start chatting away. You’ll see their heart rate rise and sweat appear on their brows.

Then again – they just might invite you to their summer cottage for a sauna, which really means getting naked and royally drunk with them and their friends. With Finns is’t sometimes hard to tell whether they hate you or love you.

The secret is simple. The Finnish concept of politeness works differently than in most other countries. In most cultures it’s considered polite to communicate. In Finland it’s polite to leave people alone.

Why bother others with a little joke on a Monday morning? They’re having rough time already, just like you. Why ask your friend how his kids are? If there’s something wrong with them, he’ll tell you, he’s your friend. Why sit next to someone on an almost empty tram and start talking when everyone could travel in peace and quiet? Why surprise someone by ringing their doorbell when you can call a couple of days ahead and warn them of your intended visit? If you come from a country with a hundred million inhabitants you probably talk ten times more than the average Finn. Go easy or you’ll wear them out in no time. You’ll probably stand much too close to people. Give them about 70 centimeters and they’ll feel safe. By the way, have you ever noticed that most Finns can speak while breathing in?

There is so much wisdom in the Finnish way of life: “Life is uncertain so eat your dessert first.” They live in a hostile climate, surrounded by nothing but enemies and hardships, stricken with a language almost no other creature will ever learn… But still, they love their country. And they love to hate it. But you be careful – don’t say “Yes” when they ask you “Isn’t it awful here?” You’re supposed to fall in love with Finland.

Chances are you will. I know I did. You know, the Finns are… they are… let’s say, they are a bit different than your common or garden variety of people. They’re wholesome, if you know what I mean, a bit like their dark bread, the one with the hole in the middle. They’re hard to digest, but very good for you. And they’re eternally grateful when somebody talks about them. So let’s do just that.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Fertigschule

Neulich in der Stadt beobachtet: Express-Schulhaus-Bau in den Sommerferien. Mit Lastwagen werden die fertigen Elemente...


(vom alten Standort?) angekarrt, ...


und dann Stück für Stück zusammengesetzt.


Eindrücklich. Wandtafel, Lavabo, Heizung, Fenster und Türen sind schon installiert.