Gastbeitrag von Jeanne Rellstab
Nach dem Götti-Tag war natürlich auch ein Tag mit Grossmami geplant. Lange überlegte ich, was ich mit Jonas unternehmen könnte, hatte er doch schon mit seinem Götti ganz besondere Orte besucht.
Aber Jonas hatte einen Wunsch: Er wollte ins Tierlimuseum. So machten wir also unser Picknick bereit und starteten morgens um 9 Uhr in Richtung Stadt. Es galt, Jonas bis um 11 Uhr zu beschäftigen, weil das Museum erst dann öffnete. So spazierten wir zu SOKOS, wo wir zwei Weichen und eine Drehscheibe für die Brio-Eisenbahn erstanden. Das heisst, ich spazierte und Jonas fuhr auf einem Mini-Micro-Trotti. Nach einem Kaffe, bzw. Saft im Bärlicafé machten wir uns auf den Weg zum Harju. Normalerweise bewältigt man diesen Weg in 10 Minuten, wir hatten aber mehr als eine Stunde zur Verfügung. Bei jeder Bank, und es gab ein paar davon, machten wir Halt, Jonas packte seine Weichen und die Drehscheibe aus, spielte damit und packte sie wieder ein.

Die Mücken attackierten uns, sobald wir in den Wald eintauchten, das Antibrumm musste gezückt werden. Es gab zum Glück noch ein paar weitere Attraktionen auf dem Weg auf den Hügel: Forigeli, Jogger, Hunde usw. Alles musste bestaunt und dokumentiert werden. So erreichten wir endlich den Gipfel, wo das Museum um 11 Uhr öffnete.
Wisst ihr, welches Jonas' Lieblingstier war? Der Bär. Wir sahen auch einen riesigen Elch, viele andere ausgestopfte einheimische Tiere, auch Fotos und aufgespiesste Schmetterlinge. Eine Stunde verbrachten wir im Museum und dann führte mich Jonas auf die Aussichtsplattform, wo man über die ganze Stadt schauen kann.

Schon mit einem etwas müden, aber immer noch an allem interessierten Jonas, schlugen wir den Weg zur kleinen Beach am Tuomiojärvi ein. Unterwegs wurde der kleine Bub immer langsamer, so dass wir einen Sandwichhalt einlegen mussten. Dann aber ging es zügig weiter an den See. Und am See stellte er die Frage: „Grossmami, häsch s'Sändelizüg mitgnah?" Ums Gottes Willen, das hatte ich vollständig vergessen. Aber ich entgegnete: „Mit de Händ und mit de Stei und Stäcke chamer au im Sand spile." Und so machten wir es dann. Zwei Stunden spielten wir auf diese Weise und es war überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil.


Gegen drei Uhr war es Zeit aufzubrechen und den für einen müden Buben langen Heimweg unter die Füsse, bzw Räder zu nehmen. Zum Glück entdeckten wir unterwegs einen Spielplatz, den es zu erkunden galt.
Zuhause erwarteten uns Susanne und Loris und todmüde sanken Jonas und ich für einen kurzen, späten Mittagsschlaf ins Bett!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen