Am Samstag machten wir uns gleich nach einem ausgiebigen Frühstück Richtung Marktplatz (Kauppatori) und Hafen auf. Nach einem Rundgang durch die Markthalle (Kauppahalli), in welcher es so exotische Dinge wie Bärenfelle und -paté zu kaufen gibt, schauten wir uns die Auslage der Stände auf dem Markt an. Erstaunlich ist, dass es auch hier sozusagen kein Ramsch zu kaufen gibt; amüsant sind die strickenden Frauen, die fortlaufend neue Wollmützen und -handschuhe herstellen.
Eigentlich wollten wir dann ja gleich weiter in den Zoo, aber da Jonas inzwischen eingeschlafen war, schauten wir uns den Hafen noch etwas näher an und umrundeten die Halbinsel Katajanokka, an deren Nordufer in der eisfreien Zeit auch die Schiffe der finnischen Eisbrecherflotte und millionenschwere Motorjachten liegen.

Nach einer kurzen Bootsfahrt, die Jonas einmal mehr verschlief, erreichten wir den wunderschön auf der Insel Korkeasaari gelegenen Zoo von Helsinki. Jonas war natürlich Feuer und Flamme und freute sich sehr über ein Wiedersehen mit "seinen" Emus, Ponys, Ziegen und über die neue Bekanntschaft mit Löwen, Leoparden, Affen usw. Und wie wohl überall auf der Welt wird man am Ausgang des Zoos (in Helsinki somit beim Schiffanlegesteg) noch sozusagen durch den Zooshop durchgeschleust, weshalb wir dann mit einem weiteren "Haustier", einem Papagei, die Rückfahrt antraten.
Am Abend mussten wir dann noch etwas schmerzhaft (x km. Fussmarsch) erfahren, dass man im trendigen Helsinki ohne Reservation an einem Samstagabend keinen Restaurantplatz bekommt und so endete unsere Odyssee halt in einem asiatischen Noodle-Shop - nicht gerade typisch finnisch!
Am Sonntag stand dann ein Besuch auf der Festungsinsel Suomenlinna auf dem Programm, auf welcher auch heute noch rund 900 Menschen leben. Die Insel wurde 1991 in die Liste des UNESCO Kulturerbes aufgenommen und ist ein Besuch jedenfalls wert. Wir genossen das herrliche Wetter, bis sich urplötzlich eine dunkle Regenfront näherte. Gerade noch halbwegs rechtzeitig erreichten wir einen Unterstand, wo wir abwarteten, bis das Schlimmste vorüber war. Nur wenige Minuten später schien dann wieder die Sonne und wir setzten unseren Spaziergang über die Insel fort.
Am Montag gingen wir dann noch etwas shoppen. Künftige Gäste dürfen sich freuen, wir verfügen jetzt nämlich über das finnische Kochbuch perinteisiä kotiruokia (zu Deutsch: traditionelle finnische Hausgerichte), über diverse Bildbände von Finnland, Fisch- und Vogelplakate ... Zum Glück mussten wir dann zurück zum Hotel, um das Zimmer zu räumen, ansonsten wir in der Buchhandlung wohl ein Vermögen ausgegeben hätten! Zum Abschluss unseres verlängerten Wochenendes besuchten wir dann noch das Merimaailma (Sea Life). Das Highlight war natürlich das Becken mit den Haien; Jonas war dort kaum mehr wegzukriegen! Und natürlich wird man auch im Sea Life am Ausgang durch den Shop geschleust - und was passierte wohl? Papa bekam einen Stoffhecht!
Etwas müde aber happy verliessen wir dann im Familienabteil des Zuges Helsinki - hoffentlich auf ein nächstes Mal!
... und weil's so schön war, hier zum Abschluss noch ein paar Eindrücke der Stadt:
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