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Sonntag, 14. August 2011

Punkaharju & Imatra

Auf den nächsten Stopp auf unserer 5-tägigen Saimaa-Reise hatten wir uns schon lange gefreut: Der Punkaharju ist der berühmteste Esker (Bergrücken) von Finnland. Esker sind Sand- und Kiesaufschüttungen der letzten Eiszeit, und in Finnland besonders spektakulär, weil sich meist auf beiden Seiten Wasser befindet. Der Punkharju ist ganze 7 km lang, bis zu 25 m hoch und an der schmalsten Stelle etwa 30 m breit.

Wie immer versuchten wir uns zuerst einen Überblick über die Gegend zu verschaffen und stiegen über 240 Treppenstufen auf den Wassertrum des gleichnamigen Dorfes. Fast schon unheimlich war es, als es am Schluss des Aufstiegs im Treppenhaus richtig kalt und feucht wurde, weil man wusste, dass sich ausserhalb der Wand sehr viel Wasser befand.


Für den strengen Aufstieg wurden wir aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Hier sieht man das südliche Ende des Eskers.


Wo man auch hinschaut nur Wasser, Inseln und Wald.

Für das Mittagessen fanden wir ein lauschiges Plätzen in der Mitte des Bergrückens. Danach getrauten wir uns sogar, im kühlen und glasklaren See schwimmen zu gehen. Vielleicht das letzte Mal in diesem Sommer...


Frisch gestärkt gingen wir dann wandern. Immerhin 2 km legten wir tapfer zurück, entweder oben auf dem Bergrücken mit Sicht auf das Wasser auf beiden Seiten, ...


oder unten am Ufer. Besser kann es wohl nicht mehr werden...


Aber nicht nur Landschaften gab es zu bewundern, nein auch Sommervögel,...


Grosslibellen...


und Eidechsen, die sich alle auf dem warmen Holz aufwärmten, gab es zu bewundern.


Danach gönnten wir unseren beiden Knaben den verdienten (Spätnach-)Mittagsschlaf im Auto und fuhren dicht an der russischen Grenze entlang etwa 100 km Richtung Südwesten, nach Imatra. Hauptattraktivität dort ist der Staudamm des Flusses Vuoksi, der nach Russland fliesst. Normalerweise sind die Schleusen geschlossen, ...


und der Fluss fast vollständig ausgetrocknet.


Im Sommer werden sie aber jeden Abend zu den Klängen von Sibelius für etwa 20 Minuten geöffnet. Ein einmaliges Spektakel, dass sich jeden Tag Hunderte von (meist russischen) Schaulustigen nicht entgehen lassen.


Und dann sieht der Fluss plötzlich so aus, die Gewalt des Wassers ist beeindruckend.


Zum Abschluss, auf der Fahrt zu unserem Hotel in unserem nächsten Zielort, bogen wir noch spontan links Richtung russische Grenze ab. Einmal wollten wir uns das doch mal anschauen, und man konnte tatsächlich bis zum Grenzposten fahren. Von hier an geht nichts mehr ohne Visum, leider.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Welpen

Janda, die Hündin unserer Vermieter Paula und Pekka, bekam im Frühling 6 kleine Welpen. Lange hatte uns Paula schon versprochen, dass wir sie uns mal anschauen dürfen, und heute war es soweit. In ihrem kleinen Stadt-Sommerhaus in Sulkuranta, wo wir schon zweimal ein verlängertes Wochenende verbringen durften, trafen wir uns nach der Arbeit und Päiväkoti.


Bei dem Hunden handelt es sich um reinrassige Australian Kelpies, australische Schäferhunde. Alle Welpen werden dieses Wochenende für 1000 Euro pro Hund verkauft. Vom letztjährigen Wurf hingegen blieb eine Tochter bei Janda.


Der grösste Hundefan in unserer Familie, Loris, war hell begeistert von den kleinen Geschöpfen...


allerdings musste er auch manchmal vor den frechen und aufdringlichen Hunden geschütz werden. Wie auch immer, wir genossen den lustigen und chaotischen Besuch, spielten mit den Welpen und bekamen feines Gebäck aufgetischt.

Heute war aber auch ein unglaublich heisser Tag, und so nutzten wir die Gelegenheit und gingen noch an den nahe gelegenen Strand, um uns abzukühlen. Der finnische Sommer ist da, definitiv!

Montag, 27. Juni 2011

Eläinpuistossa

Auch die letzten 2 Tage von Jeanne's Besuch waren mit Aktivitäten vollgepackt. Selten hatten wir so ereignisreiche Ferien gehabt, aber wegen Juhannus und unserem Ausflug nach Koli gönnten wir uns kaum eine Pause. Und weil wir immer unterwegs gewesen waren, musste Susanne am Sonntag arbeiten. Der Rest der Truppe unternahm einen Ausflug in den nahe gelegenen Tierpark (Eläinpuisto). Zu unserer Überraschung  hatte der endlich seine dringend benötigte Erneuerung bekommen. Und die ist gelungen, wie sich das z. Bsp. hier im hübschen Eingangsbereich zeigt.

 

Während Jonas sich einer neuen Wassersportart widmete, ...


fütterte Loris lieber die Tiere...


und übte sich im Klettern. 



Neu hat es im Tierpark Rentiere, Hochlandrinder und Lamas.



Aber die Hauptsache war, die verbleibende gemeinsame Zeit noch zu geniessen...


und ein wenig Blödsinn zu treiben (Name, Sinn und Zweck dieses Spiels kennen nur Loris und Grossmami).


Am Abend gingen wir dann noch alle zusammen auf den Spielplatz, Jonas mit seinem (schon etwas zu kleinen) neuen Laufrad...


und Loris erstmals mit dem vom grossen Bruder geliehenen (und etwas zu grossen) Trottinett. Erstaunlich, wie gut er das schon kann.


Am Montag war dann Abreisetag, und richtig sommerliches Wetter. Am Morgen besuchten wir unsere Beach am Tuomiojärvi, ins kalte Wasser zu springen getraute sich aber niemand.


Dann war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Allerdings nicht für sehr lange, in ein wenig mehr als 2 Monaten werden wir ja wieder in der Schweiz zurück sein. Und natürlich beobachteten wir wieder, wie Grossmami Jeanne in den Himmel abhob, einen brauchbaren Film brachten wir aber diesmal nicht zu Stande, weil ihre Maschine in die für uns falsche Richtung startete.

Donnerstag, 3. Februar 2011

EAFP

Christian war in den letzten 2 Tagen in Konnevesi, denn dort fand eine Tagung des finnischen Zweigs der EAFP (European Association of Fish Pathologists) statt. Interessante Vorträge, gutes Essen und ein gemütlicher Saunaabend standen auf dem Programm. Wenn es aber um verbandsinterne Themen ging, dann schlich er sich davon, um die schöne Winterstimmung mit der Kamera festzuhalten. Die meisten Bilder stammen von der nahe gelegenen Stromschnelle Siikakoski.


In diesen Breitengraden sind im Moment einzig die Flüsse frei von Eis.


A propos Eis: Dieses Fahrrad der Forschungsstation wurde wohl schon länger nicht mehr benutzt.


Die weissen Steine im Fluss, in dem übrigens nicht gefischt werden darf (es würde sich lohnen...), waren sehr fotogen.


Und überall präsent: Die Wasseramseln (Koskikarat), die in ihrer unnachahmlichen Art im eiskalten Wasser nach Futter tauchten.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Ausflug in den Westen

Im zweiten Teil von Barbara's Kurzferien zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Und so fuhren wir zu fünft mehr als 100 km Richtung Westen nach Ähtäri, um dort ein gemütliches Wochenende im Hotel und Tierpark zu verbringen. Am Samstag erkundeten wir die schöne Umgebung...



und posierten für den Fotografen vor perfekter Spätherbstkulisse.



Wir unternahmen einen Spaziergang zum nahe gelegenen Strand...


und genehmigten uns dort eine kleine Zwischenverpflegung.


Die Sonne war schon nahe am Horizont, als wir wieder das Hotel erreichten. Zuerst durften die Jungs noch ein wenig auf dem Spielplatz spielen...


und später gingen wir dann im hoteleigenen Restaurant essen. Anscheinend war es lecker, insbesondere der Nachtisch. Nach diesem langen Tag waren unsere Jungs so müde, dass sie beide noch während des Gutnacht-Liedes einschliefen. Das hatte es noch nie gegeben.


Der Tierpark war natürlich die Hauptattraktion des Wochenendes. Wir packten uns einer dieser praktischen kleine Wagen und machten uns auf den Weg.


Die Stimmung (des Wetters und unserer kleinen Reisegruppe) war toll und so erkundeten wir die einheimische Fauna wie das Rentier (Poro)...


oder den Fuchs (Kettu).


Inzwischen kühlt es in der Nacht bereits so fest ab, dass die Seen schon zufrieren. Tagsüber hingegen sind die Temperaturen zwar eher erfrischend, aber erträglich, v.a. bei Sonnenschein wie heute.


Fast 5 Stunden verbrachten wir im Tierpark und fuhren dann wieder zurück nach Jyväskylä. Damit waren Barbara's Ferien schon fast vorbei, morgen werden wir sie wieder an den Flughafen bringen und wohl erst nächstes Jahr wieder sehen. Es war ein tolles Wochenende gewesen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Käärmenäyttely

In der ganzen Stadt war in den letzten 2 Wochen mit unzähligen Plakaten angekündigt worden, dass in Jyväskylä eine Schlangenausstellung (Käärmenäyttely) stattfindet. Und da dieses Wochenende nur graues Wetter angesagt war, beschlossen wir, uns die Tiere mal anzuschauen.

Die Wanderausstellung bei der Pferderennbahn bot dann auch wirklich einiges, auch wenn die Terrarien in einer ziemlich schrecklichen Umgebung aufgestellt worden waren.




Die Schlangen waren erstaunlich aktiv und zeigten sich immer wieder von ihrer fotogenen Seite.


Wir hatten unseren Spass, auch wenn wir von den finnischen Informationsschildern nicht viel verstanden. Jonas konnte kaum genug kriegen und sah sich alles mehrmals an. Speziell interessierte ihn, ob eine Schlange giftig war oder nicht.


Loris war da ganz anderer Meinung, fand schlangen total langweilig und interessierte sich lieber für die Dressurreiter auf der Pferderennbahn.


Daneben gab es auch noch grosse Echsen, präparierte Fische und allerlei Kurioses wie präparierte siamesische Zwillinge zu sehen.