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Sonntag, 17. Juli 2011

Täti Barbara

Unser Mökki-Team war noch nicht ganz komplett. Gestern stiess Barbara, die Schwester von Susanne, Tante (Täti) von Jonas und Gotti von Loris, zu uns. In Kuopio wollten wir sie am Abend abholen und nutzten die Gelegenheit, unserer Lieblingstadt von Finnland ein Besuch abzustatten. Zuerst bummelten wir ein wenig durch die Stadt...


betrachteten die Monsterbaustelle auf dem Marktplatz (hier entsteht ein neues unterirdisches Parkhaus), ...


assen etwas zu Mittag und gingen auf den Markt.


Am Nachmittag unternahmen wir eine Schiffsfahrt auf dem Kallavesi. Währendem die einen die Landschaft bewunderten, ...


interessierten sich andere vor allem für die technischen Aspekte der Schifffahrt.


Die restliche Zeit vertrödelten wir am Hafen...


und machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof, um Barbara abzuholen. Die hatte die lange Reise (mit dem Flugzeug in 3 Stunden nach Helsinki und dann mit dem Zug in 5 Stunden nach Kuopio) gut überstanden.

Nun hatten alle ein feines Nachtessen verdient, und so fuhren wir die kurze Strecke zum Berg Puijo. Dort befindet sich der gleichnamige Aussichtsturm mit herrlicher Rundumsicht auf den See Kallavesi mit seinen hunderten von Inseln (unserer Meinung nach das absolute Highlight von Finnland)...


und darin ein Drehrestaurant.


Der weitere Abend verlief dann eher chaotisch, weil sich Loris wie immer nicht wirklich für das Essen interessierte, sondern lieber laut rumtrötzelte und sich auf dem Boden im Kreis drehen wollte.


Ihm sei vergeben, es war unser erstes Mal in einem Drehrestaurant und auswärts essen ohne Spielecke, aber dafür mit völlig überdrehten Kindern, ist kein Spaziergang. Jonas war immerhin beim Dessert bei der Sache.


Am Sonntag führten wir dann Barbara ins Mökki-Leben ein: Rudern, ...


auf dem Bootssteg spielen, ...


fischen...


und Sauna mit anschliessenden Schwimmen im See stand auf dem Programm.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Familiennachzug

Nach 2 Tagen trafen Kurt und Vreni, die Eltern von Susanne, bei uns im Mökki ein. Sie waren nach Kuopio geflogen und hatten sich dort ein Mietauto genommen. Nach 6 Monaten war damit die Familie Fischer wiedervereint.


Sofort wurden die beiden in Beschlag genommen...


und durften ihre wertvollen Mökkiqualitäten zeigen. Auf dem Grill sind hier übrigens echte Schweizer Kalbsbratwürste, die Vreni und Kurt extra für uns importiert hatten (zusammen mit unzähligen anderen Leckerbissen aus unserer Heimat).


Bald wurde die nähere Umgebung erkundet, hier machten wir zum Beispiel einen Spaziergang zum nahe gelegenen Bauernhof...


wo es neben Hasen und jungen Schwalben diese Hochlandrinder zu bewundern gab.


Natürlich nahmen wir auch beide auf unsere Ruderausflüge auf den See mit.


Zwar fiel nie jemand vom Boot, aber nass wurden wir trotzdem ab und zu.


Daneben war aber vor allem Erholung angesagt. Mal mit herrlichem Blick auf den Onkivesi...


dann mit den sehr aktiven und neugierigen Jonas und Loris.

Samstag, 25. Juni 2011

Kuriositäten und Eigenheiten in Finnland

Ein Gastbeitrag von Jeanne Rellstab

Ich durfte nochmals zehn Tage in Finnland bei den Fischstäblis verbringen und das haben wir ganz besonders genutzt. Der Zeitpunkt der Reise war speziell gewählt, nämlich die längsten Tage im Norden!

Eine lange Reise stand uns bevor: 300 km in Richtung Osten, nach Koli in Nordkarelien, an den Pielinensee. Dort erlebte ich einige Spezialitäten von Finnland. Hier einige Beispiele:


Hügel und Felsen und von dort eine fantastische Aussicht auf den See.


  
Nacktbaden im eiskalten See und Spielen im Sand, aber nur für die Junioren!


Die Fähre von Insel zu Insel (übrigens gratis!)


Das Juhannusfeuer für das Mittsommernachtsfest. Inhalt: Abfallholz, zwei alte Pneus, ein altes halbiertes Boot. Wohl ein ziemlich stinkendes Feuer!


Auf der Rückreise konnte ich endlich den hohen Turm in Kuopio besteigen, der das letzte Mal - vor zwei Jahren - geschlossen gewesen war. Hier sah man neben der wundervollen Aussicht auf Wälder, Seen und die Stadt Kuopio auch direkt auf die sehr hohen Sprungschanzen hinunter.


Juhannus, der am am 24. Juni stattfand - übrigens immer am Freitag nach dem längsten Tag - verbrachten wir mit Mika, Monika und Noah in ihrem Mökki am See. Auf einer Fahrt mit dem Motorboot über den See erblickten wir eine besondere Rarität: Zwei Fischer auf einem Floss (eigentlich der Steg), das mit einem Aussenbordmotor versehen war.


In der Nacht erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, sassen neben einem Juhannusfeuer (diesmal aus richtigem Feuerholz und kleiner) auf dem äussersten Felsen nahe der Hütte, und aus meinem Bett konnte ich nachher die ganze Nacht den Stand der Sonne kontrollieren. Es wurde natürlich nie dunkel und das Abendrot ging direkt ins Morgenrot über!


Leider erblickten wir auf unserer ganzen Reise keinen einzigen Elch! Aber im Zoo leben jetzt auch Rentiere und die konnten wir von ganz nah bewundern!

Montag, 20. Juni 2011

Volles Programm

Unser Besuch kam nicht mit leeren Händen, sondern brachte Schweizer Leckereien, Lektüre und Geschenke für die Kinder mit. Jonas kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, und der Gabentisch ist nicht mal vollständig.

 

Wer nun denkt, dass man als Grossmutter ruhige und erholsame Ferien machen kann, der täuscht sich. Denn unsere Jungs, insbesondere Jonas, nahmen sie sofort in Beschlag. Für uns sind dies jeweils die schönsten Zeiten, weil wir uns plötzlich viel weniger mit den Kindern abgeben "müssen". Und so war immer Programm angesagt. Grossmami-Ferien, dass hiess...

Unzählige Bücher anschauen...



Den Markt besuchen...


Stadtspaziergänge...


Freunde im Mökki besuchen, gut essen, plaudern, ...


 und die Kinder die wunderschöne Umgebung geniessen lassen...


Flugzeuge steuern...


Lustige Spiegel bestaunen...


und natürlich Baustellen...


 und Traktoren anschauen.


Loris, immer noch geschwächt von seiner Krankheit, brauchte mehr Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, doch nach ein paar Tagen war auch bei ihm das Eis geschmolzen.

Freitag, 17. Juni 2011

S'Grossmami Jeanne isch glandet!

Inzwischen kennen wir die Region um die Stadt in- und auswendig, und so wissen wir auch, wo man am besten die landenden Flugzeuge beobachten kann. Und weil nur etwa alle 3 Stunden ein grösseres Flugzeug landet, weiss man auch, um welchen Flug es sich jeweils handelt. Heute gingen wir Christian's Mutter Jeanne, die für 10 Tage zu uns die Ferien kommt, am Flughafen abholen. Da konnten wir es nicht lassen, diesen Film von der Landung des Flugzeugs mit ihr zu filmen.

Mittwoch, 2. März 2011

Doping

Heute war der letzte Tag von Barbara und Valentin in Jyväskylä. Morgen werden sie nach Helsinki reisen und dort das Flugzeug Richtung Schweiz nehmen. Leider hatte sich an der unglücklichen Situation nichts geändert, Valentin ging es zwar nicht mehr so schlecht wie Anfangs Woche, hatte aber immer noch Fieber. Christian blieb am Morgen bei ihm und der Rest der Truppe machte sich auf zu einem Spaziergang am tief verschneiten Tuomiojärvi.


Ganz nahe beim kleinen Strand, wo wir im Sommer häufig baden gehen, gibt es einen ziemlich rasanten Schlittelhang.


Auf dem Heimweg war eigentlich noch ein Besuch des "Möwen-Spielplatzes" geplant gewesen, aber von dem war wegen des vielen Schnees nicht mehr viel zu sehen,  die Möwen-Skulpturen konnten kaum noch atmen.



  

Schon die ganze Woche hatte Valentin den Wunsch gehabt, das Flugzeug-Museum in Tikkakoski (20 km nördlich von Jyväskylä) zu besuchen. Leider ging das wegen des Fiebers nicht. Weil heute aber der letzte Ferientag war, beschloss Barbara, ihn mit einem fiebersenkenden Mittel zu dopen, damit er trotzdem noch etwas unternehmen konnte. Und so genossen die Zeit im fast menschenleeren Museum.


Kräftemässig war das Ganze für Valentin auch kein Problem, schliesslich gab es da diesen tollen Kinderwagen in Form eines Pilotensessels.


Endlich konnte Jonas seine grossen Cousin und Freund, denn er schon lange anhimmelt, ...


... noch ein wenig geniessen.
 

Auf die Frage, ob sehr frustriert sei wegen seiner Grippe, die er leider genau in den Finnland-Ferien ertragen musste, meinte Valentin, das Wichtigste sei gewesen, dass er seinen Götti besuchen konnte. Und so erlebten wir das auch. Auch wenn wegen des Fiebers nicht viel drin lag in dieser Woche, genossen wir unseren Besuch in der sonst einsamen Winterzeit vollen Zügen. Gute Heimreise!