Die Vorgeschichte geht ungefähr so: Christian hat sich an der Uni bei einer Finnisch-Lehrerin wegen Sprachkursen erkundet. Sie hat dann gefragt, ob sie uns mit einer Schweizer Familie in Verbindung setzen dürfe, die auch erst gerade nach Jyväskylä gezogen ist. 2 Stunden später hatte Christian bereits ein Mail bekommen, und 5 Tage später haben wir uns dann das erste Mal getroffen.
Ganz finnisch haben wir die Meiers (kein Scherz; mit 3 Töchtern im Alter von 1/3 bis 4 Jahre) am Samstag Nachmittag zu Kahvi und Pulla (das mit den süssen Gebäcken haben die Finnen echt im Griff) eingeladen. Nach ein paar Stunden haben wir dann die Rollen getauscht und wir sind zu ihnen zum Grillen gefahren. Den ganzen Abend haben wir unsere bisherigen Erfahrungen ausgetauscht und den Abend bis spät in die Nacht hinein genossen. Und auch Jonas hatte Gefallen an all den Mädchen.
Auch die Meiers bleiben 2 Jahre in Finnland, Christian arbeitet als Manager in einer finnischen Firma, die von Landis & Gyr gekauft wurde. Die Familie wohnt in einem grossen und nicht ganz billigen Haus. Direkt am See, mit einem riesigen Garten (siehe unten), Saunahäuschen, Badesteg und Boot. Wir waren echt sprachlos ob dieser herrlichen Wohnbedingungen, gleichzeitig aber auch ein wenig frustriert, weil wir wissen, dass wir von nun an bei unserer Wohnungssuche nicht mehr euphorisch sein werden.
Es ist kein Zufall, dass sowohl beim Arbeiten wie auch im privaten Bereich die Schweizer (oder nicht-Finnen) zusammenspannen. Es ist echt schwierig, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen (wir wussten das ja schon vorher). Sie sind zwar wirklich sehr freundlich, aber zeigen sich eher von der nördlich kühleren Seite. Es wird harte Knochenarbeit, sich hier einen Freundeskreis aufzubauen.
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