Sonntag, 4. Januar 2009

Sightseeing

Der Freitag war Ruhetag, die Fischstäblis gingen in die Stadt einkaufen und unsere Besucher Stefan und Ramon ins Alvar Aalto Museum, dass sie offenbar nicht überzeugen konnte. Für viel mehr reicht es im Moment an diesen kurzen Tagen eh nicht, 5h ist es hell, davon geht normalerweise ein Teil für Jonas' Mittagsschlaf drauf. Am Abend gabs einen feinen grossen Felchen (900 g für 2 Personen...) aus dem Backofen, danach gingen die Männer in die Sauna. Die abendlichen Temperaturen (-12°C) sorgten zwar für eine angenehme Abkühlung zwischen den Schwitzkuren, allerdings musste man aufpassen, dass man mit den nackten Füssen nicht am Metall beim Hauseingang kleben blieb.

Doch nicht nur die Dunkelheit schränkt unsere Aktivität momentan ein, bei dieser Kälte ist es unmöglich, sich länger draussen aufzuhalten. Daher nahmen wir sowohl am Samstag wie auch Sonntag das Auto und zeigten unseren Gästen die nähere Umgebung, die wir auch noch nie bei Schnee und Eis gesehen hatten.


Am Samstag fuhren wir zum Leppävesi und schauten uns einen unserer sommerlichen Badeplätze an. Bizarr der Sprungturm ins Eis. Auch zeigen die Aufnahmen sehr schön, wie düster die Stimmung bei bedecktem Himmel um den Mittag herum ist. Ohne Schnee (sagen die Eingeborenen) soll alles noch viel dunkler sein.


Wie immer, die Finnen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, und geniessen die positiven Seiten der Kälte...


Am Sonntag - richtig geraten - war es noch kälter (-15°C), dafür wieder wolkenfrei. Wir fuhren Richtung Nordwesten zur alten Holzkirche von Petäjävesi. Doch nicht die Kirche selbst, sondern die Fahrt dorthin war am eindrücklichsten. Zum Glück befinden wir uns im Zeitalter der Digitalkamera...



Bei der Kirche selbst hatte es leider keine Sonne, was unseren Aufenthalt signifikant verkürzte.


Jonas gefiel es sehr, Susanne hingegen hatte bald mal einen starken Drang zum Auto...



Nach einer feinen Pizza war es leider schon so weit, und Stefan und Ramon machten sich auf die Weiterreise. Wahnsinn, wie schnell die 5 Tage vergangen waren. Wir hatten ein tolle Zeit und wissen jetzt, dass Jonas auch mit Männern stundenlang spielen kann (Stefan), und es Erwachsene gibt, die pro Tag noch mehr schlafen als ein 2-jähriges Kind (Ramon).

Wer jetzt denkt, dass die beiden wieder in den Süden verreisten, der irrt. Sie hatten die verrückte Idee, nach Rovaniemi (560 km nördlich von hier) zu fahren und sich dort mal die 'echte' Dunkelheit und hoffentlich Polarlichter anzuschauen. So stiegen die beiden in den Zug nach Tampere und nahmen dort den Nachtzug in die Hauptstadt Lapplands. Viel Glück!

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