Am Nachmittag sind wir dann noch kurz nach Rautalampi gefahren, um bei einer Fischfarm Antibiotika für unsere Fische zu kaufen. Auf dem Weg dorthin überquert man den See auf drei aufeinanderfolgenden Brücken. Der Konnevesi ist der 22. grösste See Finlands (6 mal grösser als der Brienzersee), und einer der tiefsten (94 m).
Die Probenahme war ein voller Erfolg, wir haben etwa 100 Schnecken gesammelt, und 15% davon waren mit dem Parasiten infiziert, den wir suchen. Eine Schnecke "produziert" auch im Labor in einer Stunde tausende von Parasiten, die wir dann benützen können, um sie genetisch zu analysieren, oder um Fische zu infizieren.
Am Abend fand auf dem Gelände der Forschungsstation ein sogenannter Luontoilta (Naturabend) statt. Leute vom Dorf und der Umgebung können dann kommen und verschiedenen Spezialisten Fragen stellen. Ausserdem gab es Kahvi, Pulla und Makkara (die finnische Variante von Cervelat, ziemlich gut). So brachte zum Beispiel eine ältere Frau Pflanzen mit, weil sie nicht wusste, um was es sich handelt. Es war ziemlich amüsant, aber Christian hat sich dann nach 20 Minuten wieder seinen Parasiten gewidmet, weil er kein Wort verstand.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen