Beim Eingang kann man sich einen Bob schnappen und so Jonas gemütlich durch den wunderschönen Park, natürlich an einem See gelegen, ziehen. Au diese Weise geht es von Tierart zu Tierart, die ganze Strecke misst über 3 km. Und so haben wir uns also intensiv den finnischen Nationaltieren angenommen. Hier eine unvollständige Auswahl.
Das Rentier (Poro) steht wohl für Finnland wie kein anderes Tier, nicht nur wegen dem Weihnachtsmann. Am häufigsten trift man im Norden des Landes die halbwilde Form an. Sie leben in gezäunten Bereichen und werden nur einmal pro Jahr zur Zählung und für Schlachtungen zusammengetrieben. Es ist das am nödlichsten lebende grosse Säugetier.
Das Waldren, die wilde Form des Rentiers (Metsäpeura), ist grösser und hat längere Beine. Nur 2 Populationen mit insgesamt 3000 Exemplaren gibt es in Finnland. Das Rentier ist übrigens die einzige Hirschart, bei der auch die Weibchen ein Geweih besitzen.
Allerdings erscheint das Ren winzig im Vergleich zum Elch (Hirvi, unten ein Weibchen). Er wird bis zu 3 m lang, 2.3 m hoch und 800 kg schwer. Kein Wunder ist ein Autounfall mit einem Elch der Albtraum jedes Finnen.
Seit 1968 steht der Luchs (Ilves) in Finnland unter Schutz und das hat dazu geführt, dass es davon immer noch über 800 Tiere gibt, ohne dass sie je wieder eingesetzt werden mussten.
Der Wolf (Susi) ist nicht häufig anzutreffen, nur etwa 100 Exemplare leben in Finnland. Aber in sehr harten Wintern wandert er in Massen von Russland über die Grenze ein. Und natürlich ist er nicht wirklich beliebt, wen wundert's, denn neben Elchen reisst er auch Schafe und Rentiere.
Eine Spezialität der hiesigen Vogelfauna sind die Eulen (Pöllölinnut). Mindestens 4 Arten findet man nur im Norden Eurasiens und viele Vogelfans reisen nur ihretwegen nach Finnland. Das Eulenhaus im Tierpark ist dann auch sicher einer der Höhepunkte des Tierparks, hier findet man unter anderem Habichtskauze...
... und die riesigen Bartkauze (Spannweite bis zu 130 cm), auch Lappland-Eulen genannt.
Und zuletzt wohl noch das Highlight des Parks, zumindest für Mitteleuropäer. Der Vielfrass (Ahma) ist ein marderartiges Raubtier, dass sich allerdings auch von Beeren ernährt, wenn es denn sein muss. Nicht nur in Kanada, nein auch in Finnland ist dieses äusserst scheue Tier zu finden. Überall sonst wurde es ausgerottet. Der Name bezieht sich übrigens nicht auf die Ernährungsgewohnheiten, sondern ist vom altnorwegischen Fjellfräs (Gebirgskatze) abgeleitet.
An dieser Stelle hätten wir natürlich noch gerne einen Bären gezeigt, aber der macht leider momentan seinen Winterschlaf...
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