Heute hatten wir alle frei und die Wetterprognose war prächtig, so haben wir uns zum 50 km südlich gelegenen Nationalpark Leivonmäki (Leivonmäen kansallispuisto) aufgemacht. Dort angekommen, haben wir Jonas in seinen Tragrucksack gesetzt und sind losgewandert. Der Wanderweg ging durch einen prächtigen und verlassenen Wald, entlang dem Rutajärvi, und bog dann ab zur Joutsniemi. Niemi bedeutet Halbinsel, wobei man in diesem Fall eher von einer Landzunge sprechen kann.
Schliesslich stoppten wir an einem Lagerfeuerplatz (natürlich mit WC und schon bereitgestelltem Holz) mit Sandstrand. Dort verbrachten wir fast 3 Stunden mit Picknicken, Sand- und Wasserspielen. Nur ab und zu gestört von Mücken, Bremsen und "Blackflies", die immer dann auftauchten, wenn der Wind nachliess. Es scheint so, wie wenn diese fiesen Insekten lieber Erwachsenenblut haben, Jonas liessen sie meist in Ruhe. Zum Glück aber gibt's Anti-Brumm.
Irgendwann war uns Junior sehr müde, und wir machten uns auf den Rückweg. Dabei schlief Jonas das erste Mal in seinem Tragrucksack ein, über die Technik sind wir uns noch jetzt im Unklaren, auf jeden Fall hat er sich dabei gut erholt. Weil er so fest weinen musste, als wir den Sandstrand verliessen, gingen wir (wie versprochen) an einem der "Stadtstrände" erneut baden und spielen. Unglaublich, wie lange und wie intensiv sich ein 18 Monate alter kleiner Junge mit Sand und Wasser vergnügen kann.
Nach 10 Stunden Natur haben wir uns zum Abschluss dieses wunderschönen Sommertages (26°C) eine Pizza in unserer neuen Stammpizzeria gegönnt. So könnte von uns aus jeder Tag sein! Und wir haben ein weiteres grosses Plus unserer neuen Heimat entdeckt: Wo man auch hingeht hat es praktisch keine Leute, die Ruhe und Einsamkeit (positiv gemeint) sind einmalig.
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