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Montag, 27. September 2010

Lieblingszeit- und stadt

Dieses Jahr waren wir noch nie (oh Wunder) in unserer finnischen Lieblingsstadt Kuopio. Dies sollte sich aber jetzt ändern. Wie immer warteten wir, bis sich das Wetter von seiner besten Seite präsentierte, und machten uns auf den Weg. Die wunderschönen 150 km in den Nordosten fuhren wir ohne Zwischenhalt, damit Loris seinen wohlverdienten Mittagsschlaf abhalten konnte. 

Und natürlich fuhren wir  fast direkt zum Puijo, dem 75m hohen Turm auf dem gleichnamigen Hügel.

 

Die Aussicht vom Turm ist unserer Meinung nach etwas vom Feinsten, was Finnland zu bieten hat. Fast 360°C nur Wasser und Inseln. Dabei sieht man nur einen einzigen See, den Kallavesi.


Ok, für die Jungs ist das vielleicht nicht so attraktiv, aber sie hatten trotzdem ihren Spass.


Danach fuhren wir zu unserem Hotel und durften erfreut feststellen, dass wir ohne Aufpreis in einer "Suite" übernachten durften. Ok, das Hotel war nicht speziell toll und der Suite hätten einige zusätzliche Fenster nicht geschadet, aber immerhin hatten wir 2 Zimmer und damit etwas einfachere Verhältnisse beim Schlafengehen.


Als nächstes gingen wir zu Fuss/im Kinderwagen/per Trotinett zum Hafen, ...


genossen die Sonne und den Ausblick auf den tiefblauen Kallavesi.


Leider ist es im Moment aus diversen Gründen mit Jonas und Loris extrem anstrengend, im Restaurant zu essen. Daher versuchten wir, es möglichst schnell hinter uns zu bringen, und machten uns danach nochmals auf den Weg zum Puijo. Den Sonnenuntergang hatten wir zwar knapp verpasst und der Trum war bereits geschlossen, aber trotzdem war die Stimmung eindrücklich.


Am zweiten Tag unseres kleinen Auflugs erkundeten wir die Stadt, ...

 

gingen auf den Markt,...

genossen die Herbststimmung...


und besuchten auf ausdrücklichen Wunsch von Jonas das Automuseum. In der kleinen, aber feinen Ausstellung gab es etwa 20 uralte bis alte Autos zu bewundern, wie hier diesen roten Fiat 600.


Dann machten wir uns bereits auf den Heimweg, denn wir hatten beschlossen, eine etwas längere Route zurück zu nehmen und ein paar Zwischenstopps zu machen. Wie hier zum Beispiel am nördlichen Konnevesi...


und am Hafen von Konnevesi selbst.


Inzwischen befinden wir uns mitten im Herbst. Die Birken, die sich wie immer als letzte dem kühler werdenden Wetter widersetzen, sind fast alle schon gelb. Jetzt wissen wir, dass es nur noch ein paar Wochen dauert, bis alle Bäume ihre Blätter verlieren und der dunkle, graue und kalte Spätherbst (oder eher Frühwinter) beginnt. Aber uns ist es egal, bei diesem Wetter geniessen wir einfach die herrliche Herbststimmung mit den farbigen Wäldern, der klaren Luft und dem ewigen Abendlicht. Wenn sich am Abend die Birken von Gelb in Gold verwandeln, dann halten wir es wie Andrew Bond und singen laut: "De Herbscht isch oisi Lieblingsziit".


Dann war sie aber leider schon vorbei, unsere kurze, aber tolle fast wolkenfreie Reise. Genug der Superlativen, morgen ist wieder Alltag angesagt.

Samstag, 18. September 2010

Ween Maan Wiljaa

Es ist Mitte September, und daher wieder Zeit für den grossen Herbstmarkt von Jyväskylä (Ween Maan Wiljaa). Den wollten wir uns natürlich auch dieses Jahr nicht entgehen lassen (wir hatten ja schon letztes und vorletztes Jahr davon berichtet).



Da wir ja nicht für immer in Finnland bleiben und uns möglichst keine neuen Staubfänger aneignen wollen, konzentrierten wir uns auf das Kulinarische. Und davon gibt es diesem Mark zu Genüge, und in allerbester Qualität. Zum Beispiel Pilze...


Muikku (kleine Maräne als Ganzes gegessen, die Spezialität der Region) und...


warmgeräucherter Lachs (lämminsavu lohi, aus Norwegen...).



Natürlich liessen wir uns die Muikku nicht entgehen. Susanne kann sie nicht ausstehen, ...


Jonas liebt sie aber.


Loris ertrug das Ganze geduldig im Kinderwagen. Allzu lange blieben wir nicht, denn anscheinend hatten nicht nur wir die Idee, an den Markt zu gehen, es wurde langsam ungemütlich mit den vielen Leuten.


Wir gingen daher nach Hause, schliesslich mussten wir ja noch Loris' Geburtstagsfestchen vorbereiten.

Sonntag, 23. Mai 2010

Fischmarkt

Zufälligerweise hatten wir mitbekommen, dass am Wochenende ein Markt am Hafen stattfinden sollte. Die beste Gelegenheit, um Muikkuja (kleine Maränen) essen zu gehen. Als wir dort eintrafen, stellten wir fest, dass es sich um einen Fisch(erei)-Markt handelte. Um so besser, dachten wir. Es wurden nicht nur frische Fische angeboten (wie hier ein riesiges Exemplar eines Kuha - Zahnder)...


... sondern auch Produkte, die man eben für's Fischen und Fischkochen benötigt. An einem Stand wurde sogar demonstriert, wie man Fische filetiert und zubereitet.


Gleich nebenan zeigten verschiedene Anbieter, wie man Fische räuchert, ob am Feuer...


... oder im mobilen Räucherhäuschen.


Und natürlich gab es allerlei frisch gekochte Leckerbissen zu kaufen...


... und so kamen wir denn auch zu unserem erhofften Mittagessen.


Den Rest des Vormittages verbrachten wir dann spielend beim Hafen.


Am Nachmittag goss es aus Kübeln. Trotzdem gingen wir mit dem protestierenden Jonas zum Spielplatz, und bauten Autobahnen und Lappendörfer.

Mittwoch, 17. März 2010

Kalaliike Mäkinen

Seit Anfang Jahr gibt es wieder einen kleinen privaten Fischladen in Jyväskylä, das Kalaliike (Fischgeschäft) Mäkinen. Das gleiche Unternehmen verkauft seine Fische auch auf dem Marktplatz. Leider bleiben solche Läden eine absolute Rarität in der Stadt, einen eigenständigen Metzger oder eine Bäckerei sucht man vergeblich. Dies hat verschiedene Gründe: Einerseits haben kleine Läden gegen das riesige und gute Angebot der grossen Einkaufszentren wie Prisma und Citymarket keine Chance. Andererseits existiert in Jyväskylä, im Gegensatz zu fast allen anderen Städten in Finnland, keine Markthallenkultur (mehr). Genau dieser Fischladen war übrigens der letzte Anbieter, der Ende 2008 aus der hiesigen Markthalle auszog, seither gibt es dort ein Fitnesszentrum.


Leider steht der Fischladen nicht gleich bei uns um die Ecke, daher waren wir noch nie dort einkaufen. Heute wollten Jonas und Christian sich das Ganze mal anschauen. Und das Sortiment war sehenswert, auch wenn die besten Stücke zu dieser Tageszeit schon verkauft waren. Wir leisteten uns ein paar Seesaiblingfilets und gingen sie nach Hause kochen. Lecker!

Sonntag, 18. Oktober 2009

Markttag

Heute Sonntag ist Markttag. Auf dem ansonsten leider häufig ziemlich ausgestorbenen Marktplatz ist so richtig was los. Wir sind früh unterwegs und drücken das Durchschnittsalter massiv nach unten.


Es gibt alle möglichen Leckereien zu kaufen. Fleisch, Fisch, Brot und andere Esswaren...



... sowie warme Wollsocken (könnte man gerade gut gebrauchen!), Mützen und andere Kleidungsstücke. Und natürlich darf auch der Muikku-Stand ...


... und das Kahvila nicht fehlen. Typische finnische Gemütlichkeit! Ein wahrlich lauschiges Plätzchen zum Schlürfen des Filterkaffees.


Jonas' Favorit ist natürlich der tolle Oldtimerstand. Und weil er so ein lieber grosser Bruder ist, muss er dann auch nicht mit leeren Händen nach Hause. Er ist nun stolzer Besitzer eines knallroten VW-Käfers! Sein kleiner Bruder hat übrigens mal wieder den ganzen Ausflug verschlafen, im Schlafsack im Kinderwagen ist es eben wirklich kuschelig.

Sonntag, 20. September 2009

Herbstmarkt

Lange hatten wir uns auf ihn gefreut, den Herbstmarkt (Ween Maan Wilja). Leider konnten ihn dieses Jahr nur Jonas und Christian besuchen, Susanne war immer noch zu wenig mobil, und Loris blieb bei ihr. Dieser Markt - nicht sehr romantisch beim Messezentrum gleich neben dem Bahnhof und der Autobahn gelegen - ist sicher eines der Highlights in Jyväskylä, ganz einfach, weil er regionale Produkte anbietet und es überhaupt keinen Ramsch zu kaufen gibt. Eigentlich schade, dass er nur einmal pro Jahr stattfindet.


Allerdings hielten es Jonas und Christian nicht sehr lange aus. Weil es am Samstag den ganzen Tag geregnet hatte, kamen wohl alle Leute am Sonntag, und mit der Zeit füllte sich der Marktplatz dermassen, dass es kein angenehmes Weiterkommen mehr gab. Trotzdem hier noch bescheidene Auswahl von dem, was es denn so zu kaufen gibt:

Puolukka (Preiselbeeren)


Valkosipuli (Knoblauch)


Körbe


Süssigkeiten am Meter


Lämminsavu lohi (Am Feuer geräucherter Lachs oder auch Regenbogenforelle)


Konserviertes vom Schwein (unerklärlicherweise unglaublich populär)


Lettu (Crêpe)


Wir genossen natürlich die feinen Muikku (frittierte Maräne) und kauften ein wenig ein.


Für Jonas und seinen Vater gab es einen Kalakukko (Roggenbrot gefüllt mit Muikku und Speck),


für Susanne einen mittelfinnischen Honig und eine Sonnenblume, und für Loris ein hippes Käppchen.