Von Freitag bis Montag stand wieder einmal ein grösserer Ausflug auf dem Programm. Schliesslich wollen wir die uns verbleibende Zeit hier noch nutzen und so hatten wir beschlossen, der estnischen Stadt Tallinn einen Besuch abzustatten. Frühmorgens ging's los, zuerst mit dem Zug von Jyväskylä nach Helsinki (natürlich im Kinderabteil)...
anschliessend mit dem Bus in den Hafen und dort bestiegen wir dann die Fähre
Star. Restaurants, Shops, Kinderspielabteil etc. Unsere Buben waren beeindruckt! Zu Beginn war es noch etwas dunstig, dann aber klärte es auf und die 2-stündige Überfahrt war schon ein Erlebnis für sich!
Nach unserer Ankunft in
Tallinn ging es ins Hotel gleich am Rande der Altstadt. Dort wurde das Zimmer bezogen und dann gönnten sich Christian und Susanne erst einmal einen Apero in der Hotelbar (das Kinderspielzimmer lag praktischerweise gleich nebenan). Nach dem Nachtessen gab es dann noch ein Bad im Spa-Bereich im obersten Stock des Gebäudes und dann war auch schon wieder Schlafenszeit. Viel gesehen von Tallinn hatten wir bisher noch nicht!
Das änderte sich aber am nächsten Tag. Tallinn (ca. 400'000 Einwohner) ist wirklich wunderschön. Die Altstadt besteht aus der Unter- und Oberstadt, wobei man von letzterer einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, den Haften und das Meer hat.
Die imposante und gut erhaltene Stadtmauer mit ihren Türmen umschliesst das Ganze.
Dank Jonas verloren wir auch nie die Orientierung in den vielen kleinen Gässchen der Altstadt (der Partnerlook geht ebenfalls auf sein Konto!).
All die Höhenmeter bewältigte Jonas übrigens trotz der Hitze mit Links und Loris genoss die Aussicht aus seinem Tragrucksack.
Zur Stärkung gab es dann eine Pizza und anschliessend wurde Mittagsschlaf gehalten. Am Nachmittag erkundeten wir dann die Unterstadt. Höhepunkt war die Besteigung des 60 m hohen Turms der
Olavi-Kirche.
Es war ganz schön stickig und eng in der Wendeltreppe ...
aber die Aussicht war einmal mehr phantastisch.
Und Jonas - zu Recht - ganz stolz, dass er es ganz alleine und sogar ohne Geklöhne geschafft hatte. Da hatten wir uns natürlich ein Glacé verdient.
Anschliessend mochte Jonas dann aber nicht mehr so richtig, was Loris jedoch entgegenkam, so konnte er sich noch ein wenig austoben.
Gegessen wurde dann wiederum draussen auf einer der unzähligen Restaurantsterrassen und anschliessend gingen Jonas und Christian nochmals im Hotel baden. Loris und Susanne fielen müde in ihre Betten. Der Sonntag, 3. Juli 2011, war dann ein besonderer Tag ...
Christian's Geburtstag! Unsere Buben freuten sich darüber womöglich noch mehr, als das Geburtstagskind selber ... Und Improvisation war natürlich auch angesagt, insbesondere was den Geburtstagskuchen betraf. Anschliessend wollten wir eigentlich mit einem Doppelstock-Touri-Bus noch eine Tour ausserhalb der Altstadt machen, wegen einer mehrstündigen Parade fiel diese aber ins Wasser. Als Alternative fuhren wir dann mit einem Mini-Zug nochmals durch das historische Zentrum von Tallinn.
Es wäre sicher spannend gewesen, auch einmal in die Aussenbezirke von Tallinn zu kommen, irgendwo muss es ja noch Spuren der bis 1991 andauernden Herrschaft der Sowjetunion geben. In der (wunderschön) herausgeputzten Altstadt und dem gleich daran anschliessenden Businessviertel ist davon nämlich kaum noch was zu sehen. Unglaublich, wie schnell es dieses kleine Land geschafft hat, die Vergangenheit (grösstenteils) hinter sich zu lassen.
Dann holten wir unser Gepäck im Hotel ab und spazierten zum Haften.
Die Überfahrt verlief wiederum bestens, dank Sonne, Wind ...
Spielabteil und Hamburgern mit Pommes Frites. Ein kulinarisch hochstehenderes (Geburtstags-)Essen gab es dann in unserem Hotel am Hafen von Helsinki und dann fielen wir alle müde in unsere Betten. Am Montag stand dann noch ein Besuch auf der Zoo-Insel Korkeasaari an, wo wir uns mit Katja-Riikka, einer Arbeitskollegin von Christian, und ihrer halbjährigen Tochter Inka verabredet hatten. Wir sahen uns all die Tiere an, unterhielten uns bestens ...
und unsere Jungs vertrieben sich die Zeit, bis unser Mittagessen auf dem Tisch stand, im überdimensional grossen Sandhaufen. Auf die Frage von Christian, was ihm denn im Zoo am besten gefallen habe, antwortete Loris übrigens später mit "sändele".
Dann hiess es Abschied nehmen. Vom Zoo, Katja-Riikka, Inka und Helsinki. Die Zeit war viel zu schnell vergangen, wir hätten gerne noch 1000 Dinge gesehen und gemacht, aber leider rief der Alltag (wenn auch nur für ein paar wenige Tage; nächsten Sonntag geht's ja für 2 Wochen ins Mökki in die Ferien).