Zuerst mussten wir natürlich per Ruderboot erkunden, wo überhaupt die besten Plätze sind, und wählten daher mal einen Ort in der Nähe des Hauses. Und siehe da, es klappte schon. Neben einem kleinen Egli hatte es eine über 20 cm lange Blicke (Pasuri). Dieser Fisch war neu für uns, und in unserem gescheiten Buch stand, dass er als Speisefisch nicht sonderlich beliebt ist. Jonas hingegen bestand darauf, ihn zu grillieren, und so taten wir dies. Er schmeckte ganz gut, trotz den vielen grossen Gräten, doch Jonas mochte ihn nicht.
Als nächstes versuchten wir es mit einem eher felsigen Stelle, und diese sollte denn auch für lange Zeit unsere Lieblingstelle bleiben. Denn hier fingen wir fast jeden Tag 1-3 mittelgrosse Egli (Ahven), ...

die wir mit nach Hause nahmen, ...

fachgerecht präparierten...
und so bald wie möglich verspeisten. Diese Flussbarsche sind etwas vom besten, was die Seen hier zu bieten haben, und so entwickelte sich der Egli zu Jonas' neuem Lieblingsfisch. Wohl auch, weil es dazu meist Mayonnaise gab.
Daneben versuchten wir es auch mit dem Fischernetz...
und mit der Angelrute, die Jonas von seinem Grossvater bekommen hatte, aber leider ohne Erfolg.
Die fetten Fänge kamen aber erst gegen Ende unseres Aufenthaltes. Beim Ersten rächte es sich, dass wir ausnahmsweise die Reuse nicht jeden Tag kontrolliert hatten. Wir fanden einen grossen, toten und stinkenden Hecht (Hauki) vor, den wir später den Möwen spendierten.

Bereits am nächsten Tag hatten wir aber wieder Glück. Ein 70 cm grosses, 1.1 kg schweres und geschätzte 7 Jahre altes Prachtsexemplar hatte sich in der Reuse verirrt.
Ab damit auf den Grill. Der war gar nicht so schlecht.

Am letzten Tag kam dann noch eine 5. Fischart dazu (die vielen kleinen Rotaugen (Särki) hatten wir immer wieder freigelassen): Ein Brachsen (Lahna). Für einmal hatten wir Mitleid und entliessen das grosse Exemplar wieder in die Freiheit.
Am Schluss waren wir wirklich glücklich mit unseren ersten Erfahrungen des Fischfangs. Wir hatten zwar nicht viele, aber meist feine Fische gefangen und sie frisch verspiesen. Und natürlich genossen wir auch die Belgeiterscheinungen des Fischens: Die Sonne, die Natur, die Ruhe, das Rudern und die schönen Diskussionen.
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