Posts mit dem Label Seen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Seen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. August 2011

Lapeenranta & Puumala

Der 4. Tag unserer Reise verbrachten wir in Lappeenranta, einer Stadt ungefähr so gross wie Jyväskylä, gelegen in einer wild verzweigten Bucht am Südufer des Saimaas. Wir bekamen ein fast schon luxuriöses Hotelzimmer mit eigner Sauna und (zu) viel Platz zum Spielen und Rennen. Unseren ursprünglichen Plan, eine Bootsfahrt auf dem Saimaa, gaben wir wegen dem grauen Wetter auf, und schauten uns dafür die Stadt um so genauer an. Erst spazierten wir entlang dem Hafen...


bis zu einem Ort, der sich als wahres Kinderparadies entpuppen sollte. Jeden Sommer wird hier ein riesiges Sandschloss gebaut.


Das Thema dieses Jahr wahr offensichtlich der Zirkus, und die Skulpturen teilweise eindrücklich.


Und natürlich gab es auch einen riesigen Sandkasten für zukünftigen Sandschlosskünstler.


Daneben gab es andere Attraktivitäten wie Kletterparcours, Spielsommerhäuser und eine Eisenbahn.


Und auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz. Ausser uns hatte es fast keine Leute, und gratis war das Ganze auch noch.


Als Ersatz für die Bootsfahrt hatten wir eine Stadtrundfahrt in einem der Touristenzügchen gebucht. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde und die Informationen waren in diversen Sprachen erhältlich. Susanne benützte den deutschen Kanal, Jonas den finnischen.


Dank der guten Rundfahrt wussten wir nun, was wir uns noch genauer ansehen wollten, und begaben uns auf die alte Stadtfestung, wo man nicht nur einen schönen Blick auf den Hafen hatte...


sondern auch alte finnische Häuser bewundern konnte. Eine Besonderheit, wie regelmässige Leser dieses Blogs ja wissen.


Auch in der Stadt gab es einiges zu sehen. Doch was kann schon das historische Ratshaus mit Glockenturm gegen einen richtigen Radkran ausrichten?


Am Monag machten wir uns auf die Heimeise. Fast 300 km mussten wir dabei noch zurücklegen und machten daher in Puumala, einer kleine Ortschaft mitten im Saimaa-Gebiet, einen Zwischenhalt. Loris hatte schnell neue Freunde gefunden, die sich für die Krümel seines Snacks interessierten.

 

Die grosse Brücke von Puumala, erst im Jahre 1995 gebaut, ist zwar keine Schönheit, aber hat einen Lift, der einem auf 28 m Höhe hinaufbringt. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf den See. Das Kaffee im obersten Stock war leider geschlossen.


Zufälligerweise wurde wir Zeuge davon, wie sich 2 riesige Holzflosse (gezogen oder gestossen von starken Schiffen) kreuzten.


Die folgenden 20 km Fahrt Richtung Mikkeli gehörten dann wieder zum Spektakulärsten, was wir in Finnland je gesehen hatten. Die Strasse windete sich durch Täler, über Brücken und Felsen, das Wasser des Saimaas war überall. Wir legten diverse kurze Zwischenhalte ein...


und schworen uns, hier wieder mal vorbeizukommen, dann aber bei sonnigem Wetter. Nach 650 km Fahrt in 5 Tagen trafen wir am späteren Nachmittag wieder in Jyväsklyä ein, glücklich, weil wir so ein schönes Wochenende gehabt hatten, aber auch traurig, weil dies unser letzter grosser Ausflug gewesen war.

Sonntag, 14. August 2011

Punkaharju & Imatra

Auf den nächsten Stopp auf unserer 5-tägigen Saimaa-Reise hatten wir uns schon lange gefreut: Der Punkaharju ist der berühmteste Esker (Bergrücken) von Finnland. Esker sind Sand- und Kiesaufschüttungen der letzten Eiszeit, und in Finnland besonders spektakulär, weil sich meist auf beiden Seiten Wasser befindet. Der Punkharju ist ganze 7 km lang, bis zu 25 m hoch und an der schmalsten Stelle etwa 30 m breit.

Wie immer versuchten wir uns zuerst einen Überblick über die Gegend zu verschaffen und stiegen über 240 Treppenstufen auf den Wassertrum des gleichnamigen Dorfes. Fast schon unheimlich war es, als es am Schluss des Aufstiegs im Treppenhaus richtig kalt und feucht wurde, weil man wusste, dass sich ausserhalb der Wand sehr viel Wasser befand.


Für den strengen Aufstieg wurden wir aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Hier sieht man das südliche Ende des Eskers.


Wo man auch hinschaut nur Wasser, Inseln und Wald.

Für das Mittagessen fanden wir ein lauschiges Plätzen in der Mitte des Bergrückens. Danach getrauten wir uns sogar, im kühlen und glasklaren See schwimmen zu gehen. Vielleicht das letzte Mal in diesem Sommer...


Frisch gestärkt gingen wir dann wandern. Immerhin 2 km legten wir tapfer zurück, entweder oben auf dem Bergrücken mit Sicht auf das Wasser auf beiden Seiten, ...


oder unten am Ufer. Besser kann es wohl nicht mehr werden...


Aber nicht nur Landschaften gab es zu bewundern, nein auch Sommervögel,...


Grosslibellen...


und Eidechsen, die sich alle auf dem warmen Holz aufwärmten, gab es zu bewundern.


Danach gönnten wir unseren beiden Knaben den verdienten (Spätnach-)Mittagsschlaf im Auto und fuhren dicht an der russischen Grenze entlang etwa 100 km Richtung Südwesten, nach Imatra. Hauptattraktivität dort ist der Staudamm des Flusses Vuoksi, der nach Russland fliesst. Normalerweise sind die Schleusen geschlossen, ...


und der Fluss fast vollständig ausgetrocknet.


Im Sommer werden sie aber jeden Abend zu den Klängen von Sibelius für etwa 20 Minuten geöffnet. Ein einmaliges Spektakel, dass sich jeden Tag Hunderte von (meist russischen) Schaulustigen nicht entgehen lassen.


Und dann sieht der Fluss plötzlich so aus, die Gewalt des Wassers ist beeindruckend.


Zum Abschluss, auf der Fahrt zu unserem Hotel in unserem nächsten Zielort, bogen wir noch spontan links Richtung russische Grenze ab. Einmal wollten wir uns das doch mal anschauen, und man konnte tatsächlich bis zum Grenzposten fahren. Von hier an geht nichts mehr ohne Visum, leider.

Samstag, 13. August 2011

Kerimäki & Savonlinna

Unser letzter grösserer Ausflug in Finnland führt uns ins Saimaa-Gebiet. Der Saimaa, der aus mehreren grossen Teilseen besteht, ist mit über 4000 km2 (einem Zehntel der Schweiz) der grösste See von Finnland. In 5 Tagen wollten wir um ihn, und auch durch ihn (mit Hilfe von Brücken) fahren und ein allerletztes Mal den wilden finnischen Osten geniessen.

Die Reise führte uns zuerst nach Kerimäki, einem kleinen Ort 20 km nordöstlich von Savonlinna. Das Hotel, in dem wir übernachteten, lag auf einer kleinen idyllischen Halbinsel. Nach dem Abendessen, der Sauna und einem Besuch im Hotelbad machten wir noch einen kleinen Spaziergang.


Der Samstag sollte ein langer Tag werden. Zuerst erkundeten wir wieder die Umgebung des Hotels, das auch ein Kriegsmuseum beinhaltet, und bei dem überall Kriegsgeräte wie dieser Panzer aus dem 2. Weltkrieg herumstehen.


Dann streiften wir durch die Wälder beim Hotel...


und pflückten Beeren. Innerhalb von etwa 200 m fanden wir dabei Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren und Steinbeeren, und stopften unsere Mäuler voll.


Danach fuhren wir ins Dorf von Kerimäki. Dort steht die grösste Holzkirche der Welt, und die wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aber warum braucht ein Dorf mit 5000 Einwohner eine Kirche mit Platz für 4000 Gläubige? Gerüchten zufolge wurde die Kirche zu gross gebaut, weil die Pläne in Fuss gezeichnet, die Kirche im Jahre 1848 aber in Metern gebaut wurde. Allerdings stimmt diese Geschichte wohl nicht, wohl eher handelt es sich um eine Fehleinschätzung, wie gross der Anteil der Kirchenbesucher in der Bevölkerung sein werde. Weil die Kirche trotz 8 grossen Holzöfen im Winter unmöglich aufzuwärmen ist, stellte die Gemeinde im Jahre 1953 gleich daneben noch eine kleinere Winterkapelle (auf dem Bild unten nicht zu sehen) auf.


Für ein paar Euro konnte man auch den separaten Glockenturm der Kirche besteigen, oder besser gesagt erklettern. Dort genossen wir nicht nur die schöne Aussicht auf die Seenlandschaft, sondern hatten auch unseren Spass in den diversen Stockwerken des Turms. Hier bringt die Lehrerin unseren Söhnen gerade das Rechnen bei.


Und für alle, die die Kirche langweilig fanden, gab es gleich nebenan noch die Feuerwehrstation mit diesem schönen alten Ford-Feuerwehrauto.


Den Rest des Tages verbrachten wir in Savonlinna. Eigentlich hat das kleine Städtchen ausser der prächtigen Burg nicht viel zu bieten, aber ein Abendspaziergang entlang der Seenpromenade gehört unserer Meinung nach zu den Highlights eines Finnlandbesuchs. Hier herrscht diese friedliche Hafen-Stimmung, hier dreht sich eigentlich alles ums Wasser.


Unterwegs kann man Wasserflugzeuge bewundern, ....


an bester Lage etwas trinken gehen...


und die Abendsonne und den herrlichen Ausblick auf den See und die Boote geniessen.


Als Abschluss des kleinen Spaziergangs trifft man auf eine der schönsten Burgen der Welt, die Olavinlinna, erbaut im Jahre 1475 auf einer Felseninsel im See.


Inzwischen waren wir schon so lange unterwegs, dass wir auch Jonas zu Loris in den Wagen setzten, denn seine Beine machten langsam schlapp.


Zum Abschluss des Abends gönnten wir uns noch ein gutes Abendessen fast direkt am See, und fuhren dann zurück nach Kerimäki zum Hotel. Schlafen war angesagt, denn morgen soll es weiter Richtung Süden gehen.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Familiennachzug

Nach 2 Tagen trafen Kurt und Vreni, die Eltern von Susanne, bei uns im Mökki ein. Sie waren nach Kuopio geflogen und hatten sich dort ein Mietauto genommen. Nach 6 Monaten war damit die Familie Fischer wiedervereint.


Sofort wurden die beiden in Beschlag genommen...


und durften ihre wertvollen Mökkiqualitäten zeigen. Auf dem Grill sind hier übrigens echte Schweizer Kalbsbratwürste, die Vreni und Kurt extra für uns importiert hatten (zusammen mit unzähligen anderen Leckerbissen aus unserer Heimat).


Bald wurde die nähere Umgebung erkundet, hier machten wir zum Beispiel einen Spaziergang zum nahe gelegenen Bauernhof...


wo es neben Hasen und jungen Schwalben diese Hochlandrinder zu bewundern gab.


Natürlich nahmen wir auch beide auf unsere Ruderausflüge auf den See mit.


Zwar fiel nie jemand vom Boot, aber nass wurden wir trotzdem ab und zu.


Daneben war aber vor allem Erholung angesagt. Mal mit herrlichem Blick auf den Onkivesi...


dann mit den sehr aktiven und neugierigen Jonas und Loris.