Donnerstag, 29. April 2010

Lakko

Alles beim Alten hier in Finnland: Irgendjemand ist immer am streiken. Die Gewerkschaften haben viel Macht, und sie erreichen häufig auch, was sie wollen. Ein Streik (Lakko) muss 3 Wochen vorher angekündigt werden, sonst gilt er als illegal. Nach den Piloten, Busfahrern, Hafenpersonal und Gepäckpersonal beim Flughafen (illegal) waren letzte Woche die Mitarbeiter der Lebensmittelproduktion an der Reihe. So sah dann heute die Fleischabteilung in Supermarkt aus:


Inzwischen sind die Arbeitnehmer aber zum Arbeitsplatz zurückgekehrt, und die Regale sollten bald wieder voll sein. Sogar an der Uni bei Christian war für März ein Streik geplant, der jedoch dann doch nicht durchgeführt wurde, weil sich die beiden Parteien schon vorher einigten.

Im Moment findet bereits der nächste (illegale) Streik statt: Die Busfahrer in Helsinki haben ihre Arbeit niedergelegt, und das genau zu der Zeit, wo ein Unfall an einem Nadelöhr fast das ganze Eisenbahnnetz für mehrere Tage zum Erliegen gebracht hatte.

Mittwoch, 28. April 2010

MiniMicro

Das einzige Spielzeug, das Jonas am Dienstag Abend nicht anfasste, war sein geliebtes Trottinett, auf neudeutsch MiniMicro. "Nai, nanig" sagte er entschieden, als wir ihn aufforderten, in der Wohnung eine Runde zu drehen. Den ganzen Winter über hatten wir ihm erzählt, dass er dann im Frühling draussen fahren darf. Heute war es dann soweit, er durfte erst mit Susanne am Nachmittag und mit Christian nach dem Nachtessen seine ersten richtigen Fahrten unternehmen. Manchmal war zwar das Interesse an anderen Objekten mit Rädern noch grösser, ...


aber bald flitzte er durch die Strassen von Jyväskylä.



Nach 20 Minuten war dann aber Schluss. Morgen geht der Alltag wieder los, Jonas geht wieder ins Päiväkoti und damit heute früh ins Bett. Endstation, alle absteigen.

Dienstag, 27. April 2010

Wir fliegen

Heute klappte es dann mit unserer Reise über Helsinki nach Jyväskylä, der Vulkan hatte sich gnädig gezeigt. Mit 69 kg Gepäck machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Zürich. Der Abschied war zwar nicht einfach, aber trotzdem freuten wir uns auf unser Zuhause und unseren Alltag. Einmal mehr hatten wir eine wunderschöne Zeit in der Schweiz und am Comersee gehabt, auch wenn wir nicht alle Freunde besuchen konnten, die wir eigentlich wollten.


Die beiden Flüge verliefen völlig problemlos, es gab diesmal keine Verzögerungen und unsere 2 Jungs zeigten sich von ihrer besten Seite, insbesondere Jonas, der das Ganze mit einer stoischen Ruhe und viel Geduld über sich ergehen liess.


Weil der der Himmel über Helsinki für einmal nur teilweise bewölkt war, konnten wir die Schären von oben bewundern.


Und das erste Mal überhaupt sahen wir auch Jyväskylä von oben, bis jetzt waren wir immer bei Dunkelheit oder Nebel gestartet oder gelandet. Wie man sehen kann, ist der Schnee weg, die Seen allerdings sind noch teilweise zugefroren, wie das Beispiel des Päijänne (unten) zeigt. Der Jyväsjärvi hingegen (unter der Flügelspitze), unser Stadtsee, ist zum grössten Teil frei von Eis. Wir wohnen übrigens ziemlich genau unter letzten "Rundung" der Flügelspitze.


Auch am kleinen Flughafen von Jyväskylä war Jonas noch immer ganz aus dem Häuschen vor lauter Flughäfen, Flugzeugen und Gepäckwägelchen. Auch Loris war vergnügt, anscheinend schien er zu spüren, dass das Ganze nun vorbei war, für ihn sind die 3.5 Stunden still sitzen sicher am mühsamsten.


Unser Auto stand immer noch auf dem Parkplatz des Flughafens, so fuhren wir zu unserer Wohnung, die nach einer Viertelstunde schon wieder einem Schlachtfeld glich...

Donnerstag, 22. April 2010

Eyjafjallajökull

Eigentlich wollten wir ja heute nach Hause reisen, aber "der Vulkan", wie ihn alle nennen, machte uns einen Strich durch die Rechnung.

www.tagi.ch

Zwar wird bereits wieder fast überall in Europa geflogen, aber eben, leider nur fast. Bis gestern war der Luftraum Finnlands ganz geschlossen, erst seit heute wird das Land wieder nach und nach angeflogen. Für unseren Flug hat es leider nicht mehr gerreicht, er war der letzte annullierte Flug von Zürich nach Helsinki. Auf der Karte unten sieht man, wo sich die verschiedenen Aschwolken heute Morgen befanden.

(Simulation des Volcanic Ash Advisory Centres (VAAC), London)

Somit liessen wir unseren Flug verschieben, nächster Termin: Dienstag, 27. April.