Freitag, 31. Oktober 2008
JYP
Dienstag, 28. Oktober 2008
Spikes
Sonntag, 26. Oktober 2008
Sunnuntai
Samstag, 25. Oktober 2008
Kone agria - Hauptsache Traktoren und Bagger
Frühmorgens machten sich also Jonas und Christian auf den Weg (Susanne musste arbeiten). Der Eintritt war gratis für "foreign visitors" - warum auch immer. Das Publikum war vorwiegend männlich und vereinte alle Altersklassen von Säugling bis Grossvater. So tat Christian das, was alle finnischen Väter auch taten: Er liess Jonas (auch wenn er am Anfang nicht so richtig wollte) auf den Maschinen herumturnen und fotografierte ihn stolz dabei. Die Anzahl Besucher, die wirklich Bauern sind (und damit potentielle Kunden der Aussteller), muss vernichtend klein gewesen sein.
Und es hatte alles, was ein kleiner Junge braucht, das reinste Paradies.
Grosse Traktoren...
Kleine Traktoren...
Miniatur-Traktoren...
Bagger...
Spielzeugtraktoren...
Nach und nach fand Jonas riesigen Gefallen am Ganzen und es wurde immer schwieriger, ihn von den Fahrzeugen zu trennen. Bei einer kleinen Pause mit Kaffe und Gebäck ass er seine Pulla nicht mal fertig. Er kletterte vom Stuhl, lief davon, drehte sich nochmals zu seinem Papa um und sagte: "Traktor aaluege".
Dann verbrachten wir noch eine Stunde auf dem Spielplatz, ehe wir nach Hause gingen, um Susanne von allem zu erzählen. Jonas aber liessen die Traktoren nicht mehr los, sein Traktorenkatalog mit 80 verschiedenen Modellen ist seither seine neue Lieblingslektüre in allen Situationen.
Am Abend kamen die Meiers auf Besuch - und siehe da, nicht nur Fahrzeuge, auch Mädchen scheinen interessant zu sein. Wir waren erleichtert und genossen den schönen und wilden Abend mit den Kindern.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Jumppalaulu
Montag, 20. Oktober 2008
Frustguetztli
Samstag, 18. Oktober 2008
Ein kleiner Samstagnachmittagsausflug
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Pyhä Häkki
Montag, 13. Oktober 2008
Richtung Nordosten
Freitag, 10. Oktober 2008
Tampere
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Gül
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Valo on Jyväskylässä
Fussgängerbrücke beim Bahnhof zur...
Werner ja Jeanne kansallispuistossa
In Finnland gibt es zahlreiche Nationalpärke (Kansallispuisto) – je nach Quelle zwischen 30 und 35 an der Zahl – die grössten davon im Norden oder Nordosten des Landes. Sie sind jedermann zugänglich und zumindest in Teilen durch markierte, Wanderwege, Feuerstellen und Wildmarkhütten erschlossen (Quelle: Baedeker-Reiseführer Finnland).
Leivonmäki und Pyhä-Häkki sind zwei der zahlreichen Nationalpärke, die wir gestern und heute besucht und erwandert haben. Leivonmäki ist nur etwa 35 km südlich, Pyhä-Häkki etwa 65 km nördlich von Jyväskylä entfernt.
7. Oktober
Nach zwei gemischt grau-blauen Tagen stehen sowohl die Wetterprognose wie auch das reale Wetter auf wolkenlos und schön. Christian hat vorgeschlagen, im benachbarten Nationalpark Leivonmäki den Tag zu verbringen. In weniger als einer Stunde erreichen wir den Infopunkt Selänpohja, wo die verschieden langen Routen starten. Der Park ist der jüngste aller Pärke in Finnland. Er wurde erst 2003 offiziell eröffnet, 27 Jahre nach den ersten Bemühungen solch ein Projekt zu realisieren.
Wir – Christian, Jeanne und Werner (die bedauernswerte Susanne muss arbeiten) – wählen die blau markierte Route ans Ende der Landzunge Joutsniemi. Der Weg führt durch lichte Wälder mit Tannen und zurzeit leuchtend gelben Birken.
Immer wieder tauchen auch kleinere Weiher auf – ein absolut einmaliger Anblick – kaum beschreibbar – und mit unseren schweizerischen Massstäben nicht zu messen. Allenfalls kann der kanadische „Indian Summer“ noch am besten mithalten.
Auf beiden Seiten der Landzunge erstreckt sich das Rutajärvi (Rutasee) – heute mit wilden Wellen. Es geht ein starker, etwa 5 Grad kalter Wind, der durch alle Kleider dringt und uns das Schwitzen abgewöhnt. Nach 4.5 km, am Ende der Landzunge heisst es umkehren um das wohlverdiente Picknick verschlingen. Hier scheitert auch der 2. Versuch Werners, einen leckeren lokalen „Sauren Most“ – so nach Thurgauerart – zu schlucken. Der gestrige hatte einen starken Hang zu synthetischem Johannisbeeraroma und der heutige ist süss wie ein Kinderdessert. Zurück wählen wir denselben Weg. Es gibt zwar eine alternative Route durch den Sumpf, diese wollen wir aber Werners lädiertem Meniskus-Knie nicht zumuten.
In einem idyllisch gelegenen Café beenden wir den wundervollen Tag mit einem finnischen Filterkaffee und in Ermangelung von Jonas Anwesenheit ohne Pulla (Hefegebäck).
8. Oktober
Nach dieser guten Erfahrung von gestern wagen wir (Jeanne & Werner) uns ganz alleine mit dem goldenen Renault der Fischstäblis, trotz angedrohter Bären und Rentiere, in den 13 km2 grossen Pyhä-Häkki-Nationalpark. Dieser liegt an der Strasse 6510 von Saarijärvi nach Kannonkoski. Diejenigen, die unseren Ausflug nachahmen wollen, seien gewarnt. Vom Süden her ist diese Strasse sehr schlecht zu finden. Man muss wirklich von der Hauptstrasse weg in das Dorfzentrum von Saarijärvi hineinfahren und den Wegweiser nach Kannonkoski finden. Einen direkten Hinweis auf Pyhä-Häkki haben wir nicht gesehen oder übersehen. Nach einer halben Stunde des Umherirrens werden wir aber trotzdem fündig. Die Strasse führt mitten durch den Park. Nach ca. 22 km finden wir links das unbemannte Infozentrum, wo alle gut bezeichneten und farblich markierten Wege und Rundwege starten. Wir wählen die „Königsroute“, den 6.5 km langen Kotaneva, für den eine Wanderzeit von 2.5 Stunden prognostiziert ist. Kinderspiel denken wir, 6.5 km macht man locker in 1.5 Stunden. Allerdings haben wir nicht mit den übermässig zahlreichen Wurzeln, Steinen und schmalen Stegen gerechnet, sodass es am Ende wirklich zu dieser Schneckentempowanderzeit kommt.
Nach dem aufliegenden Prospekt zählt Pyhä-Häkki zu den Pärken mit den bedeutendsten Altwaldvorkommen mit bis zu 500 Jahre alten Bäumen. Prägend für seine Landschaft ist ein ständiger Wechsel von Wäldern, Mooren und kleinen Teichen. Offensichtlich ist man stolz auf die alten Föhren: es gibt da einen neuen und einen alten „iso puu“, also einen alten und einen neuen „grossen Baum“. Für uns Tösstaler sind die gefundenen zwei „grossen Bäume“ aber eher Spränzel. Die hundertjährigen Tannen am Tössstock sind um einiges dicker und grösser als ihre Verwandten hier. Offensichtlich ist das nördliche Klima für ein kräftiges Wachstum bremsend. Dies bestätigt die abgesägte Scheibe eines gestorbenen Baumes im Infozentrum: der 310 Jahre alte Baum bringt es nicht einmal auf einen Radius von 30 cm, also weniger als 1 mm pro Jahrring.
Auf dem ersten Teil des Weges durchqueren wir einen richtigen eher düsteren „Hänsel und Gretel“- Wald, übersät mit dickem, mit Moos bewachsenen Bollensteinen und gestorbenen Bäumen.
Bald geraten wir dann in die zahlreichen Moore mit kilometerlangen schmalen Holzstegen. Diese bestehen aus längs aufgesägten Telefonstangen – je nach Alter in gutem oder in morschem Zustand. Die Landschaft ist umwerfend schön. Leider schmälert die unablässige Konzentration auf die beiden Planken – auf dass man nicht im Sumpf versinke – den Genuss etwas und es sind etliche kleine Pausen angesagt. In der Mitte des Rundweges dominieren lichte Föhrenwälder mit herbstgelben Birken dazwischen, welche die wärmende Sonne durchlassen. Diese Wärme nutzen wir dann auch für ein Picknick. Heute haben wir uns unsere Handbrote selber fabriziert. Es ist erstaunlich: das finnische Brot ist ausgezeichnet, die käuflichen Sandwichs aber sind von McDonalds- ähnlicher Konsistenz gefüllt mit grünen Salatblättern, Gurken, Schinken und undefinierbarem cremigem Inhalt – nahezu ungeniessbar.
Auf dem Weg finden wir auch wunderschön gelegene Picknickplätze. Diese sind zum Teil wirklich luxuriös. Immer ist Brennholz vorhanden, es gibt ein WC, eine Feuerstelle, ein Dach über dem Kopf etc. Erstaunlich ist die Sauberkeit dieser Plätze. Anscheinend sind die Finnen noch nicht vom Littering-Virus angesteckt und achten die einfachen Regeln des Zusammenlebens.
Nach gut drei wunderschönen Stunden fahren wir mit dem ausgeliehenen Renault wieder nach Jyväskylä zurück in das gemütliche Heim der Fischstäblis.
