Heute ging Susanne aus. Der männliche Teil der Familie verabschiedete sie und wartetet danach ungeduldig am Fenster, bis sie nicht mehr zu blicken war. Denn sie durfte auf keine Fall bald zurückkommen.
Schliesslich musste für den Muttertag vom Sonntag noch tüchtig geklebt und gemalt werden.
Während sich Loris schon bald mit anderem beschäftigte...
war Jonas voll in seinem Element und kreierte sogar noch ein 2. Werk.
Nach dieser eher ruhigen halben Stunde war dann aber wieder Action angesagt. "Mikki hiiri" hiess das Spiel, wobei dem man mit einem grossen Ballon im Anhang möglichst wild durch die Wohnung Kurven musste. Irgendwie erinnerte das ganze an die gute alte Auto-Scooter Zeit.
Frauenabend:
Katrin, eine Freundin von Susanne aus der deutschsprachigen Spielgruppe, hatte die Mädels zu einem gemütlichen Abend bei sich zu Hause in Vesanka eingeladen. Da ihre Sauna gerade umgebaut wird, musste eine andere Beschäftigung gefunden werden, und so lautete das Motto eben Karjalanpiirakka backen. Wir essen diese Dinger ja beinahe täglich, haben es bisher aber noch nie geschafft, sie selbst zu machen.
Obwohl man immer wieder Schauergeschichten hört, wie schwierig es sei, gute Piirakkas selber zu backen, und dass heutzutage fast keiner mehr dazu in der Lage sei, machten wir uns guten Mutes ans Werk. Den Teig und die Zutaten hatte Katrin netterweise bereits vorbereitet (wir wollten ja an diesem Abend nicht nur arbeiten...):
Teig:
0,2 l Wasser
2 Teelöffel Salz
200 g Roggenmehl
100 g Weizenmehl
Füllung:
180 g Reis
1 l Milch
Salz
1 Ei
2 Esslöffel Butter
Dann wurde fleissig gewallt (mit einem speziellen Piirakka-Wallholz), Füllung aufgetragen und die Piirakkas geformt. Dann ab in den Holzofen! Zwar sahen unsere Piirakkas nicht ganz so perfekt aus wie diejenigen von der Grossbäckerei Fazer, das Resultat konnte sich aber doch sehen lassen. Und v.a. schmeckten sie unglaublich gut, so direkt aus dem Ofen!
Ansonsten wurde viel geplaudert, gegessen und getrunken und gelacht. Ein richtig schöner Abend!
Die Männer zu Hause hätten sich übrigens keine Sorgen zu machen brauchen, dass Susanne allzu bald wieder zurückkehren könnte. Auf der Rückfahrt nach Jyväskylä sahen wir bereits wieder das erste Tageslicht am Horizont (wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass die finnischen Nächte von Tag zu Tag kürzer werden).



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