Sonnenuntergang 23:14
Der Samstag ist der längste Tag des Jahres, die Nacht auf Sonntag die kürzeste. Am Juhannus (Mittsommernacht), dem grossen Fest der Finnen, wenn alle Einheimischen sich in ihre Sommerhäuser zum Feiern zurückziehen, blieben wir wie letztes Jahr zuhause und genossen die fast ausgestorbene Stadt. Und wie letztes Jahr war das Wetter wieder schlecht.
Der Juhannus ist ein seltsamer Feiertag, und nicht mal die Finnen wissen genau wie es geht. Der 20. Juni ist der Juhannuspäivä, der offizielle Feiertag (heuer ein Samstag). Gefeiert wird aber eigentlich in der Nacht davor. Obwohl der Freitag kein offizieller Feiertag ist, arbeitet dann aber niemand (ausser Christian) und bereits am Donnerstag muss man sich vorbereiten und einkaufen gehen. Letztes Jahr war der Juhannuspäivä an einem Freitag, aber da feierten die Finnen auch von Freitag auf Samstag. Anscheinend wird immer an einem Freitag gefeiert. Aber was passiert, wenn der 20. Juni ein Dienstag ist? Bisher konnte uns das noch niemand beantworten.
Am Sonntag, dem offiziellen Sommerbeginn, war dann das Wetter ganz akzeptabel und wir gingen am Morgen ein wenig am Tuomiojärvi plantschen und am Nachmittag auf einen kleinen Spaziergang beim nahegelegenen Fluss.
Gleich nebenan brütete eine Wacholderdrossel (Punakylkirastas) ihre Eier aus.
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