Autofahren in Finnland ist genau gleich wie in der Schweiz - aber eben doch ganz anders.
Das Auffallendste hier in Mittelfinnland: Es hat keinen Verkehr. Christian's Arbeitskollege Anssi zum Beispiel spricht schon von "Traffic Jam", wenn 5 Autos vor dem Rotlicht stehen. Grundsätzlich hat man auch in der Stadt (und sowieso ausserhalb) praktisch immer freie Fahrt - nur am Freitag und Sonntag Abend sind ein paar Autos mehr unterwegs, die Millionen Sommerhäuschen sind halt vom öffentlichen Verkehr nicht wirklich erschlossen. In der Innenstadt gibt es auch immer Parkplätze, nur sind die echt teuer.
Der grösste Unterschied zur Schweiz ist der häufig vorkommende Rechtsvortritt. Wenn nicht anders markiert, gilt er. Dies kann zu recht gefährlichen Situationen führen. Genauso wie die Regel, dass Fussgänger keinen Vortrittt haben - ausser man biegt rechts ab... Trotzdem, der Autor dieses Texts (eigentlich ohne Benzin im Blut) muss zugeben, dass das Überlandfahren hier schon seinen Reiz hat. Am frühen Morgen oder gegen Abend bei blauem Himmel durch verlassene Wälder und zwischen unzähligen Seen hindurchkurven - das macht Spass und man sieht extrem viel. Die Finnen sind auch sehr friedliche Autofahrer - rasen praktisch nicht und werden auch nicht aggressiv. In 2 Monaten haben wir erst ein Mal ein Hupen gehört - in Zürich hört man das an jeder 2. Kreuzung.
Ach ja - für unsere Herbstbesucher - Sonnenbrille ist ein Muss hier, bei diesem tiefen Sonnenstand sieht man zum Teil nichts.
Unserem nationalbankgoldenen Peugeot geht es übrigens bestens - er dreht problemlos seine Runden und bleibt dank dem vielen Regen (allerdings letztes Mal vor einer Woche gesehen, wir erleben hier die besten Tage des Sommers!) auch schön sauber :-)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen