Montag, 13. Oktober 2008

Richtung Nordosten

Da wir Jeanne und Werner mehr zeigen wollten als Jyväskylä, Tampere und die Nationalpärke, beschlossen wir, für Sonntag und Montag nach Kuopio zu fahren. Weil wir nur ein Auto zur Verfügung hatten, teilten wir uns auf. Jeanne, Susanne und Jonas nahmen den Bärli-Zug via Pieksemäki - Christian und Werner fuhren mit dem Peugeot los. Die Strecke nach Kuopio zeigte sich wieder einmal mehr von ihrer schönsten Seite. Vor allem auf der etwa 45 km langen Strecke zwischen Ristilä und Levä sieht man nichts anderes als Wald, wunderschöne Seen und zwei hübsch gelegene Autoraststätten.


In Kuopio angekommen bezogen wir als erstes unsere Hotelzimmer und machten uns dann auf für eine Stadtbesichtigung. Gegen Ende des Tages kamen wir mit knurrendem Magen beim Halbinselchen Väinölänniemi an. Die Sonne war am Untergehen und wir genossen die herrliche Stimmung - alles und alle leuchteten goldgelb.



Nach einer feinen Portion Muikku mit mildem französischen Wein gingen Werner und Christian noch ins nahe gelegene Pub auf einen Schlummertrunk. Es gab es Rotwein aus dem Tetrapack und wir waren wohl die einzigen Besucher, die noch klar denken und deutlich sprechen konnten. Wiederholt setzten sich irgendwelche Typen an unseren Tisch und versuchten sich mit uns anzufreunden. Da konnten wir getrost unseren Ausländerbonus ausnützen und so tun, wie wenn wir nichts verstehen. Zum Glück schloss die Kneipe bald, es war keine glückliche Wahl gewesen.

Am Montag deckten wir uns am Markt und in der Markthalle mit einem Picknick ein und fuhren zum Puijo, dem Hausberg von Kuopio. Mit Schrecken mussten wir dort aber feststellen, dass der Aussichtsturm nur dann offen hat, wenn das Drehrestaurant offen ist - und das ist ab Oktober am Montag dummerweise zu. Stadtdessen unternahmen wir eine kleine, aber feine Wanderung durch den Märchenwald des Puijo. Seit der Gründung dieser "conservation area" im Jahre 1928 hatte man im Wald nichts mehr angefasst.


Zum Abschluss des Ausflugs besuchten wir noch einen der Bootshafen von Kuopio und schauten den Einheimischen zu, wie sie geschäftig ihre Boote für den Winter bereit machten. Zudem genossen wir die letzten Sonnenstrahlen.


Dann machten wir uns auf den Heimweg, wieder in 2 Gruppen aufgeteilt. Jeanne und Christian hatten gehofft, dass sie auf der Heimfahrt den Sonnenuntergang geniessen konnten. Leider war es dann eher bewölkt. Trotzdem trafen wir einige schöne Stimmungen an.


Morgen verlassen uns also die Rellstäbe Richtung Süden. Zuerst schauen sich noch Helsinki an, dann fliegen sie wieder nach Hause. Darüber sind wir traurig, hatten wir uns doch schon an unsere neue WG gewöhnt. Jemand mit 4 Beinen wird sicher darüber allerdings riesig freuen...

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