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Montag, 1. August 2011

Dreierlei

Der August bringt nicht nur die dunklen Nächte, sondern auch die kühlen Temperaturen zurück. Der Sommer 2011 war der wärmste Sommer seit 23 Jahren gewesen. Zwar gab es dieses Jahr nicht wieder Rekordtemperaturen wie letztes Jahr, aber es war konstant heiss (22-30°C) tagsüber, und warm in der Nacht. Heute, nach rund 2 Monaten Sommerwetter, war es zum ersten Mal wieder richtig kühl, ja schon fast kalt. Wir konnten uns kaum erinnern, wann wir das letzte Mal lange Hosen und eine Jacke getragen hatten.

Die drei Männer mussten sich heute trotzdem möglichst ausserhalb des Hauses betätigen, weil Susanne wegen einem Abgabetermin im Stress war und zuhause Ruhe benötigte. Aber an Ideen, was wir unternehmen sollten, fehlte es uns nicht.

Am Morgen besucht wir den Verkehrspark, der sich nur 15 Gehminuten von unserem Haus enfernt befindet. 


 Hier kann man sich viele verschiedene Tretfahrzeuge ausleihen, herumkurven...


und dabei die Verkehrsregeln lernen. Unzählige strenge Aufpasser mit gelben Jacken korrigieren die Kinder (und Eltern...) sofort, wenn sie etwas falsch machen.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen mit Susanne und anschliessendem Mittagsschlaf fuhren wir nach Vaajakoski zur Panda Schokoladenfabrik. Panda ist nach Fazer die zweitbekannteste Marke im finnischen Schokoladenmarkt.

Kaum zu glauben, dass wir es in den letzten 3 Jahren bisher nicht geschafft hatten, uns den Fabrikladen anzusehen.


Jonas und Loris waren begeistert von der Menge Schokolade, die dort aufgetürmt war, und natürlich konnten wir nicht widerstehen und kauften uns auch ein paar Packungen.


Zum Abschluss eines wunderschönen Tages unter Männern fuhren wir noch zum Paradespielplatz von Jyväsklyä, dem Perhepuisto Mäki-Matti. Dieser wurde diesen Frühling grösstenteils renoviert und erneuert, und bietet noch mehr als vorher. Zum Beispiel die 2 neuen Rennautos von Batman...


und Superman.


Sonntag, 14. November 2010

Männerwochenende

Auch der Rest des Männerwochenendes verlief ohne Probleme. An beiden Tagen gingen wir noch spät am Nachmittag auf den nahe gelegenen Spielplatz, und mussten feststellen, dass wir wieder in der nordischen Dunkelheit angekommen sind. Um 16 Uhr ist es bereits dunkel.


Dies minderte unsere Spiellaune aber keineswegs.


Und auch Zuhause harmonierte unser Brüderpaar exzellent. Jetzt, wo Loris riesige Fortschritte in Sachen Gehen und Kommunikation macht, wird es für die beiden auch immer einfacher.


Da haben sich zwei so richtig gerne...


auch wenn zwischendurch wieder mal die Fetzen fliegen.

Samstag, 13. November 2010

HopLop

Dieses Wochenende ist Männerwochenende, denn Susanne ist beruflich für 4 Tage nach Holland verreist. Am Donnerstag und Freitag gingen Loris und Jonas in die Krippe, aber heute und morgen dürfen die beiden 2 Tage nur mit dem Papa verbringen. Und weil das Wetter (1°C und eine Mischung aus Schnee und Regen) momentan zum Vergessen ist, machten wir uns heute auf zum HopLop.

HopLop, nie gehört? Das ist quasi ein riesiger Spielplatz im Innern, besser gesagt eine Spielhalle für Kinder. 15 verschiedene HopLops gibt es in Finnland, der von Jyväskylä wurde erst vor kurzem eröffnet. In der Halle gibt es viele verschiedene Spiele, wei z. Bsp. Unihockey...



und Tretautos.


Daneben kann man sich in lustigen Spiegeln betrachten...


oder wie Loris (von dem es leider nur ein brauchbares Foto gibt) Spiele spielen.


Der beliebteste Ort war ein riesiges Labyrinth, das in seinem Innern wiederum ganz verschiedene Aktivitäten bot. Jonas machte sich bald selbständig und tauchte kaum mehr auf. Zu Beginn dachte Christian noch, er könnte sich ja darin verlaufen und einsam fühlen, aber er musste bald einsehen, dass er sich alleine und mit anderen Kindern vergnügte, ohne einen Gedanken an seine Vater zu verschwenden. Ab und zu tauchte er wieder mal auf...


oder kam uns auf der Rutschbahn entgegen.

Die meiste Zeit verbrachte er damit, im Innern des Labyrinths mit den Luftdruckgewehren Kugeln in der Weltgeschichte herumzuschiessen. Schnell war klar, dass es schwierig werden würde, ihn wieder nach Hause zu bringen.


Christian erkundete in dieser Zeit zusammen mit Loris alle Winkel des Labyrinths. Nach 3 wilden Stunden ging es dann nach Hause, alle waren reif für einen Mittagsschlaf. Der HopLop war toll gewesen, wir werden wieder kommen.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Herbstspaziergang

Zum Leidwesen der arbeitenden Bevölkerung herrschte diese Woche prächtiges Wetter - bis zum Wochenende, da wurde es grau. Das Gute am Herbst ist aber, dass er auch bei diesem Wetter schön ist, dank den farbigen Bäumen. Heute machten wir uns auf zu einem kleinen Herbstspaziergang am Tuomiojärvi, nur 10 Gehminuten von unserem Haus entfernt.

 

Was als kurzer Ausflug gedacht war, endete schliesslich in einem mehrstündigen Spaziergang mit vielen Zwischenstopps.


Inzwischen sind nicht nur die Blätter der Bäume verfärbt...

 

sondern sie fallen auch in grossen Mengen zu Boden.


Ideal zum Spielen...


Allerdings sah man auch überall noch Blumen, die am Blühen waren.



Am Ende des Spaziergangs vergnügten wir uns noch auf einem Spielplatz...


und endlich durfte auch Loris, der lange im Kinderwagen geschlafen hatte, ein wenig Herbstluft schnuppern. Wie man sieht, ist es bei uns kalt geworden, aber in den Winterjacken sind wir noch nicht unterwegs.


Zum Schluss noch ein kleines Highlight...


aber dann wollten wir definitiv zurück in warme Wohnung. Kaum zu glauben, dass wir vor eineinhalb Monaten noch im See badeten.

Samstag, 11. September 2010

Rovaniemi, Tag 2

Am 2. Tag unseres kleinen Abenteuers im wirklich hohen Norden fuhren wir mit dem Bus an den Polarkreis, auf finnisch Napapiiri. Wir waren auf alles gefasst: man sagt, dass dies der einzige Ort in Finnland sei, der extrem touristisch und kommerziell ist. Aber was soll man machen, etwa nicht an den Polarkreis fahren, wenn man schon in Rovaniemi ist? Ausserdem wohnt doch hier der Weihnachtsmann.


In Napapiiri war es dann wirklich sehr touristisch, aber da es fast keine Leute hatte, war es gar nicht so schlimm. Wir schlenderten durch die unzähligen Souvenirläden, schrieben Postkarten, bekletterten den Polarkreis...


und spielten natürlich auf dem Spielplatz.


Und dann war es soweit, wir trafen den echten Weihnachtsmann. Das war ganz lustig, und wir hatten uns fest vorgenommen, keines dieser völlig überteuerten Bilder zu kaufen. Schliesslich taten wir es dennoch, wir konnten einfach nicht widerstehen. Achtung, grosse Kitschgefahr!


Am Polarkreis ist der Herbst schon viel weiter fortgeschritten als bei uns im "Süden".


Lappland ist ja bekannt für seine Herbstfarben (auf finnisch Ruska). Weil es weniger Bäume gibt als bei uns, sieht man auch zusätzlich die Farben der Bodenvegetation. Jetzt, Mitte September, ist die Ruska zwar noch nicht in ihrer ganzen Pracht, trotzdem zeigt sich der Herbst von seiner schönen Seite.


Die Kinder wurden immer müder, und die Erwachsenen immer hungriger, und so fuhren wir wieder mit dem Bus durch die Wälder zurück in die Stadt. Am späteren Nachmittag besuchten wir noch einen Spielplatz, wo man ein batteriebetriebenes Quad (Mönkijä) billig mieten konnte.


Nach dem Abendessen nahmen Jonas und Loris noch ein Bad in der Badewanne. Dies ist insofern besonders, weil es in Finnland kaum Badewannen gibt und wir sie sehnlichst vermissen. Ganz selten haben wir in einem Hotel die Möglichkeit dazu.

Sonntag, 23. Mai 2010

Fischmarkt

Zufälligerweise hatten wir mitbekommen, dass am Wochenende ein Markt am Hafen stattfinden sollte. Die beste Gelegenheit, um Muikkuja (kleine Maränen) essen zu gehen. Als wir dort eintrafen, stellten wir fest, dass es sich um einen Fisch(erei)-Markt handelte. Um so besser, dachten wir. Es wurden nicht nur frische Fische angeboten (wie hier ein riesiges Exemplar eines Kuha - Zahnder)...


... sondern auch Produkte, die man eben für's Fischen und Fischkochen benötigt. An einem Stand wurde sogar demonstriert, wie man Fische filetiert und zubereitet.


Gleich nebenan zeigten verschiedene Anbieter, wie man Fische räuchert, ob am Feuer...


... oder im mobilen Räucherhäuschen.


Und natürlich gab es allerlei frisch gekochte Leckerbissen zu kaufen...


... und so kamen wir denn auch zu unserem erhofften Mittagessen.


Den Rest des Vormittages verbrachten wir dann spielend beim Hafen.


Am Nachmittag goss es aus Kübeln. Trotzdem gingen wir mit dem protestierenden Jonas zum Spielplatz, und bauten Autobahnen und Lappendörfer.

Samstag, 15. Mai 2010

Laukka

Unser heutiger Ausflug führte uns nach Laukka, 20 km nördlich von Jyväskylä gelegen. Zwar waren wir schon mehrere Male mit dem Schiff zu diesem kleinen Örtchen gefahren, aber die Umgebung hatten wir uns noch nie angesehen. Als Erstes besuchten wir den Vuojärvi und machten einen kleinen Spaziergang dem See entlang.


Idyllische Zustände herrschten an diesem heissen Sommertag im Mai...


Natürlich gab es einen kleinen Snack unterwegs, grundsätzlich ist der bei Jonas bei der ersten Bank immer fällig...


Der harte Winter hatte seine Spuren hinterlassen...


Kaum zu glauben, dass hier noch vor kurzer Zeit Wintersport getrieben wurde...


Beim Rückweg entdeckten wir dann nicht weit vom Ufer unzählige Studienobjekte von Christian, etwa 3-6 cm grosse Spitzschlammschnecken (Lymnaea stagnalis), mit geschätzter 20%-iger Wahrscheinlichkeit mit Parasiten infiziert (so war es letztes Jahr in diesem See).


Danach wechselten wir auf die andere Seite des Dorfes. Hier befindet sich einmal mehr einer dieser unglaublich schön gelegenen Spielplätze, direkt am See, nur ein Steinwurf von Hafen und einem kleinem Kafi gelegen. Daneben befindet sich ausserdem ein kleine Arena, ein Verkehrspark und eine Rennbahn für ferngesteurte Autos.


Inzwischen war die Lufttemperatur auf 27°C gestiegen. So warm wird es in diesen Breitengraden nicht mal im Sommer. Zeit, die Kleider loszuwerden und die ersten Annäherungsversuche mit dem Wasser zu machen.


Währenddessen war auch der stark erkältete Loris aufgewacht und durfte sich auch noch ein wenig auf dem Spielplatz austoben.


Dann fuhren wir wieder zurück nach Hause, die Zeit für Mittagessen und -schlaf war gekommen. Beides hatten wir auch bitter nötig, denn es würde noch so einiges los sein an diesem Tag, ob geplant oder ungeplant.