Montag, 28. Februar 2011

125 km im Uhrzeigersinn

Heute wollten wir Barbara die Umgebung von Jyväskylä und den finnischen Winter zeigen. Susanne spielte Krankenschwester und blieb mit Valentin und Loris zuhause. Als erstes ging es Richtung Westen nach Petäjävesi, zur schönen kleinen Holzkirche mit Unesco-Welterbe-Status.

 
Es hatte so viel Schnee rund um die Kirche, dass wir uns den Weg in den Friedhof richtig freikämpfen und -schaufeln mussten. Die Grabsteine waren tief im Schnee versunken. Dank dem prächtigen Wetter präsentierte sich die 1764 fertiggestellte Kirche besonders fotogen.

Unser nächstes Ziel lag nördlich von Jyväskylä. Wir nahmen den direkten Weg über kleinere Strassen, durch kleine Dörfer und den tief verschneiten Wald.


Auf dem Weg legten wir noch einen kleinen Stopp für Jonas ein, man kann ja nicht an der Valtra Traktoren-Fabrik vorbeifahren, ohne noch schnell vorbeizuschauen.


Unser Ziel war aber die Stromschnelle Kuusankoski bei Laukaa.


Zu dieser Jahreszeit kann man einzig an Stromschnellen noch nicht gefrorenes Wasser finden.


Überall gab es bizarre Eisformen zu entdecken.


Jonas schien es sichtlich zu gefallen. Weil sein grosser Cousin krank war, hatte er sich Tante Barbara unter den Nagel gerissen und genoss die Zeit mit ihr.


Danach fuhren wir aber nach Hause, schliesslich wollten wir im Lazarett nachschauen gehen, wie es unseren Kranken und der Krankenschwester ging. Unsere kleine Runde war 125 km lang gewesen.

Sonntag, 27. Februar 2011

Feriengrippe

Es kam aber leider anders. Am Sonntag Morgen hatte Valentin Fieber, und das sollte bis ans Ende seiner Ferien so bleiben.


Die ersten 2 Tage verbrachte er v.a. schlafend, dann ging es ein wenig besser, aber für Ausflüge reichte es nicht. Der arme Tropf hatte wirklich unglaubliches Pech, trug es aber mit Fassung.


Einen Tag nach Valentin erwischte es auch Loris, er hatte teilweise so hohes Fieber, dass er nur noch als kleines schlappes Glühwürmchen durch die Wohnung getragen werden konnte. Häufig schlief er ein. Nach 2 Tagen ging es auch ihm aber besser, und die Kranken konnten sogar ein wenig miteinander spielen.

Samstag, 26. Februar 2011

Wintergäste

Es waren turbulente Zeiten für alle gewesen, aber trotzdem ging es gleich weiter. Keine Zeit zum Ausruhen. Bereits gestern Abend standen unsere ersten Gäste seit langer Zeit vor der Tür: Barbara, Christians Schwester, mit Sohn Valentin, Christians Göttibub. Diese beiden unerschrockenen Reisenden hatten sich doch tatsächlich im Winter in den Norden gewagt. Nach einem Besuch der Hauptstadt waren sie nach Jyväskylä gereist.


Heute, bei grauem Wetter, zeigten wir den beiden die Stadt, den Schnee und den zugefrorenen Jyväsjärvi.


Auf dem Heimweg turnte Jonas mit Valentin auf den riesigen Schneehügeln in der Stadt herum.


Am Nachmittag gab es einen kleinen Männerausflug: Wir machten uns auf Wunsch von Valentin zu viert auf zum Toys'R'Us, dem grössten Spielzeugladen der Stadt. Valentin hatte sein Reich gefunden...


Die Auswahl an Spielzeugen ist wirklich beeindruckend, und natürlich hat es für jedes Alter und jeden Geschmack etwas.


Trotzdem konnte Valentin widerstehen und gab sein Feriengeld noch nicht am ersten Tag aus. Christian hingegen erweiterte seine bescheidene Sammlung an Lego-Flugzeugen... Diesmal war das neue Space-Shuttle an der Reihe, links im Bild zu sehen.


Dann ging es wieder nach Hause für ein feines, typisch finnisches Nachtessen mit Fisch und Kartoffelstock. Am ersten Tag nahmen wir es also gemütlich, schliesslich haben wir noch so viel vor in den nächsten Tagen...

Donnerstag, 24. Februar 2011

Puerto Rico

Für ganze 12 Tage war Christian weg - im Freistaat Puerto Rico in der Karibik. Dort fand ein riesiger meeres- und seenbiologischer Kongress statt. Im Anschluss daran gab es noch 4 Tage Ferien. Hier einige Eindrücke von der Insel - als Abwechslung zu den eisigen Bildern aus Finnland.

Das Castillo de San Cristobal in der Hauptstadt San Juan.


Überall anzutreffen: Iguanas, die riesigen Echsen, von Terrarienbesitzern eingeführt.

 

 Nochmals das Castillo de San Cristobal.


Haarpracht auf dem Weg.


Die zweite grosse und wunderschöne Festung in San Juan, Fuerte San Felipe del Morro.


Von hier aus sieht man die grossen Tanker kommen und gehen.


 Die kleinen Türmchen hinaus auf das grünblaue Meer sind nicht aus San Juan wegzudenken.

Nationalpark und Regenwald El Yunque.


Strassenverkäufer.


Luquillo Beach.


Karibik pur! Kleine Insel in der Nähe von Fajardo.


Silberreiher.


Gemüse auf dem Markt von Rio Piedras.


Wahrzeichen der Stadt San Juan: Die Häuser in allen erdenklichen Farben.


Ohne Worte.


Freitag, 18. Februar 2011

Spielgruppe

Obwohl wir schon seit über zwei Jahren hingehen, hat es die deutschsprachige Spielgruppe bisher nie in den Blog geschafft.  Dies soll sich jetzt aber ändern. Die Spielgruppe findet jeden zweiten Freitagnachmittag im Familienzentrum Yrttisuo in Kuokkala (einem Teil von Jyväskylä) statt. Es kommen jeweils ca. 10-15 Kinder mit ihren Müttern resp. Vätern. Lustigerweise sprechen die Kinder untereinander, die zwar alle einen deutschsprachigen Hintergrund haben, hauptsächlich finnisch zusammen, bei den Erwachsenen sieht es allerdings anders aus. Die Spielgruppe heisst übrigens einzig unseretwegen "deutschsprachige" und nicht "Deutsche" Spielgruppe, wir fühlen uns geehrt!


Hin geht's jeweils mit dem Bus, wobei vor der Spielgruppe IMMER noch draussen gespielt werden muss (auch bei den heutigen -25 Grad darf es da keine Ausnahme geben).


Ganz schön kalt!


Während der Spielgruppe wird dann v.a. eins: gespielt, gespielt, gespielt.



Heute stand aber noch etwas besonderes auf dem Programm: "Fasnacht". Jonas war schon den ganzen Tag ganz aufgeregt gewesen und freute sich riesig auf das Verkleiden. Der kleine Bruder musste natürlich auch mitziehen und so bevölkerten zwei kleine Piraten die Räume im Yrttisuo.


Ansonsten war alles wie immer: es wurde gespielt, die Eltern unterhielten in dieser Zeit bestens bei Kaffee und Kuchen und zum Schluss wurde noch das traditionelle Abschiedslied gesungen. Ausnahmsweise kam uns dann aber nicht Christian mit dem Auto abholen, sondern es ging mit dem Bus zurück ins Zentrum. Somit entfiel auch das ebenfalls schon fast traditionelle Pizza-Essen im Anschluss an die Spielgruppe; die Piraten haben das aber ganz gut verkraftet.


Bis in zwei Wochen wieder!

Absoluter Rekord

Wie bereits erwähnt ist es hier in Jyväskylä zur Zeit bitterkalt. Und da Loris am Dienstag und Mittwoch zudem noch Fieber hatte, war nichts mit draussen im (meterhohen) Schnee spielen. Am Donnerstag war Loris dann glücklicherweise wieder fit und konnte somit auch ins Päiväkoti. Da ein Blick auf unser Thermometer aber zeigte, dass wir einen neuen Minusrekord von -28 Grad hatten, entschloss sich Susanne, auf Kinderwagen und Bob zu verzichten und stattdessen den Bus bis zum Päiväkoti zu nehmen.

Es sollte aber noch "besser" kommen. Am Freitagmorgen herrschten draussen -31 Grad! Der noch taufrische Rekord von Donnerstag war somit bereits wieder Makulatur.


(Hier natürlich noch die entsprechenden Beweisfotos!)


Kontrast pur: Während also Susanne täglich sehr viel Zeit aufwendet, um die Buben in ihre tausend Kleiderschichten zu packen, bevor die ersten Schritte draussen gemacht werden können, wobei die Nase nach kürzester Zeit "einfriert" und die beissende Kälte einem Tränen in die Augen treibt, geniesst Christian diese Aussicht von seinem Hotel in San Juan (Puerto Rico) aus:



Uns trennen zur Zeit also nicht nur über 8'500 km und 6 Stunden Zeitdifferenz sondern auch noch geschätzte 55 Grad Celsius (Temperaturuntschied).

Sonntag, 13. Februar 2011

Lasten Liikuntapeuhula

Heute Sonntag machten sich Susanne und die Buben in die grosse Stadtturnhalle Hipposhalli auf, wo wir mit Mika und Noah die Lasten Liikuntapeuhula (Sport- resp. Spielanlass für Kinder) besuchten. Papa Christian hatte uns ja gestern Samstag in Richtung Puerto Rico verlassen, weshalb er natürlich nicht mit von der Partie war.


Der Anlass kam ganz gelegen, da es bitterkalt war und Susanne deshalb das geplante Schlittenfahren absagen musste. Jonas ...


und Loris amüsierten sich prächtig, jeder auf seine Weise.


Es gab aber auch wirklich alles, was so ein Kinderherz höher schlagen lässt. Tretautos...

ein Hallenhockeyfeld...


einen Hindernislauf für die Grösseren und luftgefüllte "Rennstrecken" für die Kleinen.


Spass pur (meistens jedenfalls!)


Das Ganze wird im März wiederholt und Jonas liess nicht locker, bis das Datum im Familienkalender eingetragen war.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Kuvat

Lange mussten wir darauf warten, abe jetzt haben wir sie, die offiziellen Fotos von der Krippe, dem Päiväkoti. Vom Fotoshooting hatten wir ja Anfangs Dezember berichtet. Und das Warten hat sich gelohnt, die Fotos sind unserer Meinung nach absolut gelungen.

Loris geht seit September 3-4 Tage pro Woche in die Gruppe Sirkkuset, den kleinen Ammern. Es ist die alte Gruppe von Jonas und einige Gesichter sind immer noch die gleichen wie 2009.
 
 
 Oben: Eila, Jona, Valteri
Mitte: ?, Virpi, Alisa, Joel, Onni-Alvari, Luukas, Mikku, Aili
Unten: Loris, Anni, Ronja, Veeti, Aleksanteri

Jonas hat im September in den oberen Stock zu den älteren Kinder gewechselt, zu den Pääskyset (den kleinen Schwalben), zusammen mit Ulla (die er seit 2008, also dem Beginn unserer Zeit in Finnland, als Betreuerin hat) und seinen Freunden Tobi, Enna und Vanessa.

 Oben: Veeti, Dilnia, Malva, Ilari, Ellen, Jaana
Mitte: Alexi, Joona, Eelis, Unno, Alma, Ulla, Enna
Unten; Jonas, Väinö, Alexi, Vanessa, Tobia

Und natürlich haben wir auch verschieden Portraits bekommen. Hier eine Auswahl:

Jonas

 

 Loris
 

Und unser Dreamteam: