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Freitag, 2. September 2011

Countdown

Die letzten Tage verbrachten wir im Stadtsommerhaus unserer Vermieter. Es war der ideale Ausgangspunkt für unsere letzten Pflichten, Besuche und Ausflüge.


Die vergangenen Tage waren anstrengend gewesen, sowohl physisch (packen, putzen, tragen) wie auch psychisch (traurige Abschiede). Jonas z. Bsp. schlief einmal während der Mittagsruhe ein (ein Novum)...


und Loris hat grundsätzlich eine schwierige Zeit, musste viel weinen und bekam sogar noch Fieber. Besonders der sehr traurige Abschied vom Päiväkoti hatte Spuren hinterlassen.


Trotz allem versuchten wir den Jungs ein noch möglichst unbeschwertes Programm zu bieten.


Unter anderem holten wir nach einem Monat endlich den 1. August nach, ...


vorher war es wegen Mangel an Dunkelheit schlicht nicht möglich gewesen.


Und natürlich genossen wir die letzten Stunden an den Seen.


Für Christian gab es noch ein besonderes Leckerbissen, denn er war zu einer Karonkka (Doktorfeier) eingeladen und konnte sich da von all seinen Mitarbeitern verabschieden. Die Aufmachung war für den Mode-Muffel zwar etwas ungewohnt (Anzüge sind Pflicht an solchen Anlässen), aber das Fest war toll und die Nacht sehr lang.


Unser letzter Besuch galt der von Jonas und Loris heiss geliebten Babysitterin Riikka, die in der Nähe des Sommerhauses lebt. 


Am Anfang waren die beiden Jungs zwar noch etwas scheu, aber bald legte sich das und sie verabschiedeten sich herzlich von ihr.
 
Ja, und heute war es soweit, unser letzter Tag in Finnland war gekommen. Doch gross Zeit für Sentimentalitäten gab es nicht, zu viel Arbeit lag noch noch vor uns. Währenddem sich Jonas und Loris Kinderfilme anschauten, ...
 
 

räumte Susanne das Sommerhaus auf und füllte Christian das Auto. Unsere Planung war gut gewesen, es hatte genügend Platz für alles.


Damit konnte das letzte grosse Abenteuer dieses Lebensabschnitts losgehen: Die, je nachdem, kurze oder lange Reise zurück in den Süden, in die Schweiz.

Sonntag, 28. August 2011

Letzte Tage

Morgen geht's los, die Koffer werden gepackt und bald heisst es Abschied nehmen von unserer neuen Heimat, unserer Wohnung und unseren Freunden. Den Kindern und unseren Nerven zu liebe versuchten wir aber, diese Zeit möglichst ruhig und normal anzugehen. Hier einige Eindrücke von den letzten 4 Tagen.

Für unsere finnischen Freunde wollten wir eine Abschieds- und Adressänderungskarte erstellen. Die Aufnahmen für das dazugehörende Foto waren allerdings eher schwierig, denn Jonas und Loris stritten sich andauernd darum, wer welche Flagge halten darf. Irgendwann, nach vielen Tränen, gelang es aber doch noch:


Jonas und Loris verbringen momentan viele Tage im Päiväkoti. Einerseits sollen sie die verbleibende Zeit noch voll ausnützen, anderseits können Susanne und Christian so den Umzug in Ruhe vorbereiten.


In den letzten Wochen hatte es auch ein paar Geburten in unserem Freundeskreis gegeben, und die Neugeborenen wollten wir natürlich vor unserer Abreise noch sehen. Laura zum Beispiel wurde gerade zum zweiten Mal Mutter einer kleinen Tochter.


Deren Schwester Jade ist eine alte Päiväkoti-Freundin von Jonas.


Ein eigentliches Abschiedsfest liessen wir bleiben, aber die deutschsprachige Spielgruppe, die Jonas und Loris regelmässig besuchten, luden wir in unserer Wohnung zu Spiel, Kaffee und Wein ein. Wegen uns (und der Familie Meier) wechselte die Spielgruppe einst ihren Namen, von "Deutsch" auf "deutschsprachig".


Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen, diesen Sommer viel in den Nationalparks wandern zu gehen. Aber wegen unseren vielen Reisen (die zum Teil auch Wanderungen beinhalteten) kamen wir bisher nicht dazu. Dieses Wochenende, an dem es sommerlich warm war, holten wir es nach, und machten uns auf zum Nationalpark Leivonmäki.


Sogar Loris wollte ein paar Schritte zu Fuss gehen, ...


bevor er zum letzten Mal das finnische Strandleben genoss.


Jonas bewältigte die 6 km lange Strecke ohne Probleme und Murren.


Zuletzt lösten wir noch das Versprechen ein, dass die Kinder noch einmal das HopLop, den grossen Indoor-Spielplatz, besuchen durften.


Die Freude war riesig...


Eigentlich ist das HopLop ja ideal für eiskalte Wintertage, aber für einmal drückten wir ein Auge zu, obwohl draussen die Sonne schien. Und die Jungs genossen es...


in vollen Zügen.

Sonntag, 12. Juni 2011

Kavereita

Auch dieses Jahr waren wir, beziehungsweise Jonas, zu Vanessas Geburtstag eingeladen. Vanessa geht zusammen mit Jonas ins Päiväkoti, und ihre Mutter Susanna war einst Loris' Tagesmutter. Jonas scheint einen guten Draht zu den Mädchen seiner Gruppe zu haben, denn sowohl Vanessa wie auch Enna (unten links) gehören zu seinen besten Freundinnen. Freunde sein ist generell wichtig in der Krippe, jeden Morgen fragen sich die Kinder gegenseitig "Ollaanko kavereita?", korrekt übersetzt "Sind wir Freunde?", in der Praxis heisst es aber "Wollen wir spielen?". Mit Enna kann er es besonders gut, sie freut sich immer riesig, wenn Jonas am Morgen kommt, und manchmal umarmt sie ihn dabei so richtig herrlich.


Eigentlich gab es keine Kleidervorschriften, aber weil die Kinder letztes Jahr verkleidet kommen mussten, wollte dies Jonas auch dieses Jahr wieder tun. Trotz der grossen Hitze im Häuschen des Spielplatzes Mäki-Matti trug er die Piratenkleidung über den normalen Kleidern.


Und natürlich gab es viele Süssigkeiten, einen Geburtstagskuchen, selbstgemachte Pizza und viele schweigende finnische Eltern.


Wegen des heissen und feuchten Mikroklimas im Häuschen zog es viele Kinder immer wieder nach draussen, so auch Loris, der sich hier bei den Indianerhäuschen abkühlt.

Freitag, 27. Mai 2011

Farewell

Nach 3 Jahren ist endgültig Schluss! Den letzten Arbeitstag an der Universität Jyväskylä verbrachte Christian in einem gemütlichen Statistikkurs, danach ging es fast direkt in die Stadt für einen Abschiedsabend mit guten Arbeitskollegen/innen. Es sollte ein langer Abend werden. Hier einige Eindrücke (Fotos von Gilbert Ludwig):


Mit Mikael und Lauri.


Und es gab auch Geschenke, nein, kein neues iPhone, aber einen Schnaps, einen Holzbecher und ein echtes, handgemachtes finnisches Messer!


Als Christian gegen 4 Uhr nachts die 300 m Heimweg vom Stadtzentrum zur Wohnung spazierte, glich die Innenstadt einem Irrenhaus. Ein Nackter rannte schreiend herum, eine Frau erbrach beim Stadtbrunnen, zwei Betrunkene erleichterten sich bei der Türe des Immobilienhändlers, und die Sanität kümmerte sich um eine Alkoholleiche. Kurz gesagt, in der Stadt hielten sich nur noch Leute auf, die es nicht mehr nach Hause schafften. Finnland halt...

Sonntag, 8. Mai 2011

Muttertag

Weil Susanne am Muttertag natürlich ausschlafen durfte, bereiteten die 3 männlichen Mitglieder der Familie eine leckeres Frühstück vor.

 

Jonas und Loris konnten es fast nicht mehr erwarten, bis Mama endlich aufstand, und campierten zeitweise vor der Schlafzimmertür.


Dann war es aber endlich soweit und sie durften ihre Geschenke (eine Kette und ein Kuchen vom Päiväkoti, und ein Poster vom Donnerstag) der über alles geliebten Mama überbringen.

Susanne hatte sich zum Muttertag einen Ausflug ins Grüne gewünscht, und so machten wir am Nachmittag unsere allererste gemeinsame Velotour.


Für Loris war es das erste Mal im Kindersitz, aber er schien es sichtlich zu geniessen und hatte seinen Spass dabei.


Jonas hatte in den vergangenen Tagen tüchtig geübt und meisterte die insgesamt 4 km ohne Probleme. Einzig wenn es bergauf ging, musste er von Christian geschoben werden.


Am Tuomiojärvi parkierten wir unsere 3 Drahtesel...


und spielten fast schon wie im Sommer am Sandstrand.


Einzig die Wassertemperatur liess zu wünschen übrig, mit Ausnahme der obersten 10 cm war der See nämlich eiskalt. Kein Wunder, vor kurzer Zeit herrschte hier noch Eiszeit. Doch Loris und Jonas war das egal, die Saison war eröffnet.
 

Und natürlich durfte auch eine kleine Zwischenverpflegung nicht fehlen.

Sonntag, 1. Mai 2011

Oldtimers

Der Vappu, der 1. Mai, hat hierzulande als Tag der Arbeit nur eine geringe Bedeutung. Zwar finden in Helsinki einige Veranstaltungen der Gewerkschaften statt, aber eigentlich ist es der Tag der jetzigen und ehemaligen Studenten. Traditionellerweise macht man in Jyväskylä ein Picknick am Hausberg Harju, dazu wird (auch am Tag davor) tüchtig gebechert. Die ehemaligen Studenten tragen ihre weissen Mützen, die sie bei der Matur bekommen haben, und besuchen die Innenstadt für Konzerte und ein paar Leckerbissen. Aus temperaturtechnischen Gründen verzichteten wir auf das Picknick im Freien und luden dafür unsere Freunde MMNs (MikaMonikaNoah) zum Brunch ein. Währenddem die Eltern schlemmten, amüsierten sich die Kinder bestens (ausser sie stritten sich gerade).



Die Tradition will es auch, dass am 1. Mai in Jyväskylä hunderte von Oldtimern ihre Runden drehen.


Das durften wir natürlich nicht verpassen.


Hier...


einige...


Beispiele...


Der Wind blies so kalt aus dem Norden, dass Christian Jonas immer wieder auf eine Aufwärmrunde schicken musste.


Zum Abschluss gönnten wir uns in der Innenstadt noch eine echte und leckere deutsche Bratwurst. Endlich mal etwas Abwechslung zu den (meist guten) finnischen Spezilaitäten, die sonst hier bei Festivitäten angeboten werden.

Samstag, 23. April 2011

Saisoneröffnung

Kesämökki-Saisoneröffnung! Heute waren wir ins Sommerhaus der MMNs (Mika, Monika und Noah) am Armisvesi eingeladen. Das Wetter war fantastisch und die Kulisse imposant.


Das Eis des Sees war erst, wenn überhaupt, nur ganz am Ufer des Sees geschmolzen. Die 3 Jungs machten sich natürlich sofort an die (nicht ganz ungefährliche) Eisbrecher-Arbeit.


Neben der obligaten Sauna mit Abkühlung im eiskalten Wasser stand sonst noch auf dem Programm: Grillieren...


Ostern...


Eier suchen...


Den Wald erkunden...


Freundschaften pflegen...


Und das Boot für den Sommer streichen....


Ach, wie schön wäre es doch, ein eigenes kleines Sommerhaus an so einem schönen Ort zu haben. Zum Glück haben wir für unsere Sommerferien ein Mökki in der Nähe von Kuopio gemietet.