Donnerstag, 30. September 2010

20:00

Ende August hatten wir ja davon berichtet, das bei uns jeden Abend Punkt 20 Uhr eine Abendmusik (Iltasoitto) von Hausberg Harju ertönt. Heute wollten sich Jonas und Christian das Ganze mal genauer anschauen bzw. anhören, und drehten dabei ihr eigenes Filmchen von der Musik von Aulis Raitala.

 

Und natürlich genossen wir danach auch noch die Aussicht vom Turm auf die farbig beleuchtete Stadt.


Zuletzt fuhren wir noch spontan zur Kuokkola-Brücke hinunter, um uns die schöne blaue-weisse Beleuchtung anzusehen. Es war völlig windstill und perfekt für ein Foto.


Die Dunkelheit holt uns also wieder ein, und zwar in riesigen Schritten...

Dienstag, 28. September 2010

Fahrt durch den Herbst

Fahrt durch den Herbst, irgendwo zwischen Jyväskylä und Kuopio.

 

(siehe auch: Sommer, Winter)

Montag, 27. September 2010

Lieblingszeit- und stadt

Dieses Jahr waren wir noch nie (oh Wunder) in unserer finnischen Lieblingsstadt Kuopio. Dies sollte sich aber jetzt ändern. Wie immer warteten wir, bis sich das Wetter von seiner besten Seite präsentierte, und machten uns auf den Weg. Die wunderschönen 150 km in den Nordosten fuhren wir ohne Zwischenhalt, damit Loris seinen wohlverdienten Mittagsschlaf abhalten konnte. 

Und natürlich fuhren wir  fast direkt zum Puijo, dem 75m hohen Turm auf dem gleichnamigen Hügel.

 

Die Aussicht vom Turm ist unserer Meinung nach etwas vom Feinsten, was Finnland zu bieten hat. Fast 360°C nur Wasser und Inseln. Dabei sieht man nur einen einzigen See, den Kallavesi.


Ok, für die Jungs ist das vielleicht nicht so attraktiv, aber sie hatten trotzdem ihren Spass.


Danach fuhren wir zu unserem Hotel und durften erfreut feststellen, dass wir ohne Aufpreis in einer "Suite" übernachten durften. Ok, das Hotel war nicht speziell toll und der Suite hätten einige zusätzliche Fenster nicht geschadet, aber immerhin hatten wir 2 Zimmer und damit etwas einfachere Verhältnisse beim Schlafengehen.


Als nächstes gingen wir zu Fuss/im Kinderwagen/per Trotinett zum Hafen, ...


genossen die Sonne und den Ausblick auf den tiefblauen Kallavesi.


Leider ist es im Moment aus diversen Gründen mit Jonas und Loris extrem anstrengend, im Restaurant zu essen. Daher versuchten wir, es möglichst schnell hinter uns zu bringen, und machten uns danach nochmals auf den Weg zum Puijo. Den Sonnenuntergang hatten wir zwar knapp verpasst und der Trum war bereits geschlossen, aber trotzdem war die Stimmung eindrücklich.


Am zweiten Tag unseres kleinen Auflugs erkundeten wir die Stadt, ...

 

gingen auf den Markt,...

genossen die Herbststimmung...


und besuchten auf ausdrücklichen Wunsch von Jonas das Automuseum. In der kleinen, aber feinen Ausstellung gab es etwa 20 uralte bis alte Autos zu bewundern, wie hier diesen roten Fiat 600.


Dann machten wir uns bereits auf den Heimweg, denn wir hatten beschlossen, eine etwas längere Route zurück zu nehmen und ein paar Zwischenstopps zu machen. Wie hier zum Beispiel am nördlichen Konnevesi...


und am Hafen von Konnevesi selbst.


Inzwischen befinden wir uns mitten im Herbst. Die Birken, die sich wie immer als letzte dem kühler werdenden Wetter widersetzen, sind fast alle schon gelb. Jetzt wissen wir, dass es nur noch ein paar Wochen dauert, bis alle Bäume ihre Blätter verlieren und der dunkle, graue und kalte Spätherbst (oder eher Frühwinter) beginnt. Aber uns ist es egal, bei diesem Wetter geniessen wir einfach die herrliche Herbststimmung mit den farbigen Wäldern, der klaren Luft und dem ewigen Abendlicht. Wenn sich am Abend die Birken von Gelb in Gold verwandeln, dann halten wir es wie Andrew Bond und singen laut: "De Herbscht isch oisi Lieblingsziit".


Dann war sie aber leider schon vorbei, unsere kurze, aber tolle fast wolkenfreie Reise. Genug der Superlativen, morgen ist wieder Alltag angesagt.

Freitag, 24. September 2010

Lastensauna

Es ist Freitag Abend, 21 Uhr. Sollte dann ein nicht mal 4-jähriger Knabe und notorischer Frühaufsteher nicht langsam im Bett sein? Nein, zu dieser Zeit schleicht Jonas in den versteckten Gängen des Erdgeschosses herum. Was er da wohl machen will?


Richtig, es ist Zeit für die Sauna. Seit 2 Jahren haben wir die hauseigene Sauna am Freitag von 21-22 Uhr reserviert. Neuerdings kommt auch Jonas mit, immer entweder mit Susanne oder Christian. Lange hatte er eine Abneigung gegen die Lieblingsbeschäftigung der Finnen, aber seit er gemerkt hat, dass man dabei mit Wasser spielen kann, will er immer mitkommen. Zwar verbringt er die meiste Zeit ausserhalb der eigentlichen Sauna und spritzt mit dem Wasserschlauch herum, aber ab und zu gesellt er sich auch in den heissesten und feuchtesten Raum des Hauses.


Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch, dass man dabei so spät wie sonst nie ins Bett gehen darf, und darauf ist er jeweils mächtig stolz. Leider ist das für ihn aber kein Grund, am nächsten Morgen auch später aufzustehen. Daher verläuft der Samstagmorgen mit dem übermüdeten Jonas häufig etwas harzig...

Sonntag, 19. September 2010

Synttärit

Gotti, Götti sowie Grosseltern leben zwar 2000 km weit weg, dies soll aber kein Grund sein, um Loris ein Geburtstagsfest (Synttärit) vorzuenthalten. Und so hatten wir für Sonntagnachmittag einige Freunde von uns resp. Personen, welche Loris nahestehen, zu Kuchen und Kaffee eingeladen.

Hier Loris' Lieblings-Ex-Tagesmutter Susanna ...


sowie seine Babysitterin Riikka, am Spielen mit Noah.


Loris' kleiner Päiväkoti-Freund Joona, welcher nur 3 Tage älter ist als er, durfte natürlich auch nicht fehlen, zumal die zwei älteren Brüder (Jonas und Tobia) inzwischen richtig dicke Freunde geworden sind, die einen Unsinn nach dem anderen aushecken.


Natürlich wurde nochmals für das Geburtstagskind gesungen und Kuchen gegessen ...


und ansonsten sassen wir einfach gemütlich beisammen ...


während die Kinder, d.h. v.a. Jonas und seine Freunde Tobi, Noah und Vanessa (Susanna's Tochter) herumtobten. Der Lärmpegel war beeindruckend, gut dass wir in einem so kinderfreundlichen Land leben, wo sich kein Nachbar an Kinderlärm stört.

Samstag, 18. September 2010

Ween Maan Wiljaa

Es ist Mitte September, und daher wieder Zeit für den grossen Herbstmarkt von Jyväskylä (Ween Maan Wiljaa). Den wollten wir uns natürlich auch dieses Jahr nicht entgehen lassen (wir hatten ja schon letztes und vorletztes Jahr davon berichtet).



Da wir ja nicht für immer in Finnland bleiben und uns möglichst keine neuen Staubfänger aneignen wollen, konzentrierten wir uns auf das Kulinarische. Und davon gibt es diesem Mark zu Genüge, und in allerbester Qualität. Zum Beispiel Pilze...


Muikku (kleine Maräne als Ganzes gegessen, die Spezialität der Region) und...


warmgeräucherter Lachs (lämminsavu lohi, aus Norwegen...).



Natürlich liessen wir uns die Muikku nicht entgehen. Susanne kann sie nicht ausstehen, ...


Jonas liebt sie aber.


Loris ertrug das Ganze geduldig im Kinderwagen. Allzu lange blieben wir nicht, denn anscheinend hatten nicht nur wir die Idee, an den Markt zu gehen, es wurde langsam ungemütlich mit den vielen Leuten.


Wir gingen daher nach Hause, schliesslich mussten wir ja noch Loris' Geburtstagsfestchen vorbereiten.

Dienstag, 14. September 2010

Loriksen syntymäpäivä

Heute ist bekanntlich ein wichtiges Datum: Loris Geburtstag! Hier zur Erinnerung ein Bild vom 14. September 2009...


und hier eins vom 14. September 2010. Welten liegen dazwischen! 


Inzwischen ist aus dem Baby von damals ein richtiger kleiner Junge geworden, der genau weiss, was er will (oder eben auch nicht!), es kaum erwarten kann, bis er endlich selbständig laufen kann (wir auch nicht!) und uns und auch seinen grossen Bruder Jonas mit seinem Charme immer wieder um den kleinen Finger wickelt. Zur Feier des Tages musste morgens natürlich noch ein Schokoladekuchen gebacken werden...


wobei das Geburtstagskind die Qualitätskontrolle übernahm.


Christian hatte sich den Nachmittag freigenommen und so konnte nach dem Mittagsschlaf der Buben endlich gefeiert werden; Jonas hatte es kaum mehr erwarten können!


Beim Auspacken der Geschenke erhielt Loris von seinem grossen Bruder natürlich tatkräftige "Unterstützung" und auch sonst gab es für Jonas so einiges zu tun.


Loris begriff nicht wirklich, was da um ihn herum so alles abging, er hat den Tag aber sichtlich genossen. Und die Geschenke fand er auch ganz toll. Übrigens: Ich bin jetzt auch ein Traktor-Fahrer!

Montag, 13. September 2010

Rovaniemi, Tag 3

An unserem letzten Tag in Rovaniemi herrschte tristes Herbstwetter, ...



daher beschlossen wir, etwas für unsere Bildung zu tun und machten uns auf den Weg zum Arktikum. Dort hat es neben kleineren, temporären Ausstellungen auch 2 grosse Museen, das arktische Zentrum und das Provinzmuseum Lappland.


Ersteres ist zwar unserer Meinung nach etwas touristisch und pathetisch gemacht, aber trotzdem empfehlenswert. Hier kann man unter anderem Polarlichter liegend betrachten...


oder einen Eisbär in Originalgrösse treffen.


Das Lappland Museum gefiel uns besonders gut, es war eine richtig gelungen Mischung aus Natur-, Geschichte- und Gesellschaftsausstellung.


Währenddem Loris von unserem Museumstag verständlicherweise nicht wirklich begeistert war, brachten wir Jonas kaum mehr aus dem Gebäude. Doch nach mehreren Stunden (!) hatten seine Eltern dann auch mal genug und wir liefen zurück in die Stadt...


durch den farbenprächtigen und nassen Herbst.


Am Abend gingen wir noch Chinesisch essen...


und machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof, schliesslich wollten wir unseren Nachtzug zurück in den Süden nicht verpassen. Diesmal bekam sogar Loris alles mit und durfte seinen Nachtschoppen im Schlafwagen trinken.


9 Stunden später trafen wir noch vor 6 Uhr morgens in Tampere ein und mussten dort 2 Stunden Zeit totschlagen, weil es noch keinen Zug nach Jyväskylä gab. Kein Problem für unsere Jungs, sie waren schon wieder topfit.


Unser Nachtzug-Abenteuer und verlängertes Wochenende im Norden war damit schon wieder vorbei. Es war ein gelungener Ausflug gewesen, und Jonas und Loris (der im Moment nicht ganz einfach ist) hatten das Ganze mit Bravour gemeistert, auch die anstrengende Reise.

Samstag, 11. September 2010

Rovaniemi, Tag 2

Am 2. Tag unseres kleinen Abenteuers im wirklich hohen Norden fuhren wir mit dem Bus an den Polarkreis, auf finnisch Napapiiri. Wir waren auf alles gefasst: man sagt, dass dies der einzige Ort in Finnland sei, der extrem touristisch und kommerziell ist. Aber was soll man machen, etwa nicht an den Polarkreis fahren, wenn man schon in Rovaniemi ist? Ausserdem wohnt doch hier der Weihnachtsmann.


In Napapiiri war es dann wirklich sehr touristisch, aber da es fast keine Leute hatte, war es gar nicht so schlimm. Wir schlenderten durch die unzähligen Souvenirläden, schrieben Postkarten, bekletterten den Polarkreis...


und spielten natürlich auf dem Spielplatz.


Und dann war es soweit, wir trafen den echten Weihnachtsmann. Das war ganz lustig, und wir hatten uns fest vorgenommen, keines dieser völlig überteuerten Bilder zu kaufen. Schliesslich taten wir es dennoch, wir konnten einfach nicht widerstehen. Achtung, grosse Kitschgefahr!


Am Polarkreis ist der Herbst schon viel weiter fortgeschritten als bei uns im "Süden".


Lappland ist ja bekannt für seine Herbstfarben (auf finnisch Ruska). Weil es weniger Bäume gibt als bei uns, sieht man auch zusätzlich die Farben der Bodenvegetation. Jetzt, Mitte September, ist die Ruska zwar noch nicht in ihrer ganzen Pracht, trotzdem zeigt sich der Herbst von seiner schönen Seite.


Die Kinder wurden immer müder, und die Erwachsenen immer hungriger, und so fuhren wir wieder mit dem Bus durch die Wälder zurück in die Stadt. Am späteren Nachmittag besuchten wir noch einen Spielplatz, wo man ein batteriebetriebenes Quad (Mönkijä) billig mieten konnte.


Nach dem Abendessen nahmen Jonas und Loris noch ein Bad in der Badewanne. Dies ist insofern besonders, weil es in Finnland kaum Badewannen gibt und wir sie sehnlichst vermissen. Ganz selten haben wir in einem Hotel die Möglichkeit dazu.