Jyväskylä steht Kopf, es ist Rally-Zeit.
Es ist das wichtigste Wochenende des Jahres, und der einzige richtige internationale Anlass der Stadt. In der Rally-Weltmeisterschaft werden 13 Rennen auf der ganzen Welt ausgetragen, aber das berühmteste, schnellste und spektakulärste findet in Finnland statt. Zehntausende von (mehrheitlich männlichen) Besuchern lockt das Rally jährlich an, die Strassen sind voll von Menschen aus der ganzen Welt.
Zugegeben, wir hatten letztes Jahr geschworen, dass wir das Rally dieses Jahr ignorieren werden, aber mit 2 Knaben, die nur Räder im Kopf haben, war dies unmöglich. Und so besuchten wir den Anlass so intensiv wie noch nie, schliesslich war das ja unsere letzte Gelegenheit. Als Erstes besuchten wir am Donnerstag den Service-Park und schauten uns die Rennfahrerpräsentation beim Start an.
Rallyautos, soweit das Auge reichte... Im ganzen nahmen über 200 Wagen am Wettkampf teil.

Jonas hatte sich schnell entschieden, für wen er fanen will: Für Sébastien Loeb, den Sieger der letzten 7(!) Weltmeisterschaften. Als er erfuhr, dass der Franzose in der Schweiz wohnt, war der Fall klar.
Aber auch sonst gab es im Service-Park immer etwas zu tun: Zum Beispiel selber Rennen fahren, ...
oder das Rennen live im Fernsehen mitverfolgen.
Für den Abend hatten sich Jonas und Christian etwas ganz Spezielles ausgedacht: Sie besuchten die 3. Etappe (Special Stage) in Laajavuori. Diesmal nicht wie letztes Jahr im Wald, sondern auf der Skipiste.
Sie ergatterten sich einen Platz in der ersten Reihe und mussten danach über eine Stunde warten, bis es endlich los ging. Und dann rasten die kleinen, aber unheimlich schnellen Fahrzeuge im Minutentakt an ihnen vorbei. Fast 120 km/h beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit während des Rennens, das 3 Tage dauert und aus 22 Etappen besteht.
Hier fliegt der finnische Vorjahressieger Jari-Matti Latvala durch die Gegend (klicke auf das Bild um es in voller Grösse zu sehen), ...
kurz darauf braust auch unser Liebling Sébastien Loeb an uns vorbei.
Nach 2 Stunden traten wir wieder den Heimweg an.
Der Freitag war ein Rally-freier Tag, aber am Samstag ging es weiter. Zwischen den Etappen legen die Fahrer immer wieder weite Strecken auf den normalen Strassen zurück (und müssen sich an die normalen Verkehrsregeln halten), und das wollten wir ausnützen. Zwischen Petäjävesi und Jyväskylä, wo wir am Nachmittag bei Freunden zu einem Fest eingeladen waren, wartetet wir auf die lauten Boliden...
und wurden nicht enttäuscht. Hier fährt der finnische Rallyheld Mikko Hirvonen an uns vorbei.
Und was blieb vom Wochenende ausser Benzingeruch und Ohrensausen? Zum einen die Genugtuung, dass Sébastien Loeb die Rally Finnland wieder einmal gewonnen hatte, zum andern der Fakt, dass unsere Rallyautosammlung um 2 Fahrzeuge erweitert wurde (v.l.n.r.: Hirvonen, Loeb, Grönholm).
















