Ziemlich spontan beschlossen wir, ein verlängertes Wochenende in Helsinki zu verbringen. Diesmal liessen wir das Auto stehen und nahmen den Zug. Das ist sehr praktisch hier, allerdings nur für Reisen zwischen den grösseren Ortschaften. Und wir hatten Glück und konnten einmal mehr erfahren, dass Finnland ein Familien- und Kinderparadies ist. Wir bekamen ein Familienabteil im Kinderspielwagen mit 4 Plätzen und eigener kleiner Spielecke.
Ein Stock höher befand sich der "Spielplatz" mit Kinderzug, Rutschbahn, Bilderbücher, etc. So macht Reisen echt Spass, denn eine 3.5-stündige Zugreise ist für unseren Sohn normalerweise nicht gerade einfach.
Übrigens besteht bei der finnischen Bahn (VR) nicht nur die Möglichkeit, ein Familienabteil zu buchen. Andere exotische Varianten sind Abteile mit Haustieren, anti-allergische Abteile und Laptop-Plätze. Die Finnen sind im Zug auch jederzeit online mit ihren Laptops - Karte mit Handy-Antenne ist hier Standart und recht billig. Tickets kann man nicht nur online buchen und ausdrucken. Auch SMS-Tickets sind möglich (sogar mit CH-Handy) und viele Leute zeigen einfach ihren Laptop mit dem E-Ticket auf dem Bildschirm. Willkommen im High-Tech-Land! Da bleiben wir bei Rutschbahn und Picknick.
Unser erster Eindruck von Helsinki war ein kleiner Schock. Um 18 Uhr am Freitagabend gingen wir zu Fuss zu unserem Hotel - tausende andere waren auch unterwegs. So viele Leute haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Uns wurde bewusst, dass Jyväskylä klein und provinziell ist. Gut so... Am Abend assen wir im italienischen Restaurant unseres Hotels ein ausgezeichnetes Abendessen mit feinem und sehr teurem Wein. Danach gingen wir früh ins Bett - fix und foxi.
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