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Dienstag, 21. Dezember 2010

Der kürzeste Tag

5 Stunden und 2 Minuten dauert der heutige Tag, es ist (zusammen mit dem 22. Dezember) der kürzeste Tag im ganzen Jahr. Es ist ein wichtiger Tag, denn von nun an werden die Tage wieder länger und die Gemüter wieder fröhlicher.

Hier eine kleine Bilderserie zur Feier des Tages, der dank des tollen Wetters und des Vollmonds zum Glück nicht so dunkel war.

7:15 Blick in den Hinterhof beim Frühstück.



8:07 Loris zur Krippe gebracht, als nächstes ist Jonas dran.


8:40 Morgendämmerung bei der Kuokola-Brücke.


8:57 Auf dem Parkplatz der Uni.


10:24 Blick aus Christian's Bürofenster, inzwischen ist die Sonne aufgegangen (9:44).


12:23 Sonnenhöchststand.


13:37 Bald geht die Sonne schon wieder schlafen.


14:46 Sonnenuntergang.


15:46 In der Innenstadt.


16:14 Jonas und Loris von der Krippe abgeholt.


17:31 Der Vollmond.


0:00 Zeit ins Bett zu gehen. Temperatur: -22°C.

Sonntag, 5. Dezember 2010

St. Nikolaus

Morgen, am 6. Dezember, ist bekanntlich der finnische Nationalfeiertag. So gut integriert, dass wir den und nicht Samichlaus feiern würden, sind wir aber klar noch nicht. Und so fuhren wir dann auch bereits am 5. Dezember am Nachmittag nach Muurame (ein kleiner Ort neben Jyväskylä), wo für die Familien der deutschsprachigen Spielgruppe ein Nikolaus-Fest stattfand.


Das Ganze war wirklich sehr stimmungsvoll. Zuerst ging es mit Taschenlampen ausgerüstet in den um 16 Uhr schon stockdunklen Wald, wo uns verschiedene Trollfiguren erwarteten und die Kinder einen Zettel, auf dem sie einen Wunsch für Weihnachten notiert hatten, in einer Kiste deponieren konnten.


Danach ging's ins märchenhafte Holzhaus, wo wir uns am Kaminfeuer und mit Kaffee und Gebäck (Pipari) wieder aufwärmen konnten. Anschliessend konnten die grösseren Kinder noch mit Filz basteln, ...

bevor dann der Höhepunkt des Abends kam: Jeder hatte ein kleines Wichtelgeschenk mitgebracht, welche dann alle zusammen in einen grossen Korb gelegt wurden und woraus sich jedes Kind bedienen durfte.


Natürlich hatten die grossen Kinder die Nase vorn und Jonas ergatterte sich das zweitgrösste Geschenk (nur der 5-jährige Kalvin war noch schneller gewesen!).


Aber auch den Kleinen gefiel es. Auch wenn die "Verpackung" mal wieder spannender war, als der Inhalt.

Kurz vor der Rückfahrt tobten sich die Grossen im Schnee dann nochmals ordentlich aus.



Zuhause malte Jonas dann für den Samichlaus noch ein schönes Bild und liess von Mama ein Samichlaussprüchlein aufschreiben, wobei das Ganze dann im Kamin aufgestellt wurde. Wer weiss, vielleicht kommt der Samichlaus ja auf seinem Weg in die Schweiz kurz in Jyväskylä vorbei und hat noch einen Chlaussack übrig...

Sonntag, 14. November 2010

Männerwochenende

Auch der Rest des Männerwochenendes verlief ohne Probleme. An beiden Tagen gingen wir noch spät am Nachmittag auf den nahe gelegenen Spielplatz, und mussten feststellen, dass wir wieder in der nordischen Dunkelheit angekommen sind. Um 16 Uhr ist es bereits dunkel.


Dies minderte unsere Spiellaune aber keineswegs.


Und auch Zuhause harmonierte unser Brüderpaar exzellent. Jetzt, wo Loris riesige Fortschritte in Sachen Gehen und Kommunikation macht, wird es für die beiden auch immer einfacher.


Da haben sich zwei so richtig gerne...


auch wenn zwischendurch wieder mal die Fetzen fliegen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Valon kaupunki

Valon kaupunki - Stadt des Lichtes - nennt sich Jyväskylä. Und tatsächlich gibt sich die Stadt Mühe, aus der dunklen Winterzeit das Beste zu machen und verschiedene architektonische Objekte künstlerisch zu beleuchten. Letztes Jahr gewann Jyväskylä in Südkorea einen wichtigen internationalen Preis (city.people.light). Dieses Jahr gibt es bereits fast 50 Installationen.

Heute hatten Christian und Susanne Ausgang, gingen beim Bahnhof indisch essen und machten dann einen Spaziergang, um sich die Kunstwerke anzuschauen.



Es war eisig kalt, aber es lohnte sich. Vor allem die Kuokkala-Brücke war wie immer beeindruckend...


und in Kombination mit dem Vollmond fast schon magisch.


Via Fussgängerbrücke...


und einem Schattenkunstwerk...


ging es zurück zur kleinen Stadtkirche, die sich wie immer von ihrer besten Seite präsentierte.


Bevor wir es uns dann zwecks Aufwärmen in einer Bar gemütlich machten, gab es noch ein kleines Gruppenbild am Kompass, dem Zentrum der Stadt.

Donnerstag, 30. September 2010

20:00

Ende August hatten wir ja davon berichtet, das bei uns jeden Abend Punkt 20 Uhr eine Abendmusik (Iltasoitto) von Hausberg Harju ertönt. Heute wollten sich Jonas und Christian das Ganze mal genauer anschauen bzw. anhören, und drehten dabei ihr eigenes Filmchen von der Musik von Aulis Raitala.

 

Und natürlich genossen wir danach auch noch die Aussicht vom Turm auf die farbig beleuchtete Stadt.


Zuletzt fuhren wir noch spontan zur Kuokkola-Brücke hinunter, um uns die schöne blaue-weisse Beleuchtung anzusehen. Es war völlig windstill und perfekt für ein Foto.


Die Dunkelheit holt uns also wieder ein, und zwar in riesigen Schritten...

Sonntag, 15. November 2009

Armisvesi

Mika und Monika mit Sohn Noah, deutsch-finnische Freunde aus Jyväskylä, hatten uns diesen Sonntag zu ihrem "Sommer"haus in Armisvesi eingeladen. Nach einer 60 km langen Autofahrt empfingen sie uns irgendwo tief im Wald an einer kleinen Kreuzung, der Rest der Strecke musste zu Fuss zurückgelegt werden. Normalerweise gelangt man zum Kesämökki mit dem Schiff oder über das Eis, aber jetzt, wo der See nur stellenweise zugefroren ist, ist der 800 m lange Trampelpfad die einzige Möglichkeit.


Es war ein wunderschöner Fussmarsch durch den tief verschneiten Wald.


Die Hütte ist offiziell nur ein Saunahäuschen mit der maximal erlaubten 20 m2 Wohnfläche, dafür durfte man sie bis 15 m nahe ans Ufer platzieren. Sie verfügt weder über Strom noch fliessendes Wasser.


Mika und Monika, beides Architekten, hatten das Blockhaus selbst entworfen, und man kann sagen, dass es ihnen gelungen ist. Im Gegensatz zu den meisten Sommerhäuschen hier in Finnland hat es eine Fensterfront, die einen grossartigen Ausblick auf den See ermöglicht. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Sauna (oben links), in der man mit Seeblick schwitzen kann.


Dort angekommen, inspizierten wir die nähere Umgebung und begaben uns dann natürlich bald in die Sauna. Kaum zu glauben, aber sowohl Susanne wie auch Christian getrauten sich, zur Abkühlung splitternackt ins eiskalte Wasser zu tauchen. Und sogar Jonas besuchte für ein paar Minuten die Sauna.


Den Rest des Tages verbrachten wir mit Schwatz, Spiel und feinem Essen.


Das Platzproblem, das sich durch die gesetzlich erlaubte Maximalfläche ergibt, wird hierzulande mit diversen Tricks gelöst. In diesem Fall ist die Küche offiziell im Freien und die Betten befinden sich auf einer Galerie über dem Wohnraum. Dorthin gelangt man über eine Leiter, und natürlich hat man auch dort einen tollen Ausblick.


Es wurde immer dunkler und wir beschlossen, uns langsam auf den Heimweg zu machen. Hier realisierten wir (Anfänger), dass es wohl viel gescheiter gewesen wäre, a) eine vernünftige Taschenlampe mitzunehmen, und b) unsere Sachen noch bei Tageslicht zusammenzusuchen. Irgendwie schafften wir es aber trotzdem, und so ging es los, zurück durch den Wald, beladen mit Kindern und Gepäck. Dank Stirnlampen war das kein grosses Problem. Trotzdem war das aber ein tolles Abenteuer!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Candlelight-z'Morge

Inzwischen geht es mit der Zunahme der Dunkelheit rasant vorwärts. Jonas und Christian haben deshalb ein neues Ritual eingeführt: Währenddem sich Susanne um den Hunger von Loris kümmert, geniessen sie ihr Frühstück bei Kerzenlicht.