Dieses Jahr waren wir noch nie (oh Wunder) in unserer finnischen Lieblingsstadt Kuopio. Dies sollte sich aber jetzt ändern. Wie immer warteten wir, bis sich das Wetter von seiner besten Seite präsentierte, und machten uns auf den Weg. Die wunderschönen 150 km in den Nordosten fuhren wir ohne Zwischenhalt, damit Loris seinen wohlverdienten Mittagsschlaf abhalten konnte.
Und natürlich fuhren wir fast direkt zum Puijo, dem 75m hohen Turm auf dem gleichnamigen Hügel.
Die Aussicht vom Turm ist unserer Meinung nach etwas vom Feinsten, was Finnland zu bieten hat. Fast 360°C nur Wasser und Inseln. Dabei sieht man nur einen einzigen See, den Kallavesi.
Ok, für die Jungs ist das vielleicht nicht so attraktiv, aber sie hatten trotzdem ihren Spass.

Danach fuhren wir zu unserem Hotel und durften erfreut feststellen, dass wir ohne Aufpreis in einer "Suite" übernachten durften. Ok, das Hotel war nicht speziell toll und der Suite hätten einige zusätzliche Fenster nicht geschadet, aber immerhin hatten wir 2 Zimmer und damit etwas einfachere Verhältnisse beim Schlafengehen.
Als nächstes gingen wir zu Fuss/im Kinderwagen/per Trotinett zum Hafen, ...
genossen die Sonne und den Ausblick auf den tiefblauen Kallavesi.
Leider ist es im Moment aus diversen Gründen mit Jonas und Loris extrem anstrengend, im Restaurant zu essen. Daher versuchten wir, es möglichst schnell hinter uns zu bringen, und machten uns danach nochmals auf den Weg zum Puijo. Den Sonnenuntergang hatten wir zwar knapp verpasst und der Trum war bereits geschlossen, aber trotzdem war die Stimmung eindrücklich.
Am zweiten Tag unseres kleinen Auflugs erkundeten wir die Stadt, ...
gingen auf den Markt,...
genossen die Herbststimmung...
und besuchten auf ausdrücklichen Wunsch von Jonas das Automuseum. In der kleinen, aber feinen Ausstellung gab es etwa 20 uralte bis alte Autos zu bewundern, wie hier diesen roten Fiat 600.
Dann machten wir uns bereits auf den Heimweg, denn wir hatten beschlossen, eine etwas längere Route zurück zu nehmen und ein paar Zwischenstopps zu machen. Wie hier zum Beispiel am nördlichen Konnevesi...
und am Hafen von Konnevesi selbst.
Inzwischen befinden wir uns mitten im Herbst. Die Birken, die sich wie immer als letzte dem kühler werdenden Wetter widersetzen, sind fast alle schon gelb. Jetzt wissen wir, dass es nur noch ein paar Wochen dauert, bis alle Bäume ihre Blätter verlieren und der dunkle, graue und kalte Spätherbst (oder eher Frühwinter) beginnt. Aber uns ist es egal, bei diesem Wetter geniessen wir einfach die herrliche Herbststimmung mit den farbigen Wäldern, der klaren Luft und dem ewigen Abendlicht. Wenn sich am Abend die Birken von Gelb in Gold verwandeln, dann halten wir es wie Andrew Bond und singen laut: "De Herbscht isch oisi Lieblingsziit".
Dann war sie aber leider schon vorbei, unsere kurze, aber tolle fast wolkenfreie Reise. Genug der Superlativen, morgen ist wieder Alltag angesagt.









