Sonntag, 20. Juni 2010

Auf Bärensuche

Zum Sommerbeginn machten wir uns für ein verlängertes Wochenende auf nach Ähtäri. Schon lange wollten wir diesen schönen Ort und den Tierpark mal im Sommer sehen. Da es zu fünft im Auto ein wenig eng gewesen wäre, teilten wir uns für die Hinreise auf: Grossmami Jeanne und Jonas nahmen den Zug, und der Rest das Auto. Christian holte die beiden Zugfahrer mit dem Auto beim Bahnhof des Tierparks (Eläinpuisto) ab. Wirklich idyllisch, ein Gleis, ein viel zu kurzes Perron, ein kleines Wartehäuschen und ein Schild, das war es...


Wir bezogen unsere 2 Zimmer im Hotel Mesikämmen (Bärentatze), das von den gleichen Architekten (Timo & Tuomo Suomalainen) entworfen und gebaut wurde wie die Tempelkirche in Helsinki. Wie letztere ist dieses grosse und trotzdem gemütliche Hotel in den Fels hineingebaut.

Am Nachmittag erkundeten wir die nähere Umgebung...


... und genossen die Stimmung am See...


... mit den felsigen Ufern.


Am Sonntag, nach einem ausgiebigen Frühstück, machten wir uns auf den Weg zum Tierpark. Im Gegensatz zum Winter, wo die Kinder in Schlitten gezogen werden können, stehen im Sommer Dutzende von kleinen Wägelchen bereit, ...


... um den Kleinen, aber auch ihren Eltern, die über 3 km Weg durch den wunderbaren Wald zumuten zu können.


Als Erstes wurden wir gleich Zeuge der Vielfrassfütterung.


Und auch der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der einheimischen Tiere. Die einen waren hellwach...


Die anderen eher müde...


Und die dritten nach dem Winterschlaf voller Tatendrang...


So waren denn auch die Braunbären der absolute Höhepunkt des Tages, nicht nur weil sie einfach eindrückliche Tiere sind, nein auch weil sie uns eine grosse Show zeigten: Zuerst badeten Mutter und Kinder gemeinsam, dann spielten die "Kleinen" mit dem Karussell, und zuletzt verweilte die Mutter noch eine ganze Weile in der Nähe und präsentierte sich zeitweise, zum Entzücken der anwesenden Zuschauer, wie ein eitles Model. Irgendwie verschwanden dabei die Grenzen zwischen Zootier und Zuschauer, und man hatte manchmal das Gefühl, als ob sich die Bärin die Menschen in ihrem persönlichen Zoo ganz genau anschauen wollte.


Inzwischen war es schon fast Abend geworden, und wir liefen zurück ins Hotel zur Erholung und zum Essen. Es war ein bärenstarker Tag gewesen!

Keine Kommentare: