Freitag, 11. Juli 2008

Nicht viel los, aber 200 Fische im Netz

Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, war bei uns in letzter Zeit nicht viel los. Das Wetter pendelte zwischen akzeptabel und schlecht (am Montag war es noch 11 Grad warm), ab und zu zeigte sich Finnland doch für einen halben Tag von seiner wunderschönen sonnigen Seite. Ausserdem musste Christian viel arbeiten. Alle Finnen beklagen sich über den miesen Sommer, aber noch ist der ja noch nicht vorbei. Immerhin ist es inzwischen wieder warm geworden.

Es war auch die Woche, wo Susanne wieder voll zu arbeiten begonnen hat und Jonas erstmals richtig zur Krippe (Päiväkoti) ging. Am ersten Tag ging es sehr gut, am zweiten nach einigen Anfangsschwierigkeiten (hat da Frühstück verweigert) anscheinend auch ziemlich. Wir sind froh, dass inzwischen Ulla, die Chefin von Jonas' Gruppe, aus den Ferien zurück ist, denn sie kann Deutsch und wir können uns nun austauschen. In der Probewoche war es nicht ganz einfach, weil die anderen Betreuerinnen nur ein paar Brocken Englisch können.

Christian war praktisch jeden Tag in Konnevesi und hat mit seinen eigentlichen Probenahmen begonnen. Donnerstag/Freitag war er auch über Nacht dort und konnte wieder einmal das Lieblingshobby der Finnen, Sauna, ausüben. Schon schön, wenn man am Ende eines 15h Arbeitstages ein wenig schwitzen, um Mitternacht in den See springen und dann müde ins Bett plumpsen kann.


Am Donnerstag Abend setzten wir auch etwa 150 m Kiemennetze in den See, und hofften, wenigstens ein paar Fische zu fangen. Die Überraschung am nächsten Morgen war dann gross, als etwa 200 Fische in den Netzen zappelten (v.a. Rotaugen, Egli, Lauben und ein grosser Hecht, der wohl dummerweise einen gefangenen Fisch angreifen wollte). Sofort machten wir uns an die Arbeit, schliesslich sind wir an den Parasiten in den Augen interessiert. Wir waren ja schon sehr stolz auf unseren Erfolg, aber für einen Freitag war es dann doch ein wenig viel Arbeit... Wir mussten einen Teil der Fische einfrieren, um sie nächste Woche zu untersuchen.


Unten seht Ihr noch ein Bild der Stromschnelle in Konnevesi. Ein wirklich toller Ort mit vielen verschiedenen Vogelarten, die sich über und um den Fluss herum bewegen. Richtige Flüsse haben wir bis jetzt in Finnland nicht gesehen. Entweder fliessen sie so langsam, dass man sie mit einem See verwechselt, oder es handelt sich einfach um eine Stromschnelle zwischen 2 Seen, meist nur wenige hundert Meter lang (wie im Falle von Konnevesi).

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