Aus der einen Nacht wurden schliesslich 4 unglaublich lange Tage. Loris hatte sich mit einem Virus infiziert, die Atemwege hatten sich verengt und er musste mit zusätzlichem Sauerstoff unterstützt werden. Am 2. Tag kam dann noch eine Mittelohrentzündung dazu.
Loris meisterte das Ganze mit Bravour, nur beim Inhalieren schrie er wie am Spiess. Sonst war er immer zufrieden, wenn nicht sogar fröhlich.

Anstrengend war es aber auch vor allem für Susanne und Christian, die sich im 24 h Takt abwechselten. Loris sollte das Zimmer nicht verlassen, und mit der Zeit gingen uns die Spielideen aus.

Schlafen durften wir notdürftig am Boden, und das Essen für die Erwachsenen mussten wir selbst mitbringen. Trotzdem waren wir begeistert von der Betreuung durch das Pflegepersonal und die Ärzte. Mit der Zeit ging es Loris immer besser, aber beim Schlafen bekam er immer noch zusätzlichen Sauerstoff, die Sauerstoffsättigung war ungenügend.
Heute Morgen hatten wir uns eigentlich schon damit abgefunden, dass wir noch 1-2 Tage bleiben müssen, aber dann meinte die Ärztin finnisch kurz angebunden: "Er kann nach Hause". Uns fiel ein Stein vom Herzen, endlich war die Warterei vorbei. Wir wussten nicht, dass sich 4 Tage so lang anfühlen können. Dann wurden die Schläuche entfernt, die letzten Formalitäten erledigt (Diagnose: Akuutti obstruktiivinen bronkiitti) und wir fuhren glücklich nach Hause. Dort blühte Loris richtiggehend auf, er kam nicht mehr aus dem Strahlen heraus.

Später holten wir Jonas von Päiväkoti ab und gingen alle zusammen einkaufen. Toll, wieder zu viert zu sein.
2 Kommentare:
Oh my god!! That sounds awful! I hope he is doing better now, poor thing.
he is fine again!
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