Um Mitternacht in und am Konnevesi.
Dienstag, 30. Juni 2009
Montag, 29. Juni 2009
Turku
Am Montag hiess es dann leider bereits wieder Koffer packen und die Heimreise antreten. Vor unserer Rückkehr wollten wir aber noch die älteste Stadt und einstige Hauptstadt Finnland's - Turku - erkunden. Als erstes steuerten wir die Burg Turun linna an, welche wahrscheinlich um 1280 erbaut wurde. Die Burg war zwar 1941 bei Bombenangriffen stark zerstört worden, wurde nach dem Krieg aber umfassend renoviert. Wir genossen die Atmosphäre des imposanten Bauwerkes, unterliessen aber einen Besuch im Innern, da wir zum einen noch zu früh dran waren und sich Jonas' Interesse eher auf die Baustelle im Burgpark fokussierte, als auf das Bauwerk als solches...

Anschliessend statteten wir dem Dom einen kurzen Besuch ab ...

... und begaben uns dann zum Marktplatz. Inzwischen sind die ersten finnischen Erdbeeren zu haben. Diese sind zwar nicht ganz billig (eine ziemliche Untertreibung!), aber umso schmackhafter, weshalb wir einmal mehr nicht widerstehen können.

Nach dem Mittagessen in der Markthalle ging's dann weiter zum Aurajoki, dem durch Turku fliessenden Fluss mit seinen zahlreichen Restaurant- und Barbooten.

Insgesamt ist Turku sicher eine interessante und urbane Stadt, für uns "Provinzler" aber schon fast einen Tick zu gross und hektisch... Unsere Entscheidung, uns ein Hotel im viel kleineren, ruhigeren und an der Küste gelegenen Naantali zu nehmen, war also goldrichtig gewesen. Schliesslich machten wir uns dann am frühen Nachmittag auf, um wieder zurück nach Jyväskylä zu fahren. Nach Jonas' Mittagschlaf gab's dann noch ein Zvieri-Halt inkl. baden und planschen im See. Es waren phantastische Kurzferien gewesen, leider verging die Zeit aber wieder einmal viel zu schnell!
Anschliessend statteten wir dem Dom einen kurzen Besuch ab ...
... und begaben uns dann zum Marktplatz. Inzwischen sind die ersten finnischen Erdbeeren zu haben. Diese sind zwar nicht ganz billig (eine ziemliche Untertreibung!), aber umso schmackhafter, weshalb wir einmal mehr nicht widerstehen können.
Nach dem Mittagessen in der Markthalle ging's dann weiter zum Aurajoki, dem durch Turku fliessenden Fluss mit seinen zahlreichen Restaurant- und Barbooten.
Insgesamt ist Turku sicher eine interessante und urbane Stadt, für uns "Provinzler" aber schon fast einen Tick zu gross und hektisch... Unsere Entscheidung, uns ein Hotel im viel kleineren, ruhigeren und an der Küste gelegenen Naantali zu nehmen, war also goldrichtig gewesen. Schliesslich machten wir uns dann am frühen Nachmittag auf, um wieder zurück nach Jyväskylä zu fahren. Nach Jonas' Mittagschlaf gab's dann noch ein Zvieri-Halt inkl. baden und planschen im See. Es waren phantastische Kurzferien gewesen, leider verging die Zeit aber wieder einmal viel zu schnell!
Sonntag, 28. Juni 2009
Archipelago
Naantali liegt direkt am Schärenmeer, dem sogenannten Archipelago. Zwischen finnischem Meerbusen, bottnischem Meerbusen und dem schwedischsprachigen Åland gibt es gegen 50'000 Inseln, die von nur 33'000 Menschen besiedelt werden. Entstanden sind sie in der letzten Eiszeit, und noch heute erhebt sich das Land jährlich um etwa 4-10 mm. Das Meer hat einen tiefen Gehalt an Salz und die durchschnittliche Wassertiefe beträgt nur 23 m.
Die Schären sind touristisch gut erschlossen, und viele Finnen geniessen hier den Sommer mit Boot und Sommerhäuschen. Dies v.a. dank der tollen Infrastruktur mit Brücken und Fähren, die entlang der berühmten Schärenringstrasse (250 km) installiert sind. Die gelben Fähren fahren kurze Strecken, sind gratis und verkehren sehr häufig. Die weissen hingegen kosten etwas und verbinden Inseln, die weiter voneinander entfernt sind.

Am Samstag Morgen machten wir uns auf den Weg und fuhren über die Inseln Parainen und Nauvo zur Insel Korppoo, wo wir die Nacht im wunderschönen B&B Faffas verbrachten und ein gemütliches Nachtessen im Garten abhielten. Vom Meer sahen wir allerdings, abgesehen von den Fährenüberfahrten und beim Baden, nicht viel, denn die Strassen führen durch die Mitte der wunderbar grünen Inseln.

Am nächsten Tag, immer noch bei wolkenlosen Himmel und für finnische Verhältnisse heissem Wetter (27°C), fuhren wir zuerst ein wenig wahllos durch die Gegend ...

... und beschlossen dann, eine weisse Fähre zurück in die Nähe von Naantali zu nehmen, obwohl wir dafür noch eine Stunde im Hafen warten mussten.

Dies sollte sich aber lohnen, denn die 1.5-stündige Fahrt führte durch die grünen und wild verzettelten Schäreninseln.

Wir genossen jede Minute auf Deck und kurvten dann weiter mit dem Auto herum, damit Jonas seinen verdienten Mittagsschlaf abhalten konnte.

Zurück in Naantali installierten wir uns wieder im Hotel, erkundeten das pittoreske Altstädtchen und assen ein Wellness-Abendessen mit Pommes-Frites, frittiertem Fisch und Hühnchen.
Die Schären sind touristisch gut erschlossen, und viele Finnen geniessen hier den Sommer mit Boot und Sommerhäuschen. Dies v.a. dank der tollen Infrastruktur mit Brücken und Fähren, die entlang der berühmten Schärenringstrasse (250 km) installiert sind. Die gelben Fähren fahren kurze Strecken, sind gratis und verkehren sehr häufig. Die weissen hingegen kosten etwas und verbinden Inseln, die weiter voneinander entfernt sind.
Am Samstag Morgen machten wir uns auf den Weg und fuhren über die Inseln Parainen und Nauvo zur Insel Korppoo, wo wir die Nacht im wunderschönen B&B Faffas verbrachten und ein gemütliches Nachtessen im Garten abhielten. Vom Meer sahen wir allerdings, abgesehen von den Fährenüberfahrten und beim Baden, nicht viel, denn die Strassen führen durch die Mitte der wunderbar grünen Inseln.
Am nächsten Tag, immer noch bei wolkenlosen Himmel und für finnische Verhältnisse heissem Wetter (27°C), fuhren wir zuerst ein wenig wahllos durch die Gegend ...
... und beschlossen dann, eine weisse Fähre zurück in die Nähe von Naantali zu nehmen, obwohl wir dafür noch eine Stunde im Hafen warten mussten.
Dies sollte sich aber lohnen, denn die 1.5-stündige Fahrt führte durch die grünen und wild verzettelten Schäreninseln.
Wir genossen jede Minute auf Deck und kurvten dann weiter mit dem Auto herum, damit Jonas seinen verdienten Mittagsschlaf abhalten konnte.
Zurück in Naantali installierten wir uns wieder im Hotel, erkundeten das pittoreske Altstädtchen und assen ein Wellness-Abendessen mit Pommes-Frites, frittiertem Fisch und Hühnchen.
Freitag, 26. Juni 2009
Muumimaailma
Es war Jonas grosser Tag. Heute besuchten wir die Mumins (Muumit) auf der Insel Kailo, gleich beim Hafen von Naantali. Die Mumins wurden von der schwedischsprachigen Finnin Tore Jansson erfunden, beschrieben und als erste gezeichnet. Ihr erstes Buch erschien 1945, das letzte vor 40 Jahren. Genau so lange dauerte es auch, bis die Mumins weltweit bekannt wurden, v.a. dank einer neuen japanischen Comic-Serie. Die Mumins sind omnipräsent in Finnland, und jeder Einheimische hat seine Lieblingfigur, sei es Muumipappa, Muumimamma, Nipsu, Muumipeikko, Pikku Myy, Mörkö, und wie sie alle heissen.
Die Muminfamilie lebt im Muminhaus, einem wunderschönen 3-stöckigen Haus im Herzen der kleinen Insel (eigentlich leben die Mumins ja auf keiner kleinen Insel, sondern im Mumintal, aber so genau muss man es ja nicht nehmen).

Beim Haus war auch am meisten los, alle Mumins kamen irgendwann mal vorbei und waren dann für Scherze, Umarmungen und Spiele zu haben.

Der Vergnügungspark ist wunderschön und mit viel Liebe gestaltet. Nichts für die TV- und Computerspielkinder, aber für kleine Kinder und ihre Eltern. Typisch finnisch, ruhig und bescheiden, ohne grosse Spezialeffekte.

Und überall tauchten wieder Muminfiguren auf, wie hier Niisku.

Jonas war hin und weg, und kaum von einem Ort zum anderen zu bringen, weil es halt gerade hier und jetzt am Schönsten war. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch ein lustiges Theater.

Dann mussten wir uns von den sympathischen Figuren verabschieden, natürlich mit grossen Tränen. Wir brachten den todmüden Jonas zum Hotelzimmer zurück, aber vor lauter Aufregung konnte er nicht einschlafen - so gut hatte es ihm gefallen. So machten wir uns halt auf zum Meer...

und genossen ein Bad im Archipelago.

Es war ein toller Tag gewesen, den wir mit einem feinen Essen im Restaurant beendeten. Und Jonas hielt auch ohne Mittagsschlaf bestens durch, plauderte ununterbrochen von seinen Helden, und spielte mit den kleinen Muminfiguren, die er als Souvenir geschenkt bekommen hatte.
Die Muminfamilie lebt im Muminhaus, einem wunderschönen 3-stöckigen Haus im Herzen der kleinen Insel (eigentlich leben die Mumins ja auf keiner kleinen Insel, sondern im Mumintal, aber so genau muss man es ja nicht nehmen).
Beim Haus war auch am meisten los, alle Mumins kamen irgendwann mal vorbei und waren dann für Scherze, Umarmungen und Spiele zu haben.
Der Vergnügungspark ist wunderschön und mit viel Liebe gestaltet. Nichts für die TV- und Computerspielkinder, aber für kleine Kinder und ihre Eltern. Typisch finnisch, ruhig und bescheiden, ohne grosse Spezialeffekte.
Und überall tauchten wieder Muminfiguren auf, wie hier Niisku.
Jonas war hin und weg, und kaum von einem Ort zum anderen zu bringen, weil es halt gerade hier und jetzt am Schönsten war. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch ein lustiges Theater.
Dann mussten wir uns von den sympathischen Figuren verabschieden, natürlich mit grossen Tränen. Wir brachten den todmüden Jonas zum Hotelzimmer zurück, aber vor lauter Aufregung konnte er nicht einschlafen - so gut hatte es ihm gefallen. So machten wir uns halt auf zum Meer...
und genossen ein Bad im Archipelago.
Es war ein toller Tag gewesen, den wir mit einem feinen Essen im Restaurant beendeten. Und Jonas hielt auch ohne Mittagsschlaf bestens durch, plauderte ununterbrochen von seinen Helden, und spielte mit den kleinen Muminfiguren, die er als Souvenir geschenkt bekommen hatte.
Donnerstag, 25. Juni 2009
Tampere & Naantali
5 Tage hatten wir uns Zeit genommen, um endlich mal etwas vom Südwesten von Finnland zu sehen. Das Ziel hiess Naantali, nur 18 km von Turku, aber über 300 km von Jyväskylä entfernt. Da die Reise mit über 4 Stunden Fahrzeit unserem grossen kleinen Jungen nicht in einem Stück zumutbar war, beschlossen wir, am ersten Tag eine längere Pause in Tampere einzulegen. Dort, bei herrlichem Sommerwetter und über 25°C, besuchten wir den Vergnügungspark Särkeniemi, liessen die wilden Bahnen aber aus und nahmen den Lift auf den 168 m hohen Aussichtsturm Näsinneula. Die Aussicht auf Tampere (ganz unten sieht man den Vergnügungspark), ...

unser Auto, ...

und den See Näsijärvi war atemberaubend.

Wir konnten es uns nicht nehmen, ein wenig mit der Kamera zu spielen, und schossen Foto um Foto. Bei der Leichtigkeit, die Jonas hier darstellt, kann man sich kaum vorstellen, wie er machmal ausflippen kann zurzeit. Aber auch das werden wir überleben.

Dann ging es ab ins Stadtzentrum, für ein Mittagessen in der Markthalle und ein Eis unter der Sonne.

Gestärkt nahmen wir den 2. Teil der Reise in Angriff. Die Strecke von Tampere Richtung Südwesten ist nicht sehr attraktiv, meist schnurgerade und voll von Wohnwagen und Lastwagen im Schleichtempo. Daher waren wir froh, als wir endlich im kleinen Städchen Naantali ankamen. Nur 14'ooo Personen leben an diesem idyllischen Ort. Die Touristen sind bunt gemischt, von snobbigen Seglern über Touri-Asiaten bis zu finnischen Familien hat es alles.

Wir assen in einem der Restaurants in der Marina z'Nacht. Das Essen war akzeptabel, die Bedienung einmal mehr sehr freundlich, aber überfordert. Dann ging es zurück in unser Zimmer. Es war schon spät geworden und wir waren total müde. Schliesslich haben wir morgen Grosses vor.
unser Auto, ...
und den See Näsijärvi war atemberaubend.
Wir konnten es uns nicht nehmen, ein wenig mit der Kamera zu spielen, und schossen Foto um Foto. Bei der Leichtigkeit, die Jonas hier darstellt, kann man sich kaum vorstellen, wie er machmal ausflippen kann zurzeit. Aber auch das werden wir überleben.
Dann ging es ab ins Stadtzentrum, für ein Mittagessen in der Markthalle und ein Eis unter der Sonne.
Gestärkt nahmen wir den 2. Teil der Reise in Angriff. Die Strecke von Tampere Richtung Südwesten ist nicht sehr attraktiv, meist schnurgerade und voll von Wohnwagen und Lastwagen im Schleichtempo. Daher waren wir froh, als wir endlich im kleinen Städchen Naantali ankamen. Nur 14'ooo Personen leben an diesem idyllischen Ort. Die Touristen sind bunt gemischt, von snobbigen Seglern über Touri-Asiaten bis zu finnischen Familien hat es alles.
Wir assen in einem der Restaurants in der Marina z'Nacht. Das Essen war akzeptabel, die Bedienung einmal mehr sehr freundlich, aber überfordert. Dann ging es zurück in unser Zimmer. Es war schon spät geworden und wir waren total müde. Schliesslich haben wir morgen Grosses vor.
Dienstag, 23. Juni 2009
Lupiini
Fragt man Finnen, was sie an Mittel- und Südeuropa lieben, dann ist die Antwort häufig die vielen und verschieden farbigen Blumen. Tatsächlich, Finnland bietet diesbezüglich nicht allzuviel. Eine sehr auffällige Ausnahme gibt es aber, die Lupinen (Lupiini). Die vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) wurde im 19. Jahrhundert von Nordamerika nach Europa eingeführt. Sie ist eine klassische Gartenpflanze, verwildert jedoch auch. Dann wächst sie bevorzugt an Strassenrändern.

Fährt man hier mit dem Auto durch die Gegend, dann ist diese Blume omnipräsent und eine echte Augenweide. Man vergisst fast, dass es sich dabei um eine invasive Art handelt.

Dabei gibt es verschiedene farbliche Variationen, von weiss über rosa und violett bis blau.

Lieblingsform des Authors ist natürlich die Variante Züri.

Übrgens, die vielblättrige Lupine ist giftig, da sie Alkaloide enthält.
Fährt man hier mit dem Auto durch die Gegend, dann ist diese Blume omnipräsent und eine echte Augenweide. Man vergisst fast, dass es sich dabei um eine invasive Art handelt.
Dabei gibt es verschiedene farbliche Variationen, von weiss über rosa und violett bis blau.
Lieblingsform des Authors ist natürlich die Variante Züri.
Übrgens, die vielblättrige Lupine ist giftig, da sie Alkaloide enthält.
Montag, 22. Juni 2009
Telkkä
Das Bild dieser Schellente (Telkkä) mit Jungvögeln ist an der Stromschnelle in Siikakoski bei Konnevesi entstanden. Unter der Führung der Mutter wagten sich die Kleinen mutig in die wilde Strömung und tauchten nach Nahrung. Auf diesem Bild (klick für Vergrösserung) betreut die Mutter sage und schreibe 25 Küken! Und das, obwohl Schellentenweibchen "nur" etwa 10 Eier legen.

Der Grund dafür ist intraspezifischer Brutparasitismus, also sogenannte Kuckuckseier, die aber von der gleichen Art sind.
Der Grund dafür ist intraspezifischer Brutparasitismus, also sogenannte Kuckuckseier, die aber von der gleichen Art sind.
Sonntag, 21. Juni 2009
Verregneter Juhannus
Sonnenaufgang 3:22
Sonnenuntergang 23:14
Der Samstag ist der längste Tag des Jahres, die Nacht auf Sonntag die kürzeste. Am Juhannus (Mittsommernacht), dem grossen Fest der Finnen, wenn alle Einheimischen sich in ihre Sommerhäuser zum Feiern zurückziehen, blieben wir wie letztes Jahr zuhause und genossen die fast ausgestorbene Stadt. Und wie letztes Jahr war das Wetter wieder schlecht.
Der Juhannus ist ein seltsamer Feiertag, und nicht mal die Finnen wissen genau wie es geht. Der 20. Juni ist der Juhannuspäivä, der offizielle Feiertag (heuer ein Samstag). Gefeiert wird aber eigentlich in der Nacht davor. Obwohl der Freitag kein offizieller Feiertag ist, arbeitet dann aber niemand (ausser Christian) und bereits am Donnerstag muss man sich vorbereiten und einkaufen gehen. Letztes Jahr war der Juhannuspäivä an einem Freitag, aber da feierten die Finnen auch von Freitag auf Samstag. Anscheinend wird immer an einem Freitag gefeiert. Aber was passiert, wenn der 20. Juni ein Dienstag ist? Bisher konnte uns das noch niemand beantworten.
Am Sonntag, dem offiziellen Sommerbeginn, war dann das Wetter ganz akzeptabel und wir gingen am Morgen ein wenig am Tuomiojärvi plantschen und am Nachmittag auf einen kleinen Spaziergang beim nahegelegenen Fluss.

Gleich nebenan brütete eine Wacholderdrossel (Punakylkirastas) ihre Eier aus.
Sonnenuntergang 23:14
Der Samstag ist der längste Tag des Jahres, die Nacht auf Sonntag die kürzeste. Am Juhannus (Mittsommernacht), dem grossen Fest der Finnen, wenn alle Einheimischen sich in ihre Sommerhäuser zum Feiern zurückziehen, blieben wir wie letztes Jahr zuhause und genossen die fast ausgestorbene Stadt. Und wie letztes Jahr war das Wetter wieder schlecht.
Der Juhannus ist ein seltsamer Feiertag, und nicht mal die Finnen wissen genau wie es geht. Der 20. Juni ist der Juhannuspäivä, der offizielle Feiertag (heuer ein Samstag). Gefeiert wird aber eigentlich in der Nacht davor. Obwohl der Freitag kein offizieller Feiertag ist, arbeitet dann aber niemand (ausser Christian) und bereits am Donnerstag muss man sich vorbereiten und einkaufen gehen. Letztes Jahr war der Juhannuspäivä an einem Freitag, aber da feierten die Finnen auch von Freitag auf Samstag. Anscheinend wird immer an einem Freitag gefeiert. Aber was passiert, wenn der 20. Juni ein Dienstag ist? Bisher konnte uns das noch niemand beantworten.
Am Sonntag, dem offiziellen Sommerbeginn, war dann das Wetter ganz akzeptabel und wir gingen am Morgen ein wenig am Tuomiojärvi plantschen und am Nachmittag auf einen kleinen Spaziergang beim nahegelegenen Fluss.
Gleich nebenan brütete eine Wacholderdrossel (Punakylkirastas) ihre Eier aus.
Freitag, 19. Juni 2009
Finnland für Kinder
Eine Zusammenfassung über Finnland für Kinder. Wir leben dort, wo es so viele Seen hat.
Mittwoch, 17. Juni 2009
Saisonbeginn
Endlich, das lange Warten ist vorbei, die Probenahmesaison hat wieder begonnen. Christian wird auch diesen Sommer viel in Konnevesi verbringen. Die Objekte der Begierde heissen Diplostomum, ein Parasit von Wasserschnecken, Fischen und Wasservögel, und die Wasserassel Asellus mit ihrem Parasiten Acanthocephaus. Mehr dazu dann aber einmal bei einer anderen Gelegenheit.
Gestern und heute waren Katja-Riikka und Christian zum ersten Mal an der Forschungsstation, um alles einzurichten und einige Sachen zu testen. Dabei musste natürlich auch der im letzten Herbst neu gekaufte Trockentauchanzug ausprobiert werden. Wobei wir mit ihm nur schnorcheln gehen werden, um Schnecken einzusammeln.

Und der Test war äusserst erfolgreich, Christian blieb trocken, hatte schön warm und Schnecken gab es auch im Überfluss.
Gestern und heute waren Katja-Riikka und Christian zum ersten Mal an der Forschungsstation, um alles einzurichten und einige Sachen zu testen. Dabei musste natürlich auch der im letzten Herbst neu gekaufte Trockentauchanzug ausprobiert werden. Wobei wir mit ihm nur schnorcheln gehen werden, um Schnecken einzusammeln.
Und der Test war äusserst erfolgreich, Christian blieb trocken, hatte schön warm und Schnecken gab es auch im Überfluss.
Sonntag, 14. Juni 2009
Sonntagswanderung
Leider, leider war dies schon der letzte richtige Tag mit den Nageles. Und heute wollten wir noch einmal Natur pur erleben und entschieden uns für eine kleine Wanderung im Nationalpark Leivonmäki. Die Wetterprognose war gut, aber leider zu optimistisch, wie sich nachher herausstellen sollte.
Am Rastplatz angekommen, machten wir sofort ein Feuer und los konnte es gehen mit Würste braten und Brot toasten.
Und es schmeckte allen...
Eigentlich hatten wir ja geplant, noch wie gestern im grossen Stil zu baden, doch der extrem starke Wind und die fehlende Sonne machten uns einen Strich durch die Rechnung. So mussten wir uns halt mit anderen Spielen begnügen.
Dies gefiel nicht allen. Jonas wollte zwar baden, durfte aber nicht. Michel durfte auch nicht, fiel dann aber ins Wasser und musste komplett neu eingekleidet werden. Sabine, Susanne und Christian verzichteten. Der Einzige, der baden wollte und auch durfte, war Patrick - siehe Video.
Auf dem Rückweg hielten wir noch auf der Insel Naissaari kurz vor Jyväskylä und assen fantastische Beeren- und Schokoladentorten. Nach einer feinen Papa-Pizza verabschiedeten sich die beiden Jungs voneinander und die Erwachsenen sassen noch ein wenig zusammen. Aber nicht lange, denn morgen müssen wir vor 5 Uhr aufstehen, damit unsere Gäste den 6 Uhr Flieger erreichen. Bye bye, es war superschön.
Samstag, 13. Juni 2009
Sommerabend
Da wir unseren Gästen auch noch einen unserer Lieblingsstadtstrände am Tuomiojärvi zeigen wollten und das Wetter am Samstag mitspielte, beschlossen wir, dort ein (früh-)abendliches Pick-Nick zu machen. So hiess es also Makkaras (Würste) und - mangels Holz - einen Einmal-Fertiggrill kaufen, Gemüse rüsten, Apero und Dessert sowie Bade- und "Sändeli"zeug einpacken und los ging's.


Natürlich wurde zuerst noch ausgiebig geplanscht, Burgen gebaut und gebadet, bevor der Grillmeister Christian ans Werk ging.

Am leckeren Pick-Nick fehlte dann allerdings einer: Patrick hatte der Versuchung nicht widerstehen können, und hatte sich von Mitgliedern der Kirchgemeinde von Jyväskylä kostenlos auf deren Insel (Lehtisaari) rudern lassen, um dort nochmals in den Genuss eines Saunaganges mit anschliessendem Sprung ins kalte Wasser zu kommen. Ganz leer ging jedoch auch er nicht aus, der Grill zeigte erstaunliches Durchhaltevermögen und so kam auch Patrick noch zu seinem z'Nacht.
Natürlich wurde zuerst noch ausgiebig geplanscht, Burgen gebaut und gebadet, bevor der Grillmeister Christian ans Werk ging.
Am leckeren Pick-Nick fehlte dann allerdings einer: Patrick hatte der Versuchung nicht widerstehen können, und hatte sich von Mitgliedern der Kirchgemeinde von Jyväskylä kostenlos auf deren Insel (Lehtisaari) rudern lassen, um dort nochmals in den Genuss eines Saunaganges mit anschliessendem Sprung ins kalte Wasser zu kommen. Ganz leer ging jedoch auch er nicht aus, der Grill zeigte erstaunliches Durchhaltevermögen und so kam auch Patrick noch zu seinem z'Nacht.
Freitag, 12. Juni 2009
Rauhalahti & Kuopio
Nach einem kurzen Arztbesuch von Susanne (tutto bene!) machten wir uns zu sechst auf den Weg nach Kuopio. Obwohl wir jetzt schon einige Male dort waren, freuen wir uns immer wieder riesig darauf. Als erstes bogen wir gleich zum Puijo Turm ab und verbrachten dort fast eine Stunde mit spielen, Aussicht geniessen, ...

und fotografieren.

Danach fuhren wir zu unserem Hotel. Es befand sich etwa 5 km ausserhalb von Kuopio, in Rauhalahti, in einem riesigen und sehr beliebten Ferienzentrum mit Bad, Saunas, Pferdefarm, Tennisplätzen, etc. Und natürlich wollten die Jungs gleich baden gehen.

Am Abend fuhren wir zum Hafen, um etwas feines essen zu gehen.

Danach durften die Männer noch in den Ausgang gehen. Zuerst stand Sauna auf dem Programm, aber nicht die übliche, sondern ein Rauchsauna. Bei dieser urfinnischen Art der Sauna wird lange vor dem eigentlichen Saunagang ein Feuer gemacht, und später die Asche weggenommen und der Rauch aus der Sauna abgelassen. Danach dürfen die Leute rein und es bleibt noch für Stunden heiss. Man fühlt sich schon wie ein geräucherter Schinken, und riecht nachher auch genau so. Trotzdem war es sehr schön, v.a. auch wegen dem kühlen See, der gleich neben der Sauna lag. Zum Abschluss gab es noch ein kühles Bier, bis uns die Mücken in die Flucht schlugen.

In der Hotelbar war noch mächtig was los - Gäste und Einheimische übten sich in Karaoke, nicht nur in Japan, nein auch in Finnland sehr populär. Zwar sank der Altersdurchschnitt wohl gleich um 10 Jahre, als wir die Bar betraten, trotzdem amüsierten wir uns köstlich an den besseren und schlechteren Gesangsdarbietungen und dem steifen Tanzstil der Pärchen.

Am 2. Tag unseres kurzen Trips in den Nordosten genossen wir noch eine gemütlich Rundfahrt auf dem Kalavesi, der die Halbinsel, auf der Kuopio liegt, umgibt.

Danach erkundeten wir die Stadt zu Fuss. Am Markt genehmigten sich Sabine und Patrick noch eine kleine Portion Muikku (mit Kopf, aber ohne Gabel) und dann ging es weiter zum grossen Stadtweiher, wo sich die Kleinen wieder austoben konnten.

Wir assen in Kuopio z'Nacht und dachten, dass die Jungs dann bei der abendlichen Rückfahrt schön schlafen würden. Bei Jonas klappte das allerdings nicht wirklich - "erscht dihei schlaafe" meinte er dazu und textete uns fast eine Stunde lange zu. Irgendwann aber schlief auch er ein.
und fotografieren.
Danach fuhren wir zu unserem Hotel. Es befand sich etwa 5 km ausserhalb von Kuopio, in Rauhalahti, in einem riesigen und sehr beliebten Ferienzentrum mit Bad, Saunas, Pferdefarm, Tennisplätzen, etc. Und natürlich wollten die Jungs gleich baden gehen.
Am Abend fuhren wir zum Hafen, um etwas feines essen zu gehen.
Danach durften die Männer noch in den Ausgang gehen. Zuerst stand Sauna auf dem Programm, aber nicht die übliche, sondern ein Rauchsauna. Bei dieser urfinnischen Art der Sauna wird lange vor dem eigentlichen Saunagang ein Feuer gemacht, und später die Asche weggenommen und der Rauch aus der Sauna abgelassen. Danach dürfen die Leute rein und es bleibt noch für Stunden heiss. Man fühlt sich schon wie ein geräucherter Schinken, und riecht nachher auch genau so. Trotzdem war es sehr schön, v.a. auch wegen dem kühlen See, der gleich neben der Sauna lag. Zum Abschluss gab es noch ein kühles Bier, bis uns die Mücken in die Flucht schlugen.
In der Hotelbar war noch mächtig was los - Gäste und Einheimische übten sich in Karaoke, nicht nur in Japan, nein auch in Finnland sehr populär. Zwar sank der Altersdurchschnitt wohl gleich um 10 Jahre, als wir die Bar betraten, trotzdem amüsierten wir uns köstlich an den besseren und schlechteren Gesangsdarbietungen und dem steifen Tanzstil der Pärchen.
Am 2. Tag unseres kurzen Trips in den Nordosten genossen wir noch eine gemütlich Rundfahrt auf dem Kalavesi, der die Halbinsel, auf der Kuopio liegt, umgibt.
Danach erkundeten wir die Stadt zu Fuss. Am Markt genehmigten sich Sabine und Patrick noch eine kleine Portion Muikku (mit Kopf, aber ohne Gabel) und dann ging es weiter zum grossen Stadtweiher, wo sich die Kleinen wieder austoben konnten.
Wir assen in Kuopio z'Nacht und dachten, dass die Jungs dann bei der abendlichen Rückfahrt schön schlafen würden. Bei Jonas klappte das allerdings nicht wirklich - "erscht dihei schlaafe" meinte er dazu und textete uns fast eine Stunde lange zu. Irgendwann aber schlief auch er ein.
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