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Sonntag, 3. April 2011

Schmelzzeit

Das Ende des Winters, oder der Anfang des Frühlings, gestaltet sich hierzulande schrecklich. Die letzten 2 Jahre hatten wir uns im April jeweils in den Süden abgesetzt, um dies nicht miterleben zu müssen. Nicht so dieses Jahr.


Seit einer Woche liegen die Temperaturen tagsüber immer im Plusbereich, und ein grosser Teil des über einen Meter Schnees, den wir hatten, ist schon geschmolzen.


Vor unserem Haus hat sich ein richtiger See gebildet.

 

Das Problem ist aber, dass mit der Schneeschmelze der ganze Dreck der letzten 6 Monate hervor kommt.


Abfall, Kies, Hundekot und diverse Absonderungen der Autos kommen zum Vorschein, und an manchen Stellen ist es einfach nur noch schwarz.


Gestern Samstag sind wir noch konsequent geblieben und mit den Jungs nach draussen gegangen, ...

 

schliesslich lieben sie die Wasserpfützen.


Heute haben wir aber darauf verzichtet und sind stattdessen im Hallenbad schwimmen gegangen. Aber etwas gutes hatte das schreckliche Wetter: Das Space Shuttle ist nun fertiggestellt!

Sonntag, 13. März 2011

Schon Frühling?

 

Weidenkätzchen? Wir reiben uns die Augen. Ja, Weidenkätzchen. Ist denn schon Frühling? Nein, leider noch nicht. Das nächste Foto ist von der gleichen Stelle, nur aus einem anderen Blickwinkel (hier handelt sich übrigens um eine der Schneedeponien der Stadt).

 

Dann drehen wir uns doch mal um, wer kommt denn da?


Diese Familie geniesst definitiv noch nicht den Frühling, sondern geht heute...


Schlitteln!


Trotzdem sind wir glücklich, dass wir das erste Anzeichen von Frühling gesehen haben. Der Winter hier in Jyväskylä ist ja wirklich toll, aber etwa 2 Monate zu lang. Das Warten beginnt...

Montag, 7. März 2011

Nur für Schwindelfreie

Gefährlich war es geworden in letzter Zeit. Nach einer längeren wärmeren Periode mit Temperaturen im tiefen Plusbereich während des Tages hingen die Schneemassen an den Rändern der Dächer. Immerhin hatten wir diesen Winter kumulativ über 1 Meter Schnee, und der drohte nun, zum Teil in Form von Eiszapfen, vom 5. Stok in den Bereich vor den Eingang zu fallen.

Doch heute kamen sie, die Männer mit dem riesigen Liftkran.


Währenddem der eine auf schwindelerregender Höhe das Dach vom Schnee befreite, räumte der andere unten den Schnee weg und passte auf, dass niemand unter den Schnee geriet.


Nur schade, dass alle unsere schönen Eiszapfen nun weg sind.


Der Mann war mit einem Seil am Kran gesichtert, im Gegensatz zu dem, den wir letztes Jahr filmten.

Sonntag, 7. November 2010

Lumiukkoja

Es ist ja so eine Sache mit den Schneemännern hier im hohen Norden. Eigentlich kann man nur am Anfang und am Ende des Winters einen Schneemann (Lumiukko) bauen, dazwischen ist der Schnee einfach zu trocken wegen den tiefen Temperaturen. 

Heute bauten wir unsere ersten Schneemänner des Winters, und weil es nicht (mehr) so viel Schnee gibt, fielen sie halt eher etwas klein aus.
 

Sowieso, die Zeit der vielen Kleider hat wieder begonnen, der Winter ist gekommen. 


 Unseren Kindern ist das egal, sie lieben den Schnee, auch wenn noch noch nicht so viel da ist.

 

Nebenbei macht Loris grosse Fortschritte und präsentiert uns hier seine neusten Künste auf der Rutschbahn...


und beim Fussball.


Samstag, 23. Oktober 2010

Schnee und Traktoren

Der Samstagmorgen begann richtig winterlich. Lustigerweise hatte es erst mit Schneien begonnen, als wir aufstanden. Nach 2 Stunden sah es aber dann so aus:


Zugegeben, so richtig auf Winter sind wir noch nicht eingestellt, auf dem Balkon ging so einiges vergessen..


Hauptprogramm, zumindest für Jonas und Christian, war aber heute die Landwirtschaftsausstellung Kone Agria. So machten wir uns auf den Weg zum Messezentrum. Das Trottinett blieb für einmal zu Hause, aber es gibt ja alternative Verkehrsmittel...


Auch die Ausstellung präsentierte sich ganz in weiss, zumindest der Teil, der draussen stattfand.


So schnell wie möglich gingen wir daher in die Hallen. Grundsätzlich geht es ja um Landwirtschaft...


aber der klar populärste und grösste Teil der Ausstellung gehört den Traktoren...


oder anderen Landwirtschaftsfahrzuegen.


Eine der Hauptattraktionen war der Renntraktor von Valtra, hier musste sich Jonas sogar in eine kleine Reihe stellen und warten, bis er zum Zug kam.

 

Erstaunlicherweise interessierte sich aber unser grosser Sohn auch für anderes, wie z. Bsp. Melkmaschinen und Pneus.


Nach 2 Stunden war der Hunger grösser als das Interesse, und wir machten uns auf den Heimweg zu Susanne und Loris, die zu Hause geblieben waren. Mit Schrecken mussten wir feststellen, dass der schöne Schnee schon wieder zu schmelzen begann.

Freitag, 15. Oktober 2010

Täti Barbara's Winterferien

Wir haben Besuch! Für 4 Tage ist Susanne's Schwester Barbara, besser bekannt als Tante Barbara oder jetzt neu auf finnisch Täti Barbara, unser Gast. Am Mittwochabend holten sie die 3 Männer am Flughafen ab und brachten sie in die Stadt. 

Die ersten beiden Tage gingen wir gemütlich an. Das Wetter zeigte sich von seiner winterlichen Seite...


und darum nannten wir denn auch Barbara's Aufenthalt von jetzt an "Winterferien".


Die äusseren Umstände waren aber nicht so wichtig, denn es ging doch auch darum, viel Zeit miteinander zu verbingen. Jonas genoss, wie immer, Barbara in vollen Zügen, und durfte sogar mit ihr einen Ausflug ins Tierlimuseum machen. Loris hingegen war am Anfang gegenüber seinem Gotti  noch ein wenig skeptisch.


In diesen Tagen wurde Barbara auch Zeuge, wie Loris immer besser zu Fuss unterwegs ist. Ein paar Schritte kann er zwar bereits seit 1-2 Wochen gehen, aber jetzt macht er plötzlich riesige Fortschritte. Bald müssen wir mit ihm nicht mehr den ganzen Tag Hand in Hand durch die Wohnung gehen.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Wenn der Herbst mit dem Winter

In Jyväskylä beginnen nächste Woche die Herbstferien, wir verschwendeten bisher also eigentlich noch keine Gedanken an den Winter. Als wir aber heute Morgen aufstanden und zum Fenster rausschauten, mussten wir feststellen, dass es in der Nacht geschneit hatte!


Wir wussten nicht so recht, ob wir uns über das abrupte Ende des Herbstes ärgern oder uns über den ersten Schnee freuen sollten. Die beiden Buben hingegen waren völlig aus dem Häuschen. So musste der Schnee vom Fenstersims ganz genau untersucht werden.


Im Päiväkoti (Krippe) sah es dann noch weisser aus, sicher freuten sich schon alle Kinder auf das Spielen im Freien. Und so schneite es weiter bis am Nachmittag, zum Teil intensiv.


Und weil die Wetterprognose in den kommenden Tagen noch mehr Schnee voraussagten und wir mit unserer in Kürze erwarteten Besucherin vielleicht am Wochenende einen Ausflug machen wollen, entschloss sich Christian, noch am gleichen Tag die Winterreifen mit Spikes montieren zu lassen. Beim Warten auf das Auto machte er einen kleinen Spaziergang in der Nähe der Garage...


und bestaunte die einmalige Mischung zwischen Herbst und Winter.