Dienstag, 28. Dezember 2010

Kolmekymmentäseitsemään

Und gleich noch ein aufregender Tag - heute vor 37 (kolmekymmentäseitsemään) Jahren wurde Susanne geboren, und dies musste natürlich gebührend gefeiert werden. Währenddem sie ausschlafen durfte, bereiteten die Männer den Frühstückstisch und Geschenke vor.


Auch in dieser Nacht hatte es wieder tüchtig geschneit, dieser fantastische Winter hat es wirklich in sich.  Und so mussten wir zuerst das Auto und den Parkplatz vom Schnee befreien...


bevor wir im nahe gelegenen Bad von Laajavuori baden gingen.


Dies hatte sich Susanne zum Geburtstag gewünscht und war natürlich im Sinne der ganzen Familie, denn hier konnten die Jungs im seichten Wasser planschen und die Erwachsenen sich in der Sauna oder im Dampfbad erholen.


Am Nachmittag gab es einen Geburtstagskuchen mit exakt 37 Kerzen. Und Susanne schaffte das Unglaubliche und blies sie in einem Zuge aus. Das wiederum produzierte so viel Rauch, dass der Feueralarm los ging...


Und natürlich beschlossen wir den wunderschönen Tag mit einem Nachtessen im Restaurant. Auf dem Weg gab es genug Schnee für unseren Bergsteiger.


Das Essen war richtig lecker...


und der Abend mit unseren 2 Lausbuben erstaunlich gemütlich.

Montag, 27. Dezember 2010

Winterliches Tampere

Loris und Jonas haben diese Woche Ferien, im Gegensatz zu Susanne und Christian, die sich die Arbeitswoche aufteilen. Heute war die Reihe an Susanne, und weil sie zuhause arbeitet, mussten sich die Männer etwas einfallen lassen, damit sie ihre Ruhe hatte.

Und so bestiegen wir am Morgen den Zug Richtung Westen und machten einen kleinen Tagesausflug nach Tampere.



Als Erstes gingen wir einkaufen, denn schliesslich ist morgen Susanne's Geburtstag und wir hatten wegen Weihnachten noch keine Zeit gehabt, um ihr ein Geschenk zu besorgen. Dann gab es ein schnelles und einfaches, wenn auch nicht sehr gesundes Mittagessen.


Am Nachmittag stand der Vergnügungspark Särkänniemi auf dem Programm. Die Bahnen sind zwar im Winter geschlossen, aber der Aussichtsturm, das Aquarium und die Delfinshow nicht.


Die Delphinshow verpasste Loris, weil er zur gleichen Zeit im Kinderwagen friedlich seinen Mittagsschlaf abhielt.


Danach fuhren wir mit dem Lift zur Aussichtsplattform des Turmes Näsinneula, dem mit 168 m höchsten Turm von Skandinavien. Und die Aussicht war wirklich eindrücklich, und der riesige See Näsijärvi war für einmal nicht in blau, sondern in weiss zu bewundern. So sieht es also aus in der finnischen Seenplatte im Winter!


Auch der Vergnügungspark war kaum wiederzuerkennen.


Und natürlich mussten wir auch ein richtiges "Hey Mama"-Photo machen.


Inzwischen war Loris wieder aufgewacht, und wir machten uns auf den Weg zum Aquarium, wo die Jungs noch einmal Vollgas gaben, herumrannten und den stillen Finnen zeigten, wie laut Ausländer sein können...


Jetzt waren sie in Hochform und  kaum mehr vom Gelände wegzubringen. (Die Kleider, die Jonas und Loris hier tragen, sind übrigens nicht der letzte modische Schrei in Finnland, sondern ein Innenanzug zwischen normalen Kleidern und Skianzug, um gegen die tiefen Temperaturen im Freien gewappnet zu sein. Sehr warm und anscheinend ganz bequem.)


Trotzdem, irgendwie schaffte es Christian, die beiden wieder einzufangen und anzuziehen, und so ging es zurück ins Stadtzentrum. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang...


und fanden doch tatsächlich noch ein Gewässer, das nicht zugefroren ist. Dies ist aber zu dieser Jahreszeit nur bei fliessendem Wasser möglich. Im Norden und Süden von Tampere befinden sich zwei Seen mit einem Niveauunterschied von 18 m, die durch diesen Fluss verbunden sind.


Dann spazierten wir zu Bahnhof und nahmen den Pendolino zurück nach Jyväskylä. Der gelungene Männerausflug war leider schon zu Ende.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Schlittschuhlaufen

Der Dezember war punkto Schlaf ein harter Monat gewesen. Zwar war Loris im Gegensatz zum Vormonat nie krank, aber dafür stand Jonas jeden Morgen extrem früh auf, weil er ja unbedingt zu seinem Adventskalender musste. Alle Versuche von uns, dies ein wenig später durchzuführen, misslangen. Wer jetzt denkt, dass wir nach der Aufregung von Vorweihnachtszeit und Weihnachten wieder länger schlafen können, der liegt falsch. Denn jetzt können es die beiden Jungs am Morgen früh nicht mehr erwarten, mit ihren neuen Geschenken zu spielen.


Und so spielten sie heute, bis es hell wurde, ...


aber dann ging es los mit dem Erwachsenenprogramm: Schlittschuhlaufen auf dem Stadtsee Jyväsjärvi. Hier wurde, wie jedes Jahr, eine 2.5 km lange Rundstrecke präpariert (leider hatten wir unsere Kamera vergessen, daher wurdendie folgenden Bilder mit der Handy-Kamera gemacht und deshalb von minderwertiger Qualität).


Und weil unsere zwei Knaben noch nicht selbst Schlittschuh laufen können, verfrachteten wir Loris in den Kinderwagen...


und Jonas in den Bob, und machten uns auf den Weg.


Das funktionierte eigentlich recht gut, und keiner der beiden beklagte sich. Es war heute wärmer geworden (-10°C), aber leider wehte ein starker Wind. Dies kümmerte uns zwar in der ersten Streckenhälfte nicht gross, aber der Weg zurück gegen den eisigen Gegenwind war wirklich ein Kampf.

Nach diesem eisigen Erlebnis hatten wir eine Belohnung verdient. Wir gingen in den nahe gelegenen Videoshop und liehen uns die "Cars" DVD aus. Währenddem Susanne einen Mittagsschlaf machte, genossen die Männer den Film.

Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnachten zum zweiten

Der Weihnachtstag verlief ähnlich entspannt wie Heiliger Abend. Nach dem Austoben draussen ...


Mittagsschlaf halten (diesmal klappte es sogar bei Jonas) und der Vorbereitung des Abends kamen unsere Freunde Monika, Mika und Noah zur Weihnachtsfeier zu uns. Während die Erwachsenen vor allem das leckere Essen genossen, zerrten die Buben fast sämtliches Spielzeug hervor und unterhielten sich dabei wie immer köstlich.


Im späteren Verlauf des Abends wurde das Spiel dann etwas ruhiger, irgendwann geht auch 3- resp. 4-jährigen Jungs die Energie aus!


Die Unterhaltung mit Noah und Mika findet zwischenzeitlich übrigens zu 100% auf Finnisch statt, wobei Jonas dann zuweilen auch mit uns kein Schweizerdeutsch mehr spricht. Auch mit seinem kleinen Bruder Loris unterhält er sich beim Spielen immer mal wieder auf Finnisch. Finnisch ist für ihn wohl so zu einer Art Spielsprache geworden. Die Kommunikation zwischen Mika und Loris ... 


verläuft aber noch grösstenteils nonverbal (zumindest von Seiten von Loris).

Und so liessen wir den Abend gemütlich ausklingen. Weihnachten für einmal nicht in der heimatlichen Schweiz zu verbringen, war auch sehr schön gewesen!

Freitag, 24. Dezember 2010

Joulu

Die Adventskalender sind leer, der Baum geschmückt, Heiligabend kann kommen. Seit Tagen war Jonas nur noch in der Wohnung herumgeflitzt und steckte damit auch seinen kleinen Bruder an, der ja eigentlich nicht weiss, um was es wirklich geht.

Wir hatten uns trotzdem vorgenommen, einen ruhigen und entspannten Tag zu haben, und dies gelang uns ganz gut. Am Morgen machten wir uns bei -23°C auf zum Spielplatz und genossen den schönen Wintertag.
 

Nach einem kleinen Mittagessen war Mittagsschlaf angesagt. Jonas war allerdings zu aufgeregt und konnte nicht einschlafen. Irgendwann erlösten wir ihn und holten ihn zu uns.

Und was macht der Finne an Weihnachten? Richtig, er geht erst mal in die Sauna, wie immer, und so taten wir das auch, zumindest die Männer.


Inzwischen ist es zur Tradition geworden, nach der Sauna auch noch kurz an die frische Luft zu gehen, und heute sollten uns auch -24°C nicht davon abhalten. Der Fotograf dampft so fest, dass man Jonas kaum noch sehen kann.


Nach der Sauna ging es weiter mit einem kleinen Apéro, bei dem Loris die Guacamole fast im Alleingang aufass.

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Und nach der Weihnachtsgeschichte und vielen Liedern...

 

 gab es kein Halten mehr, es ging den Geschenken an den Kragen.

 

Loris liess sich dadurch nicht gross beeindrucken, aber schnappte sich in einem unbeobachteten Moment sein grosses Schokoladeherz, dass er bekommen hatte, packte es aus und verspeiste es friedlich. Spätestens jetzt war klar, dass mit ihm beim Essen nicht mehr zu rechnen war.

 

Den Rest des Abends verbrachten wir mit dem Ausprobieren der neuen Geschenke...,


  essen, Weihnachtslieder hören und Bücher anschauen.


Die Stimmung war wirklich toll und wir waren auch mächtig stolz auf unseren ersten richtigen Christbaum in unserer jungen Familie.


Richtiger Christbaum? Fast. Ganz finnisch hatten wir keine echten Kerzen am Baum angebracht, sondern elektrische. Hier kann man schon seit Jahren fast keine richtigen Kerzen mehr kaufen. Wegen der Kombination von Feuer, Alkohol und Holzhäusern gab es in Finnland einfach zu viele Brände, so dass die Regierung von der Benutzung von Wachskerzen abrät und die Läden fast nur elektrische Varianten verkaufen. Uns war es recht, eine Sorge weniger, und nach ein paar Minuten hatten wir uns bereits daran gewöhnt.

 

Ganz kerzenfrei war der Abend aber nicht, schliesslich wimmelt es ja sonst davon in unserer Wohnung.


Am späteren Abend brachten wir die Kinder zu Bett und genossen den Rest des Abends in romantischer Zweisamkeit.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Ein neuer Rekord / Weihnachtsvorbereitungen

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Weihnachtsvorbereitungen. Und er begann denkwürdig. Als wir uns zum Einkaufen aufmachten, zeigte das Thermometer -27°C an. Das war neuer Rekord für alle von uns, der bisherige von -25°C stammte aus dem Januar dieses Jahres.


Jonas schien das nicht gross zu kümmern, er übte sich im Bergsteigen auf dem Hinterhof, währenddem Christian die Autoscheiben freikratzte. Eigentlich erstaunlich, diese Kälte ist ganz einfach zu ertragen. Einerseits ist es hier bei diesen Temperaturen extrem trocken, andererseits weiss man ja schon vorher, wie kalt es draussen sein wird, und man kleidet sich entsprechend. Jonas zum Beispiel hat hier 3 warme Schichten an. 


Dann fuhren wir in unserem Peugeot, der auch bei dieser Kälte einwandfrei funktioniert, zum Einkaufen. Im Parkhaus von Sokos war es -14°C. Wir hatten punkto Einkaufsstress ja das Schlimmste erwartet, aber die Zustände im Laden waren dann gar nicht so schlimm. Nur beim Fisch hätten wir 150 Nummern abwarten müssen, und ihn deshalb abgepackt gekauft.


Am Nachmittag stand dann Christbaumschmücken auf dem Programm. Freunde hatten uns freundlicherweise ihren Christbaumschmuck ausgeliehen, da dies wohl unsere letzten Weihnachten in Finnland sind.


Und natürlich beteiligte sich die ganze Familie daran, d.h. fast, denn jemand muss es ja auch dokumentieren.


Das Endresultat lässt sich sehen - Weihnachten kann jetzt kommen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Tanssia

Seit Jonas bei seinem Weihnachtsfest im Päiväkoti ein Tanz aufführte, wird bei uns viel getanzt. In diesem kleinen Film zeigen Jonas und Loris, was sie können.


Das Lied, "Tonttujen Jouluyö" (Weihnachtsnacht der Wichtelmännchen), ist zu unserem Weihnachsthit Nr. 1 geworden. Hier könnt ihr es euch anhören, einfach wunderschön.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Der kürzeste Tag

5 Stunden und 2 Minuten dauert der heutige Tag, es ist (zusammen mit dem 22. Dezember) der kürzeste Tag im ganzen Jahr. Es ist ein wichtiger Tag, denn von nun an werden die Tage wieder länger und die Gemüter wieder fröhlicher.

Hier eine kleine Bilderserie zur Feier des Tages, der dank des tollen Wetters und des Vollmonds zum Glück nicht so dunkel war.

7:15 Blick in den Hinterhof beim Frühstück.



8:07 Loris zur Krippe gebracht, als nächstes ist Jonas dran.


8:40 Morgendämmerung bei der Kuokola-Brücke.


8:57 Auf dem Parkplatz der Uni.


10:24 Blick aus Christian's Bürofenster, inzwischen ist die Sonne aufgegangen (9:44).


12:23 Sonnenhöchststand.


13:37 Bald geht die Sonne schon wieder schlafen.


14:46 Sonnenuntergang.


15:46 In der Innenstadt.


16:14 Jonas und Loris von der Krippe abgeholt.


17:31 Der Vollmond.


0:00 Zeit ins Bett zu gehen. Temperatur: -22°C.