An der Forschungsstation in Konnevesi, im gleichen Haus wo Christian & Co ihre Experimente mit Fischen und Schnecken durchführen, hat eine Gruppe von Forschern ein irrwitziges Studienobjekt gefunden: den Puumala-Virus. Er ist eine der milderen Formen des Hanta-Virus, aber trotzdem sehr gefährlich. Übertragen wird er von Nagetieren über die Luft (!) (zum Glück kann er nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden) und kann tödliche Folgen haben. Jeder, der in dieser Gruppe gearbeitet hat, ist früher oder später im Spital gelandet, alle haben es allerdings überlebt. Gerade vor 2 Wochen hat es wieder eine Praktikantin erwischt, aber Ersatz wurde schon gefunden. Wir wundern uns echt, wie sie es überhaupt schaffen, Leute zu finden, die bei ihnen arbeiten. Die Forschung am Virus selbst macht ja Sinn, dass Sicherheitskonzept für Mitarbeiter und Besucher ist allerdings haarsträubend, denn es existiert schlicht nicht. Einzige Massnahme dieses Schild beim Eingang:
Dumm nur, dass sich Kühlraum, Tiefkühler und sanitäre Anlagen im infizierten Teil des Gebäudes befinden. So bleibt einem halt nichts anderes übrig, als ab und zu Chirurg zu spielen.
Wer mehr wissen möchte, der findet hier einige gruselige Facts über diese Virengruppe.
Ansonsten gibt es auch schönes aus Konnevesi zu berichten. Anssi (Bild unten) und Christian haben intensiv mit Kiemennetzen Fische gefangen und waren erneut so erfolgreich, dass sie sich am Überlegen sind, ob sie nicht den Beruf wechseln sollten. Heute zappelten über 200 Fische im Netz! Dies sind übrigens die letzten Tage mit Anssi für eine gewisse Zeit: Am 21. August, kurz nach 7:00 (wetten wir?), kommt sein zweites Kind auf die Welt.
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