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Freitag, 22. Juli 2011

Kalastus

Ein finnisches Naturgesetz sagt: im Mökki muss gefischt werden. Und obwohl wir überhaupt keine Profis in Sachen Angeln und Fische fangen sind (mit Ausnahme des Kiemennetzfanges bei Christians Arbeit), taten wir unser Bestes, dass ab und zu ein feines Exemplar in die Pfanne oder auf den Grill kam. Hauptsächlich bedienten wir uns dabei der Fischreuse. Dabei handelt es sich um eine aus Draht gemacht Falle, wo die Fische leicht rein-, aber kaum mehr rauskommen.


Daneben versuchten wir unser Glück auch mal mit der Angel...


manchmal sogar mit Erfolg (dieser viel zu kleine Hecht durfte trotz seiner Verletzung weiterschwimmen).


Doch nicht nur Christian war aktiv, nein auch Loris, ...
Susanne...


und natürlich Jonas versuchten ihr Glück. Hier zeigt er seine künstlichen Regenwürmer, die wir in Kuopio mangels echter, lebender Artgenossen gekauft hatten. Leider hielten sie nicht ein, was auf der Verpackung versprochen wurde.

 

Erfolg hatten wir vor allem mit der Fischreuse, manchmal waren die Eglis eher klein..


ab und zu aber auch von der grösseren Sorte. Jonas präsentiert hier unseren 27 cm langen Rekordfang, ...

der trotz seiner Grösse mit der Lupe untersucht werden musste.
 
Der grösste Fisch, den wir in den 2 Wochen fingen, war dieser 43 cm langer Brachsmen. Obwohl er wegen seinen vielen Gräten nicht zuoberst auf der Wunschliste eines Fischers steht, grillierten wir dieses Prachtsexemplar. Und er war sehr gut, sein Fleisch richtig zart und schmackhaft.
Natürlich standen bei uns Aufwand und Ertrag in einem groben Missverhältnis, aber beim Fischen geht es eben auch um mehr, wie dieses Foto unten beweist. Aufgenommen während einer Abendfischtour von Jonas und Christian.

Freitag, 15. Juli 2011

Kelvänsaari

Für 2 Tage verabschiedete sich Christian von seiner Familie im Mökki und fuhr rund 200 km Richtung Osten nach Koli. Mirco, Christoph und Kusi, drei ehemalige Kollegen aus der Kantonsschule Wetzikon, hatten zusammen mit Reto für eine Woche ein Mökki gemietet. Dieses befand sich auf der Insel Kelvänsaari mitten im wunderschönen See Pielinen. In Koli wurde er mit dem Boot abgeholt, die Insel war 5 km vom Festland entfernt.


An diesem einsamen, fantastischen Stück Finnland beschäftigten sich die 4 Jungs mit folgenden Aktivitäten: 1. Fischen, 2. Fischen, 3. Fischen, 4. die gefangenen Fische essen, und 5. entweder eine Runde Jassen oder Pokern. Richtige Männerferien halt.


Im Gegensatz zu Christian und Jonas war Mirco ein richtiger Fischerprofi. Der Ertrag war beeindruckend, die Grösse der Eglis noch mehr.


Nachdem wir uns gegenseitig die letzten 15 Jahre erzählt und einen kleinen Spaziergang auf der Insel gemacht hatten, gingen wir spät am Abend mit dem Motorboot - richtig geraten - Fischen. Zuerst bei Sonnenuntergang...


Und dann mit Vollmond...


Die Kulisse war imposant, die Schnappschüsse wurden immer besser.


Auch Christian versuchte sich mit wenig Erfolg an der Angel, aber meistens genoss er die einsame und ruhige Seen- und Inselwelt. Nach Mitternacht kehrten wir zurück, die Fische hatten sich wohl zum Schlafen zurückgezogen.


Gegen 4 Uhr war Bettruhe. Am nächsten Morgen, nein Mittag, ging es dann ein wenig ruhiger zu und her. Trotzdem konnte Mirco nicht widerstehen und taumelte sozusagen direkt vom Bett ins Boot, um sein Glück erneut zu versuchen. Scheint irgendwie süchtig zu machen.


Am Nachmittag fuhren wir dann alle zusammen wieder ans Festland, die Jungs mussten noch Einkaufen gehen und wollten den Ukko-Koli besteigen. Christian hingegen fuhr die 3 Stunden wieder zurück ins eigene Mökki. Es war ein sehr kurzer, aber toller Ausflug gewesen, bei herrlichem Sommerwetter und netter Gesellschaft.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Islanti

Als Abschluss der 3 Jahre Forschung in Finnland stand für Christian noch ein besonderer Leckerbissen auf dem Programm: Eine Probenahme in Island (Islanti), oder besser gesagt 6 Tage arbeiten und 4 Tage Ferien am Polarkreis. Und sogar das Arbeiten war nicht besonders streng. Mit kleinen Fischreusen...

 

fingen wir Stichlinge, untersuchten sie auf Parasiten und nahmen DNA-Proben. Einzig das Wetter machte uns zu schaffen, denn trotz Sonnenschein war es meist nur zwischen 0 und 10 Grad kühl und es blies teilweise ein so starker eiskalter Wind, dass wir kaum stehen konnten.


Nach der Pflicht die Kür: Zum Schluss fuhren wir ein paar Tage durch die Insel und bewunderten dieses wunderschöne Land, das einem manchmal wie eine Mischung zwischen Mond und Wüste vorkommt.

Island, dass bedeutet:


Pferde...

 

 Spektakuläre Küsten...


Dorsche...


Unzählige Vögel...


z. Bsp. Papageientaucher...


Farbige Häuser...


Torfhäuser...


Seltsame Bräuche...


Schafe...


Wasserfälle...


Häfen und Schiffe...


Wale...


Vulkanische Aktivitäten...


Thermalbäder...


Seen...


Geysire...


Und sogar spektakuläre Bauwerke...


Donnerstag, 12. Mai 2011

Das letzte Mal

Jetzt beginnt sie leider, die Zeit, in der andauernd etwas zum letzten Mal stattfindet. Und heute war das: Letztes Mal an Forschungsstation in Konnevesi, zumindest offiziell. Ende Mai endet Christian's Vertrag an der Universität, und weil er noch ein paar Schachteln mit Material vom letzten Sommer rumstehen hatte, fuhr er heute dorthin. Allerdings nicht alleine, denn Jonas wollte unbedingt mitkommen.

Nach der 60-km langen Fahrt durch Wald und Landwirtschaft genehmigten wir uns ein kleines Picknick an der Stromschnelle Sikkakoski.


Das Material war schnell zusammengesucht, und so konnten wir uns der Nachwuchsforschung zuwenden. Z. Bsp. Regenbogenforellen beobachten...


Flusskrebse untersuchen...




Sand schaufeln...

Oder physikalische Exerimente durchführen, wie hier mit Eis und Wasser am Steg der Forschungsstation.


Als Abschluss gab es noch ein (wie immer) feines Essen in der kleinen Kantine von Konnevesi

Auf dem Heimweg konnten wir nicht widerstehen und besuchten die Traktorenfabrik Valtra. Zuerst mussten die tollen Spielzeuge im Besucherbereich ausporbiert werden, aber dann betrachteten wir uns auch noch die gerade fertiggestellten Traktoren hinter dem Haus. Dort standen nämlich geschätzte 450 Traktoren bereit zum Abtransport an ihre Besitzer von der ganzen Welt.

Samstag, 18. September 2010

Ween Maan Wiljaa

Es ist Mitte September, und daher wieder Zeit für den grossen Herbstmarkt von Jyväskylä (Ween Maan Wiljaa). Den wollten wir uns natürlich auch dieses Jahr nicht entgehen lassen (wir hatten ja schon letztes und vorletztes Jahr davon berichtet).



Da wir ja nicht für immer in Finnland bleiben und uns möglichst keine neuen Staubfänger aneignen wollen, konzentrierten wir uns auf das Kulinarische. Und davon gibt es diesem Mark zu Genüge, und in allerbester Qualität. Zum Beispiel Pilze...


Muikku (kleine Maräne als Ganzes gegessen, die Spezialität der Region) und...


warmgeräucherter Lachs (lämminsavu lohi, aus Norwegen...).



Natürlich liessen wir uns die Muikku nicht entgehen. Susanne kann sie nicht ausstehen, ...


Jonas liebt sie aber.


Loris ertrug das Ganze geduldig im Kinderwagen. Allzu lange blieben wir nicht, denn anscheinend hatten nicht nur wir die Idee, an den Markt zu gehen, es wurde langsam ungemütlich mit den vielen Leuten.


Wir gingen daher nach Hause, schliesslich mussten wir ja noch Loris' Geburtstagsfestchen vorbereiten.