Sonntag, 17. April 2011

Palmusunnnuntai

Der Palmsonntag (Palmusunnuntai), der Beginn der Osterwoche, bringt in Finnland einen besonderen Brauch: Die Kinder verkleiden sich als Hexen oder Kobolde, und gehen von Haus zu Haus. Dort sagen sie ein Sprüchlein auf und verteilen Palmkätzchenzweige, die farbig geschmückt sind. Zur Belohnung erhalten sie Süssigkeiten. Dieses Jahr, im Gegensatz zu vorher, hatten wir vorgesorgt und Süssigkeiten gekauft. Und siehe da, wir wurden sie sogar los.


In Finnland gibt es jedes Jahr über 15 Fahnentage. Diese sind oft nicht gleichzeitig Feiertage und berühmten Dichtern oder Politikern gewidmet. Von Sonnenaufgang bis -untergang ist dann überall die Nationalflagge gehisst. Der Palmsonntag gehört nicht zu diesen Tagen, aber trotzdem war heute Fahnentag, denn es fanden die nationalen Wahlen statt. Der Hauswart von unserem Nachbarhaus war wie immer der letzte, der es aus dem Bett schaffte...


An diesem prächtigen Sonntag wollten wir natürlich so viel Zeit wie möglich im Freien verbringen. Jonas drängte darauf, zuerst eine Runde Velofahren zu gehen. Diese Bitte konnten wir ihm nicht abschlagen.

Die Fortschritte sind unübersehbar. Hier eine kleine Demonstration.


Dann aber wurde das Fahrzeug gewechselt und es ging mit der ganzen Familie auf eine(n) Spaziergang(fahrt).



Ziel war der nahe gelegene Tuomiojärvi.


Der war trotz den frühlingshaften Temperaturen noch richtig zugefroren.


So packten halt Loris und Jonas die schweren Arbeitsgeräte aus...


und machten sich daran, dem Frühling ein wenig nachzuhelfen.


Auch wenn wir mitten im Frühling stehen und sowohl die bereits langen Tage wie auch die intensive Sonne geniessen, wird es noch ein paar Wochen dauern, bis das Eis auf den Seen ganz geschmolzen ist. Die Eisdecken in diesen Breitengeraden werden im Winter extrem dick, ausserdem bleibt wegen dem Eis die Wassertemperatur nahe am Gefrierpunkt, sodass die Sonne die ganze Arbeit alleine machen muss.

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