Das renommierte amerikanische Wochenmagazin Newsweek publizierte diese Woche eine Rangliste der besten Länder der Welt. Hauptkriterien waren Bildung, Gesundheit, Lebensqualität, wirtschaftliche Dynamik und politisches Umfeld. Das beste Land ist - Finnland. An zweiter Stelle folgt - die Schweiz.
Gepunktet hat Finnland vor allem bei der Bildung und der Lebensqualität, währenddem es bei der Gesundheit eher schlecht abschnitt. Die Schweiz hingegen war sowohl bei der Gesundheit wie auch bei der Lebensqualität ganz weit oben zu finden.
Die Resultate der "Studie" wurden hier in den Medien als Sensation gefeiert. Die Menschen hingegen halten sich, wie immer, zurück. Gegen aussen ist man skeptisch und erwähnt 100 Gründe, warum Finnland doch nicht so toll ist (Alkohol, Klima, häusliche Gewalt, Amokläufe, ...), im Innersten ist man aber extrem stolz. Ein Sprichwort sagt ja: "In Finnland geboren zu werden, ist ein Lottogewinn". Endlich wurde dies bestätigt.
Einen Hacken hat die ganze Sache aber: Finnische Journalisten rechneten nach und fanden heraus, dass die Durschnittswerte (und damit das Endresultat) der beiden Länder vertauscht worden waren. Newsweek reagierte umgehend und änderte - wohl, um nicht das Gesicht zu verlieren - nachträglich die Punktzahl bei der Bildung so, dass Finnland wieder die Nase vorne hatte. Das ursprüngliche Maximum (100, wie bei allen anderen Kategorien) wurde einfach auf 102 (!) gesetzt. Wie auch immer, anscheinend sind wir ins richtige Land ausgewandert.


