Der 4. Tag unserer Reise verbrachten wir in Lappeenranta, einer Stadt ungefähr so gross wie Jyväskylä, gelegen in einer wild verzweigten Bucht am Südufer des Saimaas. Wir bekamen ein fast schon luxuriöses Hotelzimmer mit eigner Sauna und (zu) viel Platz zum Spielen und Rennen. Unseren ursprünglichen Plan, eine Bootsfahrt auf dem Saimaa, gaben wir wegen dem grauen Wetter auf, und schauten uns dafür die Stadt um so genauer an. Erst spazierten wir entlang dem Hafen...
bis zu einem Ort, der sich als wahres Kinderparadies entpuppen sollte. Jeden Sommer wird hier ein riesiges Sandschloss gebaut.
Das Thema dieses Jahr wahr offensichtlich der Zirkus, und die Skulpturen teilweise eindrücklich.
Und natürlich gab es auch einen riesigen Sandkasten für zukünftigen Sandschlosskünstler.
Daneben gab es andere Attraktivitäten wie Kletterparcours, Spielsommerhäuser und eine Eisenbahn.
Und auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz. Ausser uns hatte es fast keine Leute, und gratis war das Ganze auch noch.
Als Ersatz für die Bootsfahrt hatten wir eine Stadtrundfahrt in einem der Touristenzügchen gebucht. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde und die Informationen waren in diversen Sprachen erhältlich. Susanne benützte den deutschen Kanal, Jonas den finnischen.
Dank der guten Rundfahrt wussten wir nun, was wir uns noch genauer ansehen wollten, und begaben uns auf die alte Stadtfestung, wo man nicht nur einen schönen Blick auf den Hafen hatte...
sondern auch alte finnische Häuser bewundern konnte. Eine Besonderheit, wie regelmässige Leser dieses Blogs ja wissen.
Auch in der Stadt gab es einiges zu sehen. Doch was kann schon das historische Ratshaus mit Glockenturm gegen einen richtigen Radkran ausrichten?
Am Monag machten wir uns auf die Heimeise. Fast 300 km mussten wir dabei noch zurücklegen und machten daher in Puumala, einer kleine Ortschaft mitten im Saimaa-Gebiet, einen Zwischenhalt. Loris hatte schnell neue Freunde gefunden, die sich für die Krümel seines Snacks interessierten.
Die grosse Brücke von Puumala, erst im Jahre 1995 gebaut, ist zwar keine Schönheit, aber hat einen Lift, der einem auf 28 m Höhe hinaufbringt. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf den See. Das Kaffee im obersten Stock war leider geschlossen.
Zufälligerweise wurde wir Zeuge davon, wie sich 2 riesige Holzflosse (gezogen oder gestossen von starken Schiffen) kreuzten.
Die folgenden 20 km Fahrt Richtung Mikkeli gehörten dann wieder zum Spektakulärsten, was wir in Finnland je gesehen hatten. Die Strasse windete sich durch Täler, über Brücken und Felsen, das Wasser des Saimaas war überall. Wir legten diverse kurze Zwischenhalte ein...
und schworen uns, hier wieder mal vorbeizukommen, dann aber bei sonnigem Wetter. Nach 650 km Fahrt in 5 Tagen trafen wir am späteren Nachmittag wieder in Jyväsklyä ein, glücklich, weil wir so ein schönes Wochenende gehabt hatten, aber auch traurig, weil dies unser letzter grosser Ausflug gewesen war.





