Mittwoch, 14. Oktober 2009

Wanderung im Leivonmäki

Gastbeitrag (1/3) von Jeanne Rellstab

Am Mittwoch packten Christian und Jeanne den Rucksack mit einem feinen Picknick, heissem Tee und etwas Schokolade. Wir hatten vor, den Nationalpark
Leivonmäki von der anderen Seite (Kirveslampi) in Angriff zu nehmen. Das Wetter war schön, aber sehr kalt und es wehte ein starker Wind, der uns die Temperatur noch kälter fühlen liess.

Das Auto stellten wir auf einem Parkplatz am Rand des Parkes ab, packten uns warm ein mit zwei Jacken, Handschuhen und Mützen, schulterten die Rucksäcke und marschierten los. Es ging über Entenstege, durch lichte Föhrenwälder, an goldenen Birken vorbei, durch Moore, am Ufer von zum Teil gefrorenen Seen, durch einen wunderschönen Park im Herbstgewand. Pilze standen tief gefroren im Moos, Preiselbeeren leuchteten, Heidelbeeren luden zum Naschen ein, auch sie leider kalt und gefroren. Einige Vögel zwitscherten in den Bäumen, wie sich herausstellte, Hauben- und Kohlmeisen. Wie sie wohl den kalten Winter überstehen werden?


Als sich der Hunger meldete, suchten wir uns einen windstillen, sonnigen Ort, setzten uns auf den Boden und verzehrten unsere Sandwiches und tranken den Tee, der fast augenblicklich abkühlte, wenn man den Becher nicht sofort leerte. Frisch gestärkt ging es weiter auf dieser grossen Runde, diesmal über eine Torfwiese mit jungen Kiefern und einigen Teichen.


Auf dem Wasser hatte sich schon Eis gebildet, vor allem an den Ufern. Christian zog ein Stück Eis aus dem Wasser und so konnten wir sehen, dass es schon etwa 7 mm dick war.


Die Sonne neigte sich immer mehr dem Horizont zu, obwohl erst früher Nachmittag war, die Stimmung und die Beleuchtung wurden immer schöner. An windgeschützten Orten spiegelten sich die Wälder in ihren goldenen Farben im Wasser. Staunend marschierten wir weiter und blieben unzählige Male stehen, um zu fotografierten.


Nach vier Stunden erreichten wir, wieder über die altbekannten Entenweglein, das Auto und freuten uns auf dessen Heizung. Christian nahm einen anderen Weg nach
Jyväskylä zurück. Bei der grossen Brücke über den Päijänne stiegen wir aus und liefen bis zur Mitte der Brücke, von wo uns eine herrliche Aussicht über den See und unzählige Inseln erwartete. Der Wind blies stark und eiskalt und zwang uns wieder zurück zu gehen. Halb erfroren stiegen wir zum zweiten Mal ins Auto.


Zurück in Jyväskylä holten wir Jonas im Päiväkoti ab, kauften das Nachtessen ein und fuhren an die Puistokatu, wo uns Susanne und Loris erwarteten. Wie schön war es, in eine geheizte Wohnung zu kommen und etwas Warmes zu essen.

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