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Samstag, 30. Juli 2011

Wwwwwrrrrhmmmm!

Jyväskylä steht Kopf, es ist Rally-Zeit.


Es ist das wichtigste Wochenende des Jahres, und der einzige richtige internationale Anlass der Stadt. In der Rally-Weltmeisterschaft werden 13 Rennen auf der ganzen Welt ausgetragen, aber das berühmteste, schnellste und spektakulärste findet in Finnland statt. Zehntausende von (mehrheitlich männlichen) Besuchern lockt das Rally jährlich an, die Strassen sind voll von Menschen aus der ganzen Welt. 

Zugegeben, wir hatten letztes Jahr geschworen, dass wir das Rally dieses Jahr ignorieren werden, aber mit 2 Knaben, die nur Räder im Kopf haben, war dies unmöglich. Und so besuchten wir den Anlass so intensiv wie noch nie, schliesslich war das ja unsere letzte Gelegenheit. Als Erstes besuchten wir am Donnerstag den Service-Park und schauten uns die Rennfahrerpräsentation beim Start an.


Rallyautos, soweit das Auge reichte... Im ganzen nahmen über 200 Wagen am Wettkampf teil.


Jonas hatte sich schnell entschieden, für wen er fanen will: Für Sébastien Loeb, den Sieger der letzten 7(!) Weltmeisterschaften. Als er erfuhr, dass der Franzose in der Schweiz wohnt, war der Fall klar.

Aber auch sonst gab es im Service-Park immer etwas zu tun: Zum Beispiel selber Rennen fahren, ...

Boxenstopps durchführen...


oder das Rennen live im Fernsehen mitverfolgen.

 

Für den Abend hatten sich Jonas und Christian etwas ganz Spezielles ausgedacht: Sie besuchten die 3. Etappe (Special Stage) in Laajavuori. Diesmal nicht wie letztes Jahr im Wald, sondern auf der Skipiste.


Sie ergatterten sich einen Platz in der ersten Reihe und mussten danach über eine Stunde warten, bis es endlich los ging. Und dann rasten die kleinen, aber unheimlich schnellen Fahrzeuge im Minutentakt an ihnen vorbei. Fast 120 km/h beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit während des Rennens, das 3 Tage dauert und aus 22 Etappen besteht.


Hier fliegt der finnische Vorjahressieger Jari-Matti Latvala durch die Gegend (klicke auf das Bild um es in voller Grösse zu sehen), ...


 kurz darauf braust auch unser Liebling Sébastien Loeb an uns vorbei.


Nach 2 Stunden traten wir wieder den Heimweg an.


Der Freitag war ein Rally-freier Tag, aber am Samstag ging es weiter. Zwischen den Etappen legen die Fahrer immer wieder weite Strecken auf den normalen Strassen zurück (und müssen sich an die normalen Verkehrsregeln halten), und das wollten wir ausnützen. Zwischen Petäjävesi und Jyväskylä, wo wir am Nachmittag bei Freunden zu einem Fest eingeladen waren, wartetet wir auf die lauten Boliden...


und wurden nicht enttäuscht. Hier fährt der finnische Rallyheld Mikko Hirvonen an uns vorbei.


Und was blieb vom Wochenende ausser Benzingeruch und Ohrensausen? Zum einen die Genugtuung, dass Sébastien Loeb die Rally Finnland wieder einmal gewonnen hatte, zum andern der Fakt, dass unsere Rallyautosammlung um 2 Fahrzeuge erweitert wurde (v.l.n.r.: Hirvonen, Loeb, Grönholm).


Sonntag, 20. März 2011

Turnhalle

Wie schon angekündigt, ging es diesen Sonntag zum zweiten Mal zum Lasten Liikuntapeuhula, eine Turnhalle voll von Spielgeräten (und vielen vielen anderen Kindern). 3 Stunden lang klettern, ...


spielen, ....


und turnen.


Auf Wunsch von Jonas noch diesen kleinen Film vom Schweizer Kimi Raikkönen.

Sonntag, 6. Februar 2011

Skiweekend

Dieses Wochenende stand ganz unter dem Motto Skifahren. Endlich war es soweit und wir fuhren mit Jonas nach Laajavuori, mieteten uns zwei paar Skis und wagten uns auf die Piste.


Für eine Stunde kostete das gerade mal 10 Euro pro Person, alles inbegriffen, und der Bubilift war sowieso gratis.


Beide waren blutige Anfänger, sowohl Jonas als Skifahrer wie auch Christian als Skilehrer.


Aber bereits nach 2 mal rauf und runter hatten sie bereits so viel Erfahrung gesammelt, dass sie es geniessen konnten.


Der Kinderlift hatte keine Griffe, einfach ein Seil, an dem man sich festhalten musste. Man kann sich ja vorstellen, wie sich das in Christians Armen und Händen anfühlte, wenn sich gegen 100 kg den Berg heraufziehen liessen.


Auch Loris kam voll auf seine Rechnung, er durfte mit Susanne schlitteln und sich die Schneemobile anschauen gehen.


Jonas gefiel das Ganze so gut, dass wir mit ihm am Sonntag gleich nochmals fahren gingen, diesmal zusammen mit Susanne. Niemals hätten wir gedacht, dass er sich dafür so begeistern lässt. Ausserdem klappte es mit dem Üben ganz gut, auch wenn es natürlich bis jetzt unter dem Motto "Kennenlernen" lief.


Loris war schon ein wenig neidisch. Vielleich ist er ja nächstes Jahr dran?

Sonntag, 26. Dezember 2010

Schlittschuhlaufen

Der Dezember war punkto Schlaf ein harter Monat gewesen. Zwar war Loris im Gegensatz zum Vormonat nie krank, aber dafür stand Jonas jeden Morgen extrem früh auf, weil er ja unbedingt zu seinem Adventskalender musste. Alle Versuche von uns, dies ein wenig später durchzuführen, misslangen. Wer jetzt denkt, dass wir nach der Aufregung von Vorweihnachtszeit und Weihnachten wieder länger schlafen können, der liegt falsch. Denn jetzt können es die beiden Jungs am Morgen früh nicht mehr erwarten, mit ihren neuen Geschenken zu spielen.


Und so spielten sie heute, bis es hell wurde, ...


aber dann ging es los mit dem Erwachsenenprogramm: Schlittschuhlaufen auf dem Stadtsee Jyväsjärvi. Hier wurde, wie jedes Jahr, eine 2.5 km lange Rundstrecke präpariert (leider hatten wir unsere Kamera vergessen, daher wurdendie folgenden Bilder mit der Handy-Kamera gemacht und deshalb von minderwertiger Qualität).


Und weil unsere zwei Knaben noch nicht selbst Schlittschuh laufen können, verfrachteten wir Loris in den Kinderwagen...


und Jonas in den Bob, und machten uns auf den Weg.


Das funktionierte eigentlich recht gut, und keiner der beiden beklagte sich. Es war heute wärmer geworden (-10°C), aber leider wehte ein starker Wind. Dies kümmerte uns zwar in der ersten Streckenhälfte nicht gross, aber der Weg zurück gegen den eisigen Gegenwind war wirklich ein Kampf.

Nach diesem eisigen Erlebnis hatten wir eine Belohnung verdient. Wir gingen in den nahe gelegenen Videoshop und liehen uns die "Cars" DVD aus. Währenddem Susanne einen Mittagsschlaf machte, genossen die Männer den Film.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Wintersport

In den letzten paar Wochen hatten wir nicht viel Zeit im Freien verbracht, zu kalt war es und Loris häufig krank oder angeschlagen. Aber heute hatten wir genug vom Leben in der Wohnung und machten uns bei -18°C auf zur Skihütte Ladun Maja. Hier kann man bestens schlitteln...


oder langlaufen.


An/auf dem kleinen See Korloppinen mitten im tief verschneiten Wald...


genossen wir den kalten und grauen Wintertag, auch wenn es Loris nicht wirklich gefiel (ab -15 Grad beginnt er jeweils zu stänkern).



Manchmal sah man sogar die Sonne.


Die Skihütte war leider noch zu, und die Männer mit den Schneetöffs mit Loipen präparieren beschäftigt.


Im Januar, wenn alle Loipen bereit sind, werden hier wieder unzählige Skifahrer ihre Runden drehen und kurz in der warmen Skihütte einkehren.

Freitag, 30. Juli 2010

Tollkühne Männer in ihren rasenden Kisten

Es ist Ende Juli und daher in Jyväskylä - Rallyzeit. In und um unseren Wohnort herum findet eines der 13 Rally WM-Rennen statt. Es ist der einzige grosse internationale Anlass in Zentralfinnland und lockte jährlich zehntausende von Besuchern an.

Dies ist unser dritter Sommer hier. Im ersten Jahr sagten wir, dass wir sicher nie ans Rally gehen würden. Im zweiten Jahr war unsere Neugierde bereits so gross, dass wir 2 Mal den Service Park besuchten. Und im dritten Jahr? Der Zufall wollte es, dass heuer eine der Wettkampfstrecken nur unweit von Konnevesi lag und dass die dort gelegene Forschungsstation (und die ganze Region) nach einem starken Unwetter für 2 Tage keinen Strom hatte. So fuhr der temporär arbeitslos gewordene Christian ans Rally. An der Special Stage (so werden die einzelnen Rennabschnitte genannt) Sirkkamäki wollte er sich das Ganze mal genauer anschauen. Ob es wohl wirklich so langweilig ist, wie man es sich vorstellt?

Er machte sich also auf den Weg durch den Wald, um an einer geeigneten Stelle diese tollkühnen Männern in ihren rasenden Kisten zu beobachten.


Nach einer langen Stunde Warten ging es los, der Franzose und WM-Führende Sébastien Loeb brauste um die Ecke. Zu schnell für die Kamera.


Für diese sehr kurze Rennstrecke (6.45 km) benötigte der schnellste Fahrer 3 Minunten und 4 Sekunden. Dies bedeutet fast 130 km/h im Schnitt - der blanke Wahnsinn.


Der typische Rallybesucher ist männlich und sitzt auf einem selbst mitgeschleppten Klappstuhl. Er ist unsportlich, trinkt Bier und raucht eine Zigarette nach der anderen. Mückenspray benützt er partout nicht und lässt sich lieber von den Stechmücken und den besonders fiesen Kriebelmücken fressen. Er hat ein Radio dabei und hört das Rally Radio, wie alle anderen. Die ganz angefressenen Besucher schleppen Partygrill und Würste mit, andere bauen kleine Zelte auf, für den Fall, dass es regnen könnte. Kommt dann ein Auto daher geschossen, hebt er nur ein kurz den Kopf. Es sei denn, es war ein finnischer Rallyfahrer, dann klatschen ganz verhalten.


Gibt es aber einen Unfall, dann rennen und schreien alle los und wollen als erste am Ort des Geschehens sein. Glücklicherweise war dies aber bei unserer Kurve nur einmal der Fall, der Rest der Teilnehmer raste ohne Probleme durch den Wald.


Trotz den interessanten Möglichkeiten der Sozial- und Verhaltensstudien war es Christian dann irgendwann zu langweilig und zu blöd, und er machte sich auf den Weg zurück zum Parkplatz. Dabei kam er noch am Start vorbei und verblieb noch eine Weile. Hier war es ganz spannend, man sah die Autos ein wenig länger, es hatte viele Familien mit Kindern, weniger Mücken und mehr Himmel.


Das war er also gewesen, sein erster und sicher auch letzter richtiger Rallybesuch. Gewonnen hat übrigens überraschend der Finne Jari-Matti Latvalla. Der letztjährige Sieger, Mikko Hirvonen, musste bereits in der 4. Etappe aufgeben. Wer wissen will, warum, der schaue sich doch diesen kurzen Film an.

Sonntag, 13. Juni 2010

WM

Es ist Fussball-WM, und aus genetischen und familientechnischen Gründen fanen wir natürlich für England...


... und die Schweiz. Finnland ist nicht dabei, noch nie hat die Nationalmannschaft die Qualifikation für eine EM oder WM geschafft.


Fussball, Männersache?


Egal, Hauptsache fernsehen.


Dienstag, 9. März 2010

Luistelu

Auf der Tafel steht: "Bewegung auf eigene Gefahr. Beachte die möglichen Risse". Es sollte nichts nützen, denn nach 200 m Schlittschuhlaufen (Luistelu) auf dem Jyväsjärvi blieb eine Kufe von Christian bei vollem Tempo im Eis hängen und er flog im hohen Bogen auf den Bauch.


Trotzdem lohnte es sich, während der Mittagspause zwei Runden à la 2.5 km zu drehen. Das Wetter war prächtig, aber das Eis in bedenklichem Zustand. Schade, denn die Arbeiter von der Stadt geben sich grosse Mühe, die Bahn (in diesem früheren Beitrag von oben zu sehen) in Schuss zu halten.


Schon schön, wenn man sich gleich neben dem Arbeitsplatz so sportlich betätigen kann.


(Mit einem Klick auf das Bild kannst Du Dir grosse Version des Panoramas betrachten.)